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Heute Abend kommt um 23:45 Uhr in der ARD der SF-Thriller Alpha 0.7 – Der Feind in Dir in einer Langfassung. [1] Ursprünglich war der Thriller schon in mehreren 20 minütigen Folgen im Programm des SWR ausgestrahlt worden.
Lt. einer Umfrage von Infratest dimap für das ARD-Morgenmagazin stehen immer noch 60% der Bundesbürger zum Euro, nur 36% hätten gern die Wiedereinführung der D-Mark. [1]
Nun wäre in dem Zusammenhang ja interessant, wie niedrig der Anteil der Euro-Gegner war, als es noch keine Euro-Krise gab. Immerhin sind 36% auf die Gesamtbevölkerung bezogen schon relativ viel, dafür dass die meisten Medien noch eine Pro-Euro-Stimmung verbreiten.
Schließlich wird in der Umfrage noch das Ergebnis aufgespaltet nach einem hohen und niedrigen Schulabschluss. Angeblich war der Anteil bei niedrigem Schulabschluss wesentlich höher (49% pro, 48% anti D-Mark) als bei einem hohen Abschluss (17% pro, 80% anti D-Mark).
Das Signal davon ist natürlich klar: nur die “Ungebildeten” kommen auf die “abwegige” Idee, gegen den “tollen” Euro zu sein. Dabei wird der Bildungsstand natürlich nur vereinfacht am Schulabschluss festgemacht. Ob die Befragten sich in der Problematik auskannten oder nicht, sich möglichst breit und aus verschiedenen unabhängigen Quellen informiert haben oder nicht, wird daraus natürlich nicht ersichtlich.
Dabei könnte man das ganze auch umgekehrt sehen: Obwohl die Euro-Krise immer mehr in den Medien thematisiert wird, die Auswirkungen auch immer offener besprochen werden (z.B. Entwicklung der EU zu einer Transferunion) und auch die Stimmen der Euro-Kritiker immer lauter werden (siehe z.B. “Hartaberfair” in der ARD diese Woche), ist immer noch eine Mehrheit der Bevölkerung gegen die Wiedereinführung der D-Mark.
Wobei das ja nicht bedeuten muss, sie sind FÜR den Euro. Selbst Hans-Olaf Henkel sagt ja, die Wiedereinführung der D-Mark sei nur “dritte Wahl”. Insofern ist die Aussage, 60% der Bundesbürger stehen zum Euro, schon etwas gewagt.
Online sieht die Stimmenverteilung dagegen etwas anders aus. In der Umfrage zum zugehörigen Artikel auf Welt Online sind aktuell nach 542 abgegebenen Stimmen 78% pro D-Mark. [2]
Update: Auf DasGelbeForum gibt es dazu noch einen interessanten Hinweis: [3]
Ein kurzer Kommentar zum anscheinend “niedrigen” Bildungsabschluss vieler die die D-Mark zurückhaben wollen. Die ältere Generation weist “zufälligerweise” eine nahezu “überraschende” Ähnlichkeit mit denen auf, die nur einen Hauptschulabschluss besitzen.
Quellen:
[1]: ARD-DeutschlandTrend: Die meisten Deutschen stehen zum Euro
[2]: Welt: Die Mehrheit der Deutschen steht hinter dem Euro
[3]: DasGelbeforum: “DM zurück” – es könnte am Alter liegen
TV-Tipp für heute Abend: Hart aber fair (ARD) zum Thema Euro, u.a. mit Hans-Olaf Henkel und Max Otte
Diese Sendung könnte interessant werden. Heute Abend wird in der Politik-Talkshow “Hart aber fair” (ARD, 21:45 Uhr) das Thema “Kampf um den Euro – kann Deutschland ganz Europa retten?” behandelt.
Viel interessanter als der Titel der Sendung ist die Gästeliste:
- Joachim Llambi (Börsenmakler und Fondshändler)
- Hans-Olaf Henkel (ehem. BDI-Präsident, Autor des Buches “Rettet unser Geld!: Deutschland wird ausverkauft – Wie der Euro-Betrug unseren Wohlstand gefährdet”)
- Susanne Schmidt (Nationalökonomin, ehem. Bankerin, Buchautorin „Markt ohne Moral“; Tochter des ehem. Bundeskanzlers Helmut Schmidt)
- Peter Altmeier (CDU, erster Parlamentarischer Geschäftsführer der Unionsfraktion)
- Max Otte (Buchautor u. a. „Der Crash kommt“ und „Die Krise hält sich nicht an Regeln“; Wirtschaftsprofessor an der Fachhochschule Worms; prophezeite 1998 ein Scheitern des Euro)
V.a. die Aussagen von Henkel und Otte dürften es wert sein, mal in die Sendung reinzuschalten.
Auch kann man sich mal Gedanken machen, inwiefern hier der Zuschauer schon auf Alternativen zum aktuellen einheitlichen Euro vorbereitet wird. Im Moment kommen die Euro-Skeptiker in den Medien anscheinend immer häufiger zu Wort.
Hier geht es zur Homepage der Sendung:
ARD: hart aber fair : Kampf um den Euro – kann Deutschland ganz Europa retten?
Update: Wer die Sendung verpasst hat, kann dort auch einen Link zur Sendung in der ARD-Mediathek finden. Oder man schaut die Sendung direkt hier an.
Heutige Presseschau zur Sendung:
Sueddeutsche: Gefahr, Gefahr, der Henkel hilft
Welt: Bei Frank Plasberg führt kein Weg zurück zur D-Mark (Nette Überschrift, signalisiert aber etwas falsches: Nur weil es -angeblich- zur D-Mark keinen Weg zurück gibt, befürworteten in der Sendung natürlich nicht alle die Beibehaltung des heutigen Euro-Raums.)
Im neuen Politikdrama “Die kommenden Tage” von Regisseur und Autor Lars Kraume wird eine Berliner Mittelstandsfamilie gezeigt, die in einer nahen möglichen Zukunft des Umbruchs mit Unsicherheit, Krieg und Terrorismus konfrontiert wird.
Es spielen u.a. Daniel Brühl (Good Bye Lenin), August Diel und Johanna Wokalek (Der Baader Meinhof Komplex).
Auf der Homepage zum Film kann man auch ein Statement von Zukunftsforscher Prof. Opaschowski über den Film lesen:
“Ein Film mit zwei Gesichtern. Einmal die abschreckende apokalyptische Vision einer untergehenden Wohlstandsdemokratie in einer Mischung aus RAF, 11. September, Tschernobyl und Titanic. (…) Ein Film mit vielen offenen Fragen am Ende, aber spannend bis zur letzten Minute.”
Hier geht es zur Homepage zum Film:
http://www.diekommendentage-film.de/
Und hier ist der Trailer:
http://www.universal-pictures-…/diekommendentage/trailer-1.html
Auf den ersten Blick wirkt der Film sehr vielversprechend. Kinostart in Deutschland soll schon der 4. November 2010 sein.
Heute sind Georg Schramm und Urban Priol auf der Montagsdemo gegen Stuttgart 21 aufgetreten. Bis vor kurzem waren beide noch in der ZDF-Satiresendung “Neues aus der Anstalt” zusammen zu sehen. Leider hat Schramm diese Sendung inzwischen verlassen.
Für alle, die nicht live dabei waren, gibt es zum Glück schon Mitschnitte von der Live-Übertragung von fluegel.tv auf Youtube:
Georg Schram bei der Montagsdemo gegen Stuttgart 21 (25.10.10)
Urban Priol bei der Montagsdemo gegen Stuttgart 21 (25.10.10)
Das ARD-Politmagazin “Monitor” behandelte in seiner letzten Ausgabe am 21.10.2010 das Thema “Stuttgart 21″ und warum die Polizei auf einmal so hart gegen die Demonstranten vorging.
Lt. den Recherchen von Monitor gibt es erhebliche Zweifel daran, dass die Eskalation der Gewalt beim Polizeieinsatz vom 30. September völlig ohne Einmischung von Politikern stattgefunden hat.
Anscheinend wurde schon vor der Demonstration ein härteres Vorgehen geplant. Das widerspricht aber der Darstellung, wonach der Polizeieinsatz erst und nur dadurch eskalierte, weil Demonstranten die Sicherheitskräfte mit Steinen und Flaschen beworfen haben sollen.
Hier geht es zum Video:
WDR: Monitor: Stuttgart 21 – Warum die Polizei wirklich so hart zuschlug
Und hier gibt es noch ein Interview mit Thomas Mohr von der Gewerkschaft der Polizei:
Gestern lief die vorerst letzte Folge von “Neues aus der Anstalt” mit Urban Priol und Georg Schramm. Vor ein paar Tagen hatte Schramm angekündigt, sich anschließend erstmal aus dem Fernsehen zurückzuziehen und sich voll auf sein Soloprogramm zu konzentrieren.
Wer die Sendung verpasst hat, kann sie sich in der ZDF-Mediathek online anschauen:
ZDF-Mediathek: Neues aus der Anstalt, Folge 36
Gäste waren in der Folge 36: Monika Gruber, Erwin Pelzig und Jochen Malmsheimer.
In der Sendung brachte sich Schramm (leider nur im Scherz) als künftigen Bundespräsident ins Gespräch. Leider wird ihn eh niemand nominieren. Unter Freunden des Kabaretts hätte er sicher sofort eine absolute Mehrheit bekommen.
Einer der letzten guten TV-Kabarettisten erklärt seinen Abgang: Georg Schramm will nach der nächsten Sendung im Juni die ZDF-Satireshow “Neues aus der Anstalt” verlassen und sich voll auf sein kommendes Soloprogramm konzentrieren. [1]
Schramm hat in seiner „Amtszeit“ als einer der wenigen im öffentlich rechtlichen Fernsehen noch Klartext gesprochen und den Politikern deutlich die Leviten gelesen. In seinen verschiedenen Paraderollen wie z.B. als Oberstleutnant Sanftleben brachte er dem Publikum die geopolitische und wirtschaftliche Lage verständlich und erstaunlich offen nahe.
Ob noch weitere Hintergründe vorhanden sind, weswegen Schramm die Satiresendung verlässt oder verlassen muss, kann nur spekuliert werden. So überlegt man z.B. im DasGelbeForum, „ob der Schramm von “Neues aus der Anstalt” seinen Job nicht doch loswurde, weil er das mit den Lampenmasten neulich so akzentuiert gebracht hat.“ [2] [3]
Die meisten finden es aber einfach nur schade, dass das erfolgreiche Duo Priol-Schramm gesprengt wird. So schreibt ein User im SPIEGEL-Forum dazu:“Das ist wirklich schade, hatte es Georg Schramm doch drauf, wenn auch überspitzt die unfassbare Wahrheit (über Korruption und Lobby) für das Publikum verständlich zu machen und dieses dabei trotzdem zum erheiterten Lachen zu bringen.“ [4]
Wer Georg Schramm mal live sehen möchte, der hat ab dem Herbst Gelegenheit dazu. Dann startet sein neues Programm „MEISTER YODAS ENDE – Über die Zweckentfremdung der Demenz“, welches am 01.09.10 in Freiburg Premiere feiert. Weitere Termine kann man hier anschauen: http://www.georg-schramm.de/
Quellen:
[1]: SPIEGEL: Georg Schramm verlässt ZDF-Satiresendung
[2]: DasGelbeForum zu Georg Schramms Abgang
[3]: ZDF: Neues aus der Anstalt, Folge 35
[4]: SPIEGEL: Forums-Diskussion zu Georg Schramms Abgang
Gestern gab es in der Sendung “Markus Lanz” (ZDF) eine interessante Diskussionsrunde mit den Gästen Dirk Müller (Mr. Dax, Cashkurs.com), Hans Eichel (ehemaliger Bundesfinanzminister) und Olaf Henkel (ehemaliger Präsident des BDI). Thema der Sendung war u.a. “Griechenland in der Krise – der Euro in Gefahr?”.
Hier kann man sich die Sendung nochmal online ansehen:
ZDF-Mediathek: Die Griechenlandpleite-Panik
Während der Sendung wurden einige interessante Aussagen gemacht.
Olaf Henkel hält eine Umschuldung für die bessere Alternative. Notwendig wäre dafür aber auch ein Austritt Griechenlands aus dem Euro, da sonst so drastische soziale Kürzungen notwendig würden, dass das griechische Volk alles aus Protest blockieren dürfte.
Noch spektakulärer war Henkels Vorschlag, dass als “3. Weg” noch der Ausstieg Deutschlands aus dem Euro und die Wiedereinführung der DM bleibt, den man mindestens mal androhen könnte, wenn Griechenland nicht freiwillig aus dem Euro austritt.
Hans Eichel hielt davon aber nichts, ein Ausstieg Griechenlands oder Deutschlands kommt für ihn nicht in Frage.
Dirk Müller hat auf seiner Homepage auch einen Kommentar geschrieben über die Sendung:
Cashkurs.com: Dirk Müller bei Markus Lanz: “Die Griechenland-Pleite-Panik”
Besonders interessant: Müller weist daraufhin, dass aus “Zeitgründen” leider ein Teil der Diskussion gar nicht ausgestrahlt wurde, in der Hans Eichel und er gemeinsam die Rückkehr zum Vollgeldsystem gefordert hatten. Beide hatten anscheinend gefordert, die Geldschöpfung von den Banken auf den Staat (bzw. dessen Zentralbank) zurückzuführen.
In diesem Artikel stellt die FAZ den “Brandbekämpfer” Jörg Asmussen vor:
FAZ: Porträt: Jörg Asmussen – Der Brandbekämpfer
Zum Glück wird diese doch arg beschönigende Darstellung seiner Person von vielen Lesern durchschaut, wie man an den Kommentaren unter dem Artikel ablesen kann, hier ein Auszug:
So funktioniert Kleptokratie [10]
Hans Meier (HansMeier555)Mit der Kleptokratie ist es genau wie mit der Demokratie: Ohne freie Qualitätspresse kann sie nicht funktionieren.
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Brandbekämpfer? Hahaha – lange nicht mehr so gelacht! [11]
Heinrich-Friedrich Karl (Heinrich_Friedrich_Karl)Das ist ja eine völlige Verdrehung der Wirklichkeit. Seit wann nennt man jemanden einen Brandbekämpfer, der, anstatt das Feuer wirklich auszutreten, dem Feuer immer wieder neue Nahrung gibt (in Form staatlichen Garantien für sich verspekulierende Banken und Kreditzusagen für bankrotte Staaten)? — Die Chance, sich als Brandbekämpfer zu präsentieren, hat Herr Asmussen längst verpasst. Wäre er hart geblieben, als es um die “Rettung” der HRE ging, hätte er sich den Titel zu Recht verdient. Aber statt dessen machte die HRE, nachdem sie die Staatsgarantie sich hatte, munter weiter und verspekulierte sich erneut mit griechischen Staatspapieren, wofür jetzt wiederum der deutsche Steuerzahler aufkommen muss.— Die Bezeichnungen Löschmaßnahmenverhinderer oder Brandbeschleuniger würden besser zu Herrn Asmussen passen!
—
Vorschlag zu einer alternativen Überschrift dieses Artikels: [55]
T. Durden (Allespeanuts)Der Brandbeschleuniger !
—
usw.
Man merkt, so langsam wachen die Leute auf. Und immer weniger lassen sich von den Massenmedien manipulieren.
