Archiv für April 2010
Die Tage war Uwe Dolata bei der Sendung “Aufgemerkt! Pelzig unterhält sich” (ARD) bei Frank-Markus Barwasser zu Gast. Hauptthema des Gesprächs war in etwa “Korruption, Politik und organisierte (Wirtschafts)kriminalität in Deutschland”.
Hier sind einige besonders interessante Aussagen aus dem Interview:
=> Die Gesundheitsbranche weist mafiose Strukturen auf, sind einer organisierten Kriminalität zuzurechnen.
=> Es wird dagegen aber zu wenig vorgegangen, weil die Pharmalobby einfach zu stark ist. Die hat auch die Politiker im Griff, die sind praktisch nur noch Marionetten.
=> Der neue Gesundheitsminister Rösler wird auch als Bettvorleger landen.
=> Lt. OECD galt Deutschland schon in der Mitte der 90er Jahre als korruptes Land der Erde.
=> Es ist schlimmer, als uns allgemein, auch in den Medien, vermittelt wird.
Hier ist das ganze als Video auf Youtube:
Vulkanausbruch auf Island:
FTD: Wirtschaft drohen Millionenschäden
FTD: Was die Asche mit uns macht (Asche ist nur in einer sehr hohen Konzentration gefährlich für die Gesundheit / Es wird jedoch empfohlen, sich drinnen aufzuhalten, wenn sich die Asche auf dem Boden absetzt / Auch wer an Asthma leidet, sollte sich der Asche nicht direkt aussetzen)
SPIEGEL: Was der Ascheregen für unser Klima bedeutet
Infokriegernews: Interview mit renomiertem Vulkanologen zum Vulkanausbruch in Island
ef: Vulkanausbruch: Was steckt wirklich hinter den Flugverboten? (Hinweise auf Terror-Alarm?)
Goldman Sachs:
FTD: SEC klagt Goldman Sachs an
Handelsblatt: US-Behörden klagen Goldman Sachs wegen Betrugs an
EU:
Medien-Kritik:
Mein-Parteibuch.com: Kriegshetze in der Tagesschau gerät zur zynischen Satire
=> bezieht sich auf: Tagesschau: Kommentar zum Afghanistan-Rückzug: “Sofort raus” ist kein vernünftiges Konzept (von Ulrike Bosse, NDR) mit interessanten Kommentaren unter dem Artikel
USA:
Wirtschaftsfacts.de: US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe zeigen Realität am Jobmarkt (das sieht nicht gut aus)
Internet:
Netzpolitik.org: Failed state USA: Censilia und die Meldestellen
re:publica 2010 (Blogger-Konferenz, 14.-16.04. in Berlin)
dazu: TAZ: Wo Blogger übers Bloggen bloggen (liest sich teilweise wie ein Bericht über die ungeliebte “Konkurrenz”)
Frankreich:
Saarbrücker Zeitung: Riesen-Lücke in Frankreichs Rentenkasse
PIGS-Staaten:
FTD: Pleite-Angst überträgt sich auf Portugal und Spanien
China:
FTD: Warum Chinas Wirtschaft so stark wächst (die chinesische Volkswirtschaft zwischen Boom und Absturzgefahr)
Bankenkrise:
Handelsblatt: HSH Nordbank fürchtet ihre faulen Kredite
Griechenland:
Handelsblatt: Bert Flossbach im Interview:”Griechenland muss pleitegehen”
Focus: Griechenland bittet um neue Gespräche mit EU und IWF
Frühjahrsgutachten:
SPIEGEL: Wirtschaftsforscher zerpflücken Steuerpläne der Koalition
Island Vulkanausbruch:
SPIEGEL: Vulkanasche-Wolke stoppt Flüge über Europa
Welt: Frankfurter Airport soll für Heathrow einspringen
Handelsblatt: Eurocontrol schließt Teile des deutschen Luftraums
Internet-Zensur:
Netzpolitik.org: Realitycheck: Censilia in der FAZ
Sueddeutsche: Bürgerrechtler am Bildschirm (Der Artikel über Markus Beckedahl liest sich “zwischen den Zeilen” ziemlich abwertend. Motiv: unbekannt.)
Schweinegrippe:
Schweizer TV-Sender: Geschäft mit Schweinegrippe (Pharmaindustrie verbuchte gewaltige Gewinne mit einer Katastrophe, die niemals stattfand. Steckt die WHO mit der Industrie unter einer Decke?)
EU(-Zentralregierung):
FTD: EU will in Staatsbudgets eingreifen
Überwachungsstaat:
FTD: Wie der Fiskus Steuerzahler ausforscht (Gerichte können die staatliche Neugier kaum bremsen – soviel zum Thema “Richtervorbehalt”)
Börse:
Handelsblatt: Morgan Stanley schockt Fondsanleger mit Riesenverlust
Griechenland:
Handelsblatt: Die griechische 30-Milliarden-Lüge (Notfall-Programm für Griechenland deutlich teurer als bisher bekannt?)
China:
Welt: 400 Tote, 10.000 Verletzte bei Erdbeben in China (angeblich Stärke bis 7,1)
Wirtschaftsfacts.de: China: Erste Leerverkäufer setzen auf Platzen der Blase
Dazu passend: Manager Magazin: Chinesische Banken könnten 52 Milliarden Euro benötigen
AlJazeera: China’s empty city (Video, Bilder einer Immobilienblase?)
Landtagswahl in NRW:
Internet:
Diskussion zwischen CCC-Sprecher Frank Rieger und Publizist Christian Heller über das Thema:
“Ist Privatsphäre für uns überhaupt noch relevant?”
China:
Handelsblatt: Chinas Banken brauchen über 50 Milliarden Euro
Oder noch mehr? FTD: Chinas größte Geldhäuser brauchen 70 Mrd. Dollar
FDP:
FTD: Wie das große Steuerversprechen zerbröselte
Handelsblatt: Schrumpf-Konzept der FDP überzeugt Ökonomen nicht
Iran:
Hier ist wieder mal ein interessantes Interview von Michael Grandt mit dem Euro-Kritiker Prof Dr. Wilhelm Hankel:
“Der am besten organisierte Finanzschwindel aller Zeiten!”
In diesem Artikel stellt die FAZ den “Brandbekämpfer” Jörg Asmussen vor:
FAZ: Porträt: Jörg Asmussen – Der Brandbekämpfer
Zum Glück wird diese doch arg beschönigende Darstellung seiner Person von vielen Lesern durchschaut, wie man an den Kommentaren unter dem Artikel ablesen kann, hier ein Auszug:
So funktioniert Kleptokratie [10]
Hans Meier (HansMeier555)Mit der Kleptokratie ist es genau wie mit der Demokratie: Ohne freie Qualitätspresse kann sie nicht funktionieren.
—
Brandbekämpfer? Hahaha – lange nicht mehr so gelacht! [11]
Heinrich-Friedrich Karl (Heinrich_Friedrich_Karl)Das ist ja eine völlige Verdrehung der Wirklichkeit. Seit wann nennt man jemanden einen Brandbekämpfer, der, anstatt das Feuer wirklich auszutreten, dem Feuer immer wieder neue Nahrung gibt (in Form staatlichen Garantien für sich verspekulierende Banken und Kreditzusagen für bankrotte Staaten)? — Die Chance, sich als Brandbekämpfer zu präsentieren, hat Herr Asmussen längst verpasst. Wäre er hart geblieben, als es um die “Rettung” der HRE ging, hätte er sich den Titel zu Recht verdient. Aber statt dessen machte die HRE, nachdem sie die Staatsgarantie sich hatte, munter weiter und verspekulierte sich erneut mit griechischen Staatspapieren, wofür jetzt wiederum der deutsche Steuerzahler aufkommen muss.— Die Bezeichnungen Löschmaßnahmenverhinderer oder Brandbeschleuniger würden besser zu Herrn Asmussen passen!
—
Vorschlag zu einer alternativen Überschrift dieses Artikels: [55]
T. Durden (Allespeanuts)Der Brandbeschleuniger !
—
usw.
Man merkt, so langsam wachen die Leute auf. Und immer weniger lassen sich von den Massenmedien manipulieren.
Der Tagesspiel befragte den Wirtschaftsprofessor Joachim Starbatty zur aktuellen Griechenlandkrise und möglichen Hilfen seitens der EU.
Starbatty befürchtet eine Zerreißprobe für den Euro wegen der Ungleichheiten zwischen Abwertungs- und Aufwertungsländern.
Die Griechenlandkrise ist für ihn, auch mit dem neuen Nothilfsplan noch nicht ausgestanden:”Griechenland wackelt, um es ganz vorsichtig zu formulieren. Und wenn Griechenland als Schuldner ausfällt, weil es seine Schulden nicht mehr bezahlen kann, dann hat das natürlich Konsequenzen für alle anderen und damit für das System insgesamt.”
Den Griechen rät Starbatty, die Währungsunion zu verlassen und die Drachme abzuwerten. Damit könnte man wieder konkurrenzfähig werden. Und man muss nicht den harten Weg über binnenwirtschaftliche Maßnahmen gehen, die zu einer schweren Rezession führen können und Griechenland dann die Kreditfähigkeit endgültig verlieren lässt.
Quelle:
Tagesspiegel: “Wenn Geld für Griechenland fließt, klage ich”
In einem Interview mit dem Handelsblatt legt Ekkehard Wenger, Wirtschaftsprofessor an der Uni Würzburg, Deutschland einen Ausstieg aus der europäischen Währungsgemeinschaft nahe. So wie jetzt handeln die Euro-Staaten seiner Meinung nach gegen die ökonomische Vernunft.
Das Notfallpaket für Griechenland ist für Wenger “ein weiterer Schritt nach unten auf einer insgesamt abschüssigen Stecke”. Für ihn ist das ein “Fass ohne Boden”, solange nicht parallel Reformen wie z.B. ein Heraufsetzen des Renteneintrittsalters durchgeführt werden.
Die EU-Hilfen können maximal kurzfristig für Beruhigung an den Märkten sorgen. Spätestens beim nächsten Konjunkturabschwung hätte man die gleichen Probleme wie jetzt.
Auf Dauer sei die europäische Gemeinschaftswährung nicht mehr zu finanzieren. Ehe die schwachen Euro-Länder die starken mit in den Abgrund ziehen, sollte ein Austritt von starken Ländern wie Deutschland ernsthaft erwogen werden.
Quelle:
Handelsblatt: Interview mit Ekkehard Wenger: “In zehn Jahren existiert die Euro-Zone nicht mehr”
