Archiv für die Kategorie „Gesellschaft“

Für 24 Stunden wollen Tausende Griechen heute die Arbeit niederlegen und gegen den radikalen Sparkurs ihrer Regierung protestieren.
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Fast die gesamte Welt schaut aktuell nach Nordafrika und den Nahen Osten, dabei finden auch in anderen Teilen der Welt immer mehr Massenproteste statt. Z.B. in Indien, wo jetzt in der Hauptstadt Neu-Dehli mindestens 100.000 Menschen gegen Arbeitslosigkeit und hohe Lebensmittelpreise auf die Straße gegangen sind.

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Während alle Welt nach Libyen schaut, legen die Griechen heute erneut das Land mit einem Massenstreik lahm. Damit will man gegen unpopuläre Arbeitsmarkt-Reformen und Sparpläne der Regierung demonstrieren.

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In einem interessanten Interview mit dem Deutschlandfunk relativiert der Journalist und Blogger Philip Rizk die Rolle von Twitter, Facebook & Co. bei den aktuellen Unruhen in Ägypten. Auch berichtete Rizk von den Einschüchterungsversuchen seitens des Regime von Präsident Mubarak.

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Gerade noch wurde vermeldet, die Abstiegssorgen der Mittelschicht seien ja statistisch unbegrendet. Und heute schon gibt es wieder Horrormeldungen zum Thema Armut. Wie das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung in seinem Wochenbericht [1] verkündet, leben bereits über 11 Millionen Menschen bei uns unter der Armutsgrenze.

Weiterhin hohes Armutsrisiko in Deutschland:
Kinder und junge Erwachsene sind besonders betroffen
In Deutschland sind 14 Prozent der Bevölkerung oder 11,5 Millionen Menschen von relativer
Einkommensarmut bedroht. Dies betrifft vor allem Haushalte mit Kindern und
jungen Erwachsenen. Auch Alleinerziehende mit minderjährigen Kindern weisen mit
über 40 Prozent weit überdurchschnittliche Armutsrisiken auf. Zielgruppenspezifische
Programme wie der Ausbau der Kinderbetreuungsinfrastruktur, die Einführung
des Elterngeldes oder der Pflegeversicherung können das Armutsrisiko senken.

Dabei hat die Zahl der in Armut lebenden Personen um rund ein Drittel zugenommen. Allerdings je nach Alter unterschiedlich stark.

Das geringste Risiko der Einkommensarmut zeigt sich bei Erwachsenen im Alter von 46 bis 55 Jahren. (…)
In den ersten Jahren nach einer Verrentung (Altersgruppe der 66- bis 75-Jährigen) fällt das Armutsrisiko
ebenfalls unterdurchschnittlich aus. Im höheren Lebensalter ab 76 Jahren erreicht es wieder den Wert für die Bevölkerung insgesamt, unter anderem bedingt durch die kürzere  Lebensdauer von Männern und den damit verbundenen höheren Anteil von Witwen mit häufig etwas geringeren Alterseinkünften.
Zum Teil weit überdurchschnittliche Armutsrisiken
sind hingegen bei Kindern und insbesondere bei jungen Erwachsenen zu beobachten. Im Jahr 2008 lebten knapp ein Viertel der Erwachsenen im Alter von 19 bis 25 Jahren in Haushalten mit einem verfügbaren Einkommen unterhalb der Armutsschwelle. (…)

Wenn man bedenkt, dass Kinder und Jugendliche unsere Zukunft sind, rollt da noch einiges auf uns zu.

Quelle:
[1]: http://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.347305.de/10-7.pdf

Wie die Financal Times Deutschland [1] heute vorrechnet, ist die Mittelschicht weit weniger vom Absturz ins Arbeitslosengeld II betroffen, als dort befürchtet wird.

Hartz IV betrifft die Mittelschicht fast überhaupt nicht: Gerade einmal 0,3 Prozent der Empfänger von Arbeitslosengeld II verdienten bei ihrem letzten Arbeitgeber mehr als 3000 Euro brutto im Monat. Und gar nur jeder 1000. kam auf wenigstens 3500 Euro, wie eine noch unveröffentlichte Berechnung des Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) zeigt. Der Durchschnittslohn von Vollzeitbeschäftigten in Deutschland liegt bei 3100 Euro.

Na dann ist ja alles gut, da werden ja z.B. die ganzen „Mittelschichtler“ jenseits der 45-Jahresgrenze nun aufatmen können. Genauso wie die „gefühlte“ Inflation scheint auch der Eindruck, dass die Mittelschicht vom sozialen Abstieg bedroht ist, völlig „falsch“ zu sein, jedenfalls wenn man nach diesem Artikel geht.

Zwar stammt die Stichprobe der IZA-Berechnung aus dem Jahr 2007, weil jüngere Daten noch nicht vorliegen. Trotz der Zeitverzögerung seien die Zahlen aber ein verlässlicher Indikator, urteilt das Institut: „Ehemalige Mittel- und Gutverdiener sind bei Hartz IV ein absolutes Randphänomen“, sagte IZA-Arbeitsmarktdirektor Hilmar Schneider dem Wirtschaftsmagazin Capital.

Naja, 2007 oder 2008 oder 2009… Sowas wäre ja nur von Belang, wenn wir gerade in einer schweren Wirtschaftskrise wären…

Bereits unter den Beziehern von Arbeitslosengeld I sind Besserverdiener eine kleine Minderheit. Eine interne Statistik der Bundesagentur für Arbeit zeigt: Weniger als acht Prozent der Menschen, die Ende des abgelaufenen Jahres die Leistung bezogen, erzielten in ihrem letzten Job ein monatliches Salär zwischen 3000 Euro und 4000 Euro brutto. Nur jeder 20. lag darüber.

Schön, dass die Besserverdienenden, die für Notfälle oft auch was auf der „hohen Kante“ haben, aus ihrer hohen Höhe keinen Absturz durch Hartz4 zu befürchten haben.

Dennoch ist die Furcht der Mittelschicht durchaus berechtigt, wenn man die Prognosen für die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung mit einbezieht. V.a. für ältere Arbeitnehmer erhöht sich hier der Druck, unbedingt eine Arbeitslosigkeit zu vermeiden, um nicht nach 12 Monaten in Hartz4 zu rutschen. Dass dies bis 2007 für gut ausgebildete Fachkräfte, besonders in jüngeren Jahrgängen, überhaupt keine Rolle spielte, hilft den heute von Hartz4 bedrohten kein Stück weiter.

Quelle:
[1]: http://www.ftd.de/politik/deutschland/:neue-berechnung-mittelschicht-von-hartz-iv-kaum-betroffen/50075322.html

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