Archiv für April 2010

Gestern gab es in der Sendung “Markus Lanz” (ZDF) eine interessante Diskussionsrunde mit den Gästen Dirk Müller (Mr. Dax, Cashkurs.com), Hans Eichel (ehemaliger Bundesfinanzminister) und Olaf Henkel (ehemaliger Präsident des BDI). Thema der Sendung war u.a. “Griechenland in der Krise – der Euro in Gefahr?”.

Hier kann man sich die Sendung nochmal online ansehen:
ZDF-Mediathek: Die Griechenlandpleite-Panik

Während der Sendung wurden einige interessante Aussagen gemacht.

Olaf Henkel hält eine Umschuldung für die bessere Alternative. Notwendig wäre dafür aber auch ein Austritt Griechenlands aus dem Euro, da sonst so drastische soziale Kürzungen notwendig würden, dass das griechische Volk alles aus Protest blockieren dürfte.

Noch spektakulärer war Henkels Vorschlag, dass als “3. Weg” noch der Ausstieg Deutschlands aus dem Euro und die Wiedereinführung der DM bleibt, den man mindestens mal androhen könnte, wenn Griechenland nicht freiwillig aus dem Euro austritt.

Hans Eichel hielt davon aber nichts, ein Ausstieg Griechenlands oder Deutschlands kommt für ihn nicht in Frage.

Dirk Müller hat auf seiner Homepage auch einen Kommentar geschrieben über die Sendung:
Cashkurs.com: Dirk Müller bei Markus Lanz: “Die Griechenland-Pleite-Panik”

Besonders interessant: Müller weist daraufhin, dass aus “Zeitgründen” leider ein Teil der Diskussion gar nicht ausgestrahlt wurde, in der Hans Eichel und er gemeinsam die Rückkehr zum Vollgeldsystem gefordert hatten. Beide hatten anscheinend gefordert, die Geldschöpfung von den Banken auf den Staat (bzw. dessen Zentralbank) zurückzuführen.

Spanien:

SPIEGEL: Pleitekandidat Spanien – Schluss mit Fiesta

USA:

SPIEGEL: Katastrophe an US-Golfküste – Obama schlittert in die Ölkrise

Welt: “Nationale Katastrophe”: Öldrama bringt US-Regierung in Erklärungsnot

Griechenland:

Handelsblatt: Milliarden-Hilfspaket: Ackermann geht für Griechenland sammeln

FTD: Bankenbeteiligung – Populistischer Unsinn bei der Griechenland-Rettung

SPIEGEL: Freiwillige Finanzspritze – Deutschland AG plant Griechenland-Hilfe

Wie die Tagesschau berichtet [1], ist die Verabschiedung deutscher Finanzhilfen für Griechenland bereits nächste Woche im Bundestag schon gesichert:

SPD, Linkspartei und Grüne erklärten, keine Einwände gegen eine verkürzte Beratungsfrist für das geplante Gesetz im Parlament zu erheben. Ihre Zustimmung zu den Hilfen selbst will die Opposition aber von der Erfüllung von konkreten Bedingungen durch die Bundesregierung abhängig machen.

Man sollte ganz genau hinschauen, was da genau jetzt verabschiedet wird. Ob im “Eilverfahren” Zeit genug da ist, um auch das “Kleingedruckte” zu lesen?

Und es sollte auch genau hingeschaut werden im Rückblick, ob dieses Eilverfahren bewusst provoziert worden ist. Dass Griechenland Hilfe brauchen wird, weiss man ja nicht erst seit heute?

Weiter sollte auch JETZT genau festgelegt werden, wie man auf zukünftige Krisen anderer Länder reagieren wird. Portugal, Spanien und weitere Staaten könnten in Kürze auch die Hand aufhalten. Was dann? Wieder bis zum letzten möglichen Tag warten, um dann im “Eilverfahren” das Gesetz zur Portugal-Hilfe durch Bundestag und -rat zu peitschen?

Andere Seiten gehen ebenfalls mit der Regierung hart ins Gericht:

MMNews schreibt z.B.: “Milliarden für Athen: Sollte die Bundesregierung einer solchen Hilfe zustimmen, so muss sie im Parlament die Vertrauensfrage stellen. Frau Merkel muss sich dann entweder dieser Vertrauensfrage sofort stellen oder zurücktreten. ” [2]

Und für Infokriegernews ist klar: “In der systematisch durch die Finanzmächte erzeugten Griechenland-Krise zeigen nun die “Parteien” der schwachen Demokratie in Deutschland wieder einmal ihre wahres Gesicht: erneut soll die Berliner Republik zur Ader gelassen und durch die Banken endgültig kalt erwürgt werden.” [3]

Quellen:
[1]: Tagesschau.de: Schnelle Griechenland-Hilfe – Opposition macht Weg frei für Eilverfahren
[2]: MMNews: Merkel gefährdet die Zukunft Deutschlands
[3]: Infokriegernews: Und am Montag Hochverrat

Griechenland:

Handelsblatt: Die Banken sind Griechenlands Achillesferse

FTD: Risikostaaten – Diese Schuldenländer brauchen frische Milliarden (Sorgen über Portugal, Irland aber auch Spanien, Italien und Großbritannien)

Welt: Staatsbankrott – Reiche Griechen bringen ihr Geld ins Ausland

SPIEGEL: Griechenland verschärft seinen Sparkurs

DasGelbeForum: Es brennt lichterloh. Bank Run in GR auf vollen Touren – Gefahr für alle europäischen Banken (Bericht der Userin Gaby – mit Hinweis auf die Gefahr von Bankruns in anderen Ländern wie z.B. Portugal. Werden in einem europäischen Staat die Banken geschlossen, kann alles ganz schnell gehen. Dann sollte sich jeder überlegen, ob er kurzfristig sein Geld noch auf dem Bankkonto liegen lassen will. )

Portugal:

SPIEGEL: Drohender Dominoeffekt – Portugal fürchtet den Panikmarkt

USA:

FTD: Krisenprophet – Roubini sieht USA in Gefahr

Geldanlage:

Handelsblatt: Geld anlegen, aber wo?: Die Antwort lautet: Gold! (Bericht vom European Asset Management Congress, wo Gold und erstklassige Aktien empfohlen wurden)

Banken:

Handelsblatt: Engagement in „Pleitestaaten“: Die milliardenschweren Sorgen der Banken

News-Mix:

SPIEGEL:  iTunes App Store – Wie Apple Inhalte zensiert (Darum der ganze Hype? Welcher Kunde steht auf sowas?)

Heise: Innenminister wegen Plädoyer für Websperren in der Kritik (… und das zu Recht)

Telepolis: Bravo, Frau Kanzlerin! Merkel löst Flächenbrand aus (Der Autor sieht das “Wahlkampfgeplänkel” in NRW als Ursache dafür, “dass Griechenland vor der Pleite und Portugal sowie nun auch Spanien vor ernsten Problemen stehen”.)

Spanien:

SPIEGEL: Ratingagentur S&P stuft auch Spanien herab

Portugal:

Handelsblatt: SOS aus dem Armenhaus Europas

Griechenland:

SPIEGEL: Staatspleite-Szenario – Griechen-Krise lässt Weltbörsen taumeln

Handelsblatt: Spitzentreffen in Berlin – Angst vor Flächenbrand drängt Athen-Retter zur Entscheidung

Warum musste es überhaupt soweit kommen, dass man jetzt in Panik reagieren muss?

Handelsblatt: Deutsche Banken fürchten den „Hair-Cut“

In der aktuellen Diskussion wird immer wieder die Frage gestellt, wie es nur zur Finanzkrise kommen konnte. Es wird sich beklagt über die Gier der Manager, die Gier der Anleger und Hedgefonds. Aber das allein ist nicht alles, denn die Gier nach möglichst hohen Renditen gab es eigentlich schon immer. Oder hätte man sich früher schon mit weniger als möglich freiwillig zufrieden gegeben?

Im Zusammenhang mit den aktuellen Ermittlungen gegen Goldman Sachs und anderen Investment Banken kommt jetzt immer mehr ans Tageslicht. Wie Diepresse.com berichtet, gibt es bei den Ermittlungen ein erstes Zwischenfazit [1]:

Die Rating-Agenturen frisierten Bewertungen für Großkunden, und Goldman Sachs verdiente anfangs bestens am Immobilienkollaps.

U.a. wurden E-Mails gefunden, welche die Interessenskonflikte zwischen den größten Ratingagenturen und den Investment Banken offenbaren. Auf den 500 Seiten, die jetzt der Untersuchungsausschuss des US-Kongresses veröffentlicht hat, wird der Druck deutlich, unter dem schon ab 2005 die Ratingagenturen durch den starken Konkurrenzkampf standen. Allem Anschein nach nutzten das ihre Kunden, die Banken, schamlos aus und erpressten möglichst gute Ratings für ihre Finanzprodukte.

Was ein hoher Moody’s-Manager 2007 an seine Vorgesetzten schrieb, ist entlarvend: “Unsere Fehler legen nahe, dass wir entweder bei der Kreditanalyse unfähig sind oder unsere Seele dem Teufel verkauft haben, um mehr Umsatz zu machen – oder beides.”

Auch in den E-Mails von Goldman Sachs wurden die Ermittler fündig. Es konnten eindeutige Hinweise dafür gefunden werden, dass man selbst gegen(!) eigene hypothekenbesicherte Wertpapiere erfolgreich spekuliert und damit “richtig Geld” gemacht hat. So konnte man mit Leerverkäufen mehr Geld verdienen, als man durch die Hypotheken-Krise verloren hat.

Und in einer Mail des Finanzvorstands David Viniar vom Dezember 2006 heisst es: “Lasst uns die Dinge aggressiv verteilen, also das Risiko verringern, denn der Markt wird noch stärker in Not geraten – und von den Möglichkeiten, die sich daraus ergeben, wollen wir profitieren.”

Man kann gespannt sein, welche oder ob überhaupt juristische Konsequenzen aus diesen Vorgängen den Verantwortlichen drohen werden.

Quellen:
[1]: DiePresse.com: E-Mails enthüllen Wahrheiten über die Bankenkrise

Landtagswahl in NRW:

Telepolis: Alle Optionen offen in NRW

Portugal:

Handelsblatt:  Kreditwürdigkeit Portugals und Griechenlands im freien Fall

FTD: Herabstufung von Portugal und Griechenland erschüttert Märkte

Griechenland:

Handelsblatt: Geheimgespräch geplant: Griechenland-Hilfe spaltet deutsche Regierung

FTD: Zögerliche Hilfe – Pleiteangst treibt Griechenzinsen auf 15 Prozent

Welt: Kreditwürdigkeit – Griechenland kann kein Geld mehr aufnehmen

Goldman Sachs:

SPIEGEL: US-Abgeordnete fordern Ausweitung der Goldman-Ermittlungen

FTD: Betrugsvorwurf – Goldman-Banker gibt sich kämpferisch

Afghanistan-Krieg:

SPIEGEL: Afghanistan-Debatte – Die schmutzige Wahrheit

Internet-Sperren:

Heise.de: EU-Innenpolitiker hinterfragen Vorstoß zu Websperren

Krieg:

Hintergrund.de: Guttenberg stimmt auf künftige Militärinterventionen der Bundeswehr ein (Weiss er schon, wo es hingeht?
Vgl. auch: Youtube – Trauerfeier Selsingen – Rede von Verteidigungsminister Guttenberg: Teil 1 und Teil 2 )

Goldman Sachs:

FTD: Vorladung vom Senat – Goldman-Chef Blankfein vor Spießrutenlauf

Griechenland:

Handelsblatt: Griechischer „Hair-Cut“ birgt große Gefahr für die Banken

FTD: Merkel stellt Griechen Bedingungen

Blick Log: “Rettung” Griechenlands kostet Deutschland höchstens 500 Mio. Euro (Anm.: Aber nur im Idealfall?)

Aktien:

Handelsblatt: Charttechniker: „Eine drastische Korrektur steht bevor“

Euro:

Handelsblatt: Währungsunion – Die richtige Nagelprobe für die Euro-Zone kommt erst 2011

Japan:

FTD: Angst vor Staatspleite – Japan – das Hellas Asiens

Währungsreform:

Aerzteblatt.de: Börsebius: Kommt die Deutsche Mark wieder?

Finanznachrichten.de: Wirtschaftswissenschaftler Gerke: “Wir brauchen den Drachmen wieder” / Lafontaine fordert europäische “Wirtschaftsregierung”

Griechenland:

Gegenfrage.com: Die PIGS sind eigentlich die “PIGSBISGULIWURM”

Handelsblatt: Das Hilfspaket könnte erst der Anfang sein

FTD: Schäuble lässt Griechen zappeln

SPIEGEL: Griechenland braucht noch mehr Geld

Telepolis: Deutsche Ökonomen und die Griechenlandkrise

Großbritannien:

Handelsblatt: Wirtschaft enttäuscht sogar Pessimisten (nur 0,2% Wachstum im ersten Quartal)

USA:

Gaertner’s Blog: US-Firmen nutzen vermehrt Kunstgriff zur Befreiung von Immobilienschulden

Wirtschaftsfacts.de: US-Metropolen: Freier Fall setzt sich fort

Eine interessante Entwicklung kann man die letzten Tage beobachten. Es melden sich auf einmal immer mehr Politiker, die einen Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone fordern.

So hat gerade erst die FDP den Griechen den Euro-Austritt empfohlen:
Handelsblatt: FDP legt Griechen Euro-Austritt nahe

Frank Schaeffler (FDP) wurde die Tage von Michael Mross (mmnews.de) interviewt und meinte zum Ende des Gesprächs hin:
“Das beste Rezept für Griechenland ist, dass es aus der Währungsunion austritt, freiwillig austritt, seine Währung abwertet und sich mit seinen Gläubigern über ein Moratorium seiner Schulden verständigt. Das ist die einzige Lösung. Sie wird auch kommen, die Frage ist nur, zu welchem Zeitpunkt. (…)
Ich glaube, dass es sowohl ökonomisch als auch rechtlich falsch ist, Griechenland zu helfen. Rechtlich sagen die Verträge klar, dass man nicht helfen darf. Und ökonomisch lösen die kurzfristigen Darlehen, die man Griechenland in Aussicht stellt, nicht deren Problem.”

Youtube: Frank Schaeffler FDP zu Geldsystem und Griechenland

Und jetzt kommen ähnliche Forderungen aus den Reihen der CSU:

RP: CSU schlägt Austritt Griechenlands aus Währungsunion vor

Das ZDF behandelte jetzt in einer Spezialsendung das Thema “Euro in Gefahr? Griechenland fordert Finanzhilfen”.

Dabei wurde im Studio auch der langjährige Euro-Kritiker Prof. Wilhelm Hankel interviewt.

Hier ein Auszug der Aussagen von Hankel:
=> Im Grunde geschieht hier eine Ungeheuerlichkeit. Diese Zahlungen sind nach dem Vertrag illegal, die dürfen nicht sein. Die Bundesregierung leistet Zahlungen ohne parlamentarische Ermächtigung.
=> Herr Hankel will erneut vor das Bundesverfassungsgericht ziehen dagegen.

Anschließend wird u.a. auf die Angst vor Inflation eingegangen. Ulrich Kater von der DeKaBank meint, in den nächsten ein zwei Jahren gingen wahrscheinlich die Inflationsraten noch zurück, weil “die Wirtschaft zuwenig ausgelastet ist”. Erst 2013, 2014 ist die Frage, wie hoch die Inflation dann steigen wird, denn sie wird steigen.

Hier kann man sich die Sendung in der ZDF-Mediathek ansehen:
ZDF-Spezial: Euro in Gefahr? Griechenland fordert Finanzhilfen

Währungsreform:

Hartgeld.com: Baldige Währungsreform in Deutschland? (mit Update vom 22.04.2010 / Anm.: Über den genauen Zeitpunkt kann weiter spekuliert werden, die Indizien deuten daraufhin, dass es in wenigen Wochen soweit sein könnte.  Eindeutig ist das alles natürlich nicht, sonst würden wohl jetzt schon alle Insider aus dem Euro fliehen. )

Griechenland:

Handelsblatt: Griechenland aktiviert „Rettungsmechanismus“

Dradio.de: Griechenland will offenbar noch heute formellen Hilfsantrag stellen

Deutschland:

Handelsblatt: Ifo-Index klettert auf Zwei-Jahres-Hoch (die Stimmungslage lt. Umfrage ist also wieder gut / folgt jetzt auch ein realer Aufschwung? )

Börsenaufsicht:

FTD: SEC-Untersuchung – Pornos statt Finanzaufsicht (die hatten also besseres zu tun, als Banken zu kontrollieren / oder sollten/mussten die sowieso wegschauen und hatten einfach Langeweile?)

Staatsschulden:

DiePresse.com: “Todesfalle Schulden”: Staaten droht Teufelskreislauf

Afghanistan-Krieg:

N-TV: Ausschuss auf dem HöhepunktBefragung Guttenbergs begonnen

Griechenland:

Handelsblatt: Defizit-Schock lässt griechische Anleihen kollabieren

Handelsblatt: Eurostat: Griechen-Defizit wesentlich höher als bekannt (auch aktuelle Zahlen werden bezweifelt, DAX dreht ins Minus)

Handelsblatt: Griechische Anleihen fallen ins Bodenlose

Handelsblatt: FDP legt Griechenland Austritt aus der Euro-Zone nahe (das sagt immerhin jemand aus einer Partei der Bundesregierung)

FTD: Kommentar: Goodbye Griechenland (GR sollte lt. Autor die Hilfen von EU und IWF schnellstmöglich annehmen)

Belgien – Regierungskrise:

FTD: Belgiens Regierung steht vor dem Aus

Das Handelsblatt hat ein ausführliches Interview mit “Mr. Dax” Dirk Müller über die Entwicklung der Finanzkrise, ihr aktueller Stand und seine Forderungen nach Konsequenzen veröffentlicht.

Hier ist eine Liste der wichtigsten Statements aus dem Internet:

“Nein, es gibt sicherlich keine Entwarnung denn kaum ein Problem wurde gelöst – die meisten wurden lediglich verschoben.(…)”

“Zu den kritischsten Momenten in Deutschland zählten die Stunden, bevor die Kanzlerin die Garantie für das Ersparte der Bürger ausgesprochen hat. In diesem Moment stand alles für wenige Stunden vor dem Zusammenbruch - der Sturm auf die Banken hatte bei uns bereits begonnen.

“Die amerikanischen Notenbank (ist der größte Gewinner in der Krise), die ihre Befugnisse erneut stark erweitern konnte.”

Außerdem fordert Müller die Abschaffung der FED, deren Gründung seiner Meinung nach 1913 einem Staatsstreich ähnelte. “Die Fed ist nach wie vor im wirtschaftlichen Besitz der großen amerikanischen Banken, die somit faktisch ihre eigenen Leitzinsen bestimmen und das Geld des Staates beherrschen.”

Auch eine mögliche Manipulation der Märkte durch die FED bestätigt Müller:”Die Existenz der Plunge Protection Teams (offizieller Name: Working Group on Financial Markets) ist kein Mythos, sondern ein nachweisbarer Fakt.”

Ebenfalls interessant:

“Den Einfluss von Goldman Sachs (auf die US-Regierung) kann man nicht überschätzen.”

Den IWF bezeichnet Müller als “verlängerten Arm der USA”, über den sie in die europäische Region hineinregieren können. Daher ist das Einbinden des IWF in die Rettungspläne für Griechenland seiner Meinung nach ein großer Fehler.

Nach Griechenland erwartet Müller große Probleme für Portugal, Spanien und anschließend Großbritannien.

Hier kann man sich das ganze Interview durchlesen:

Handelsblatt: Interview mit Dirk Müller: „Alles stand vor dem Zusammenbruch“

Griechenland:

Wirtschaftsfacts.de: Roubini: Griechische Schuldenkrise wird zu Flächenbrand

Betrugsklage gegen Goldman Sachs:

Handelsblatt: Abrechnung mit den Titanen der Wall Street

Manager Magazin:  “I’m short your house” (Jetzt auch Vorwürfe gegen Deutsche Bank?)

Wirtschaftsquerschuss: “Goldman Sachs – ein riesiger Hedgefond!” (mit aufschlussreichen Details zum zuletzt von GS gemeldeten Rekordergebnis)

Volkswagen:

FTD: Gewinnsprung – Volkswagen sprintet aus der Krise

Handelsblatt: VW braust mit Vollgas aus der Krise

Flugverbot:

SPIEGEL: Normalisierung des Flugverkehrs dauert noch Tage

Goldman Sachs:

N-TV: “Moralischer Bankrott” – Goldman verdient Milliarde

FTD: Goldman – Dämon der Wall Street (Endlich härteres durchgreifen der US-Regierung? Fast zu schön, um wahr zu werden.)

Handelsblatt: Gewinn fast verdoppelt – Goldman Sachs hat es mal wieder allen gezeigt

Flugverbot wegen Vulkanausbruch:

SPIEGEL: Luftraumsperren gelockert – Ferienflieger holen Zehntausende Touristen zurück

WELT: Flugverbote treffen Autoindustrie mit voller Wucht

Deutschland:

SPIEGEL: FDP-Krise – Westerwelle geht aufs Ganze, will über 10% bei der Landtagswahl in NRW holen (warum nicht gleich das Comeback vom “Projekt 18″?)

Das ist wohl eine der Tücken der Globalisierung, Just-in-Time-Produktion und Outsourcing von Teilen der Produktion ins billigere Ausland:

Sobald die Logistik-Kette reisst, stehen die Bänder still.

So berichtet u.a. die Tagesschau, dass BMW die nächsten Tage seine Produktion aufgrund fehlender wichtiger Teile nach und nach anhalten muss:

Tagesschau: Flugverbote stoppen die Produktion bei BMW

Ob jetzt die Flugverbote aus Sicherheitsgründen nun notwendig waren oder nicht – man sieht an diesem Beispiel, wie abhängig viele Industriebetriebe davon sind, dass die Logistik zwischen den Werken funktioniert.

Von den ganzen Arbeitern in der Wirtschaft, die jetzt nicht rechtzeitig an ihren Arbeitsplatz zurückkehren konnten, wollen wir jetzt gar nicht reden. Je knapper da die Personaldecke ist, desto schneller kann das auch zu Beeinträchtigungen in der Produktion führen. Aber die gleiche Situation hätte man ja auch, wenn mal ein “Schweinevögelgrippevirus” grassieren würde, oder?

Lt. eines Berichts der „Emder Zeitung“ hat der ehemaligen Grünen-Politiker Oswald Metzger (jetzt bei der CDU) während eines Vortrags vor den Mitgliedern eines lokalen Arbeitgeberverbands öffentlich auf die Gefahr einer drohenden Währungsreform hingewiesen.

Kernthema des Referats soll gewesen sein:

„Die wirtschaftliche Lage ist schlimmer als es manche glauben wollen und viel schlimmer als es sich die Politik traut, den Bürgern zu sagen.“

Metzger wettert in seinem Vortrag gegen falsche und unrealistische Versprechungen seitens der Politik, man müsse stattdessen „Zumutungen zumuten“, auch wenn dann die eigene Abwahl droht.

Den Volksentscheid sieht er als eine Möglichkeit, den Parteienfilz aufzuweichen.

Schließlich kommt Metzger darauf zu sprechen, dass eine Inflation und Währungsreform droht.

„Dieses Szenario wird in den USA längst diskutiert. Hier nicht”, sagt Metzger. Er will der „Katastrophe” aber ausdrücklich ins Auge sehen: „Damit würde eine Massenenteignung liquider Sparformen drohen.” Alles, was die Menschen angespart haben, werde dann enteignet, um damit den Staatshaushalt zu retten.

Metzger fordert als Antwort darauf eine „Blut-Schweiß- und Tränenpolitik“, um die drohenden Probleme anzugehen und sich nicht mehr an ihnen „vorbeizumogeln“.

Zur Zeit hat Metzger kein Parlamentsmandat, insofern könnte es ihm etwas leichter fallen, offen auf die aktuellen Missstände hinzuweisen. Außerdem kann man sich natürlich auch darüber persönlich profilieren. Sein Vortrag bekam am Schluss lt. des Zeitungsartikels jedenfalls großen Beifall.

Trotzdem ist es bemerkenswert, aktuell solche deutlichen Worte aus dem Mund eines Berufspolitikers zu hören.

Quelle:
[1]: Emder Zeitung: Plädoyer wider die Volksverdummung

Währungsreform:

Hartgeld.com: Walter Eichelburg – Baldige Währungsreform in Deutschland? (PDF, Die Anzeichen dafür verdichten sich)

Griechenland:

Handelsblatt: Neuer Kursabsturz – Misstrauen gegenüber Griechenland erreicht neue Höchstwerte

Flugverbot:

SPIEGEL: Diskussion um Flugverbot (Forscher widersprechen Vorwürfen, es würde nicht ausreichend gemessen werden / Uneinigkeit über die Bewertung der Gefahr für Flugzeuge / Schäden an finnischen Kampfjets?)

Handelsblatt: EU-Hilfevorstoß sorgt für Streit in Berlin

SPIEGEL: EU erleichtert Hilfen für notleidende Airlines

SPIEGEL: Luftfahrtverband wütet gegen Europas Regierungen

WELT: Aschewolke treibt erste Airlines in die Pleite

Infokriegernews: Bald Sperrung des Internationalen Luftraums?

Landtagswahl in NRW:

SPIEGEL: Lafontaine bietet SPD rot-rotes Bündnis an (bisher schließt das aber SPD-Spitzenkandidatin Kraft aus)

Goldman Sachs:

FAZ: Skandal an der Wall Street

Kurzarbeit:

Handelsblatt: Entlastung bis März 2012: Kompromiss bei Kurzarbeitergeld

Flugverbot wegen Vulkanasche:

SPIEGEL: Wirrwarr um Flughafen-Schließungen: Auf, zu, auf, zu (Erneut Flugverbot auf deutschen Flughäfen)

SPIEGEL: Drehkreuz Frankfurt ist wieder offen – vorläufig (Luftraum über ein Teil der Flughäfen in Deutschland vorläufig wieder freigegeben: Frankfurt, Berlin, Erfurt, Leipzig und Hannover / Hamburg noch nicht)

WELT: Flugsicherung öffnet auch Frankfurter Airport

WELT: Lufthansa greift Behörden wegen Flugverbot an

FTD: Wetterdienst weist Kritik am Flugverbot zurück

N-TV: Tief “Queen” bringt neue Asche (bereits Dienstag neue Aschewolke über Europa möglich)

Tagesschau: Luftaufnahmen vom Vulkan Eyjafjallajökull

Euro / D-Mark:

Welt: Bekommen wir unsere D-Mark zurück? (mit Umfrage: “Möchten Sie statt mit dem Euro lieber wieder mit D-Mark bezahlen?”, Zwischenstand: JA=71%, NEIN=29%, 14295 Stimmen)

Griechenland:

N-Tv: Asche-Wolke gefährdet EU-Treffen / Griechisches Defizit noch höher