Archiv für die Kategorie „Ursachen“

Hier gibt es einen sehr interessanten Vortrag von Heiner Gehring zum Thema „Mind Control“.

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In knapp über 13 Minuten werden im ersten Video die Grundlagen des Schuldgeldsystems erklärt, welches nicht ohne Verschuldung funktioniert. Im zweiten Video werden Alternativen zum heutigen Geldsystem vorgestellt.

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Wer sich dem Thema „europäische Zahlungsbilanzkrise“ von wissenschaftlicher Seite her nähern will, der sollte sich mal die Ausgabe 16/2011 vom „ifo-Schnelldienst“ durchlesen.

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Auch Hans-Werner Sinn hat auf die Frage „Ist der Euro noch zu retten?“ keine konkrete Antwort. Aber trotzdem ist dieser Vortrag vom 19.12.2011 sehenswert.

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Das ist das Ergebnis eines internen Untersuchungsberichts des internationalen Währungsfonds. Als Ursache dafür wird die Unfähigkeit genannt, Zusammenhänge zu erkennen.

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In einem Interview mit dem Deutschlandradio äußert sich der Wirtschaftswissenschaftler Franz Hörmann (Wirtschaftshochschule Wien) sehr pessimistisch für das kommende Jahr 2011. Nach seiner Einschätzung werden auch bald größere Länder ihre Schuldzinsen nicht mehr ganz bezahlen können. Ihnen droht der Staatsbankrott.

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In diesem Beitrag der ARD-Sendung „Plusminus“ wird erstaunlich offen darüber berichtet, wieso das ungedeckte Geldsystem die eigentliche Ursache für die Finanzkrise ist:

ARD: Ungedecktes Geldsystem ist die Ursache der Finanzkrise (Video)

Zuerst wird zurückgegangen bis in die deutsche Kaiserzeit, als es noch ein goldgedecktes Währungssystem gab. Dann kam es nach dessen Aufgabe zur ersten Hyperinflation. Und heute stehen wir wieder an einem ähnlichen Punkt in der Geschichte.

Wie aus diesem ungedeckten Geldsystem immer neue und größere Spekulationsblasen entstehen, wird im weiteren erläutert. Am Ende wird sogar von einer erforderlichen Abwertung des Kapitals um 2/3 gesprochen, damit die realwirtschaftliche und die kapitalwirtschaftliche Entwicklung wieder ausgeglichen ist.  Im Grunde müsse ein Währungsschnitt her, aber nicht nur in Deutschland, sondern weltweit.

In einem überraschend offenen Hintergrundartikel der FTD werden zunächst die Fehler in unserem aktuellen Geldsystem vorgestellt und anschließend auf Vorschläge für Alternativen dazu eingegangen. [1]

Dass unser Währungssystem auf der Kippe steht, ist grundsätzlich wohl nichts neues mehr. Aber seitdem immer mehr Ökonomen und Politiker auf die Fehler im Währungssystem hinweisen, kommen auch solche Artikel in die „Massenmedien“ wie die Financal Times Deutschland.

U.a. werden hierzu Aussagen von Thorsten Polleit (Chefökonom bei Barclays Capital), Marc Faber („Dr. Doom“), der Republikaner Ron Paul, Bill Gross (Manager des weltgrößten Rentenfonds Pimco Total Return) und Frank Schäffler von der FDP zitiert.
Aber auch „Hobbyökonomen, Goldhändler, Verrückten und Verschwörungstheoretiker“ werden von der FTD erwähnt, namentlich Walter Eichelburg, der „immer wieder über zuverlässige Informationen zu verfügen glaubt, dass die Bundesregierung bereits heimlich eine neue D-Mark drucken lasse.“.

Lustigerweise bestätigt die FTD mit diesem Artikel, dass die „Verrückten“ gar nicht so verrückt sind und immerhin teilweise inzwischen von Ökonomen und Politikern in ihren Ansichten bestätigt werden.

Als Alternativen werden dann schließlich zwei Varianten erwähnt, die unser heutiges Währungssystem ersetzen könnten: 1) die Wiedereinführung des Goldstandards oder 2) die Einführung eines „freien Marktgeldes“. Bei 2) würde „Angebot und Nachfrage (…) die Geldmenge regulieren“.

Beides dürfte aber bis zum Kollaps des Weltwährungssystems eher geringe Chancen haben, von der Politik umgesetzt zu werden. Bevor sich etwas so tiefgreifend ändern kann, muss erst der „Tag des Jüngsten Gerichts“ kommen, an dem die Scheingeldwelt zusammenbricht.

Und was danach kommt, werden wir erst dann sehen. Natürlich kann man sich für danach eine Zukunft mit einem neuen besseren Währungssystem ausmalen. Die Frage wird nur sein, ob die Profiteure des heutigen (Währungs-/Wirtschafts-)Systems einen radikalen Systemwechsel zulassen werden?

Quelle:
FTD: Agenda – Die Geldrevolutionäre

Auf der Homepage von N-TV kann man gerade ein interessantes Interview mit dem Wirtschaftssoziologen Joseph Huber (Martin-Luther-Universität Halle) lesen, in dem er sich für eine Reform der Geldschöpfung einsetzt. [1]

Zunächst erläutert er das bisherige System der Geldschöpfung, wie Geld „aus dem Nichts“ entsteht und was dies mit der aktuellen Schuldenkrise zu tun hat.

Das bisherige System ermöglicht erst eine relativ unkontrollierte Bildung von Spekulationsblasen, inkl. nachfolgender Zusammenbrüche. Konjunktur- und Börsenzyklen werden eher verstärkt als ausgeglichen, was zu weiteren Finanzkrisen führt.

Als Abhilfe empfiehlt Huber eine Reform der Geldschöpfung. Dafür hat er ein Konzept entwickelt, das die Umwandlung von Giralgeld in Vollgeld vorsieht, um die Geldschöpfung durch Banken zu unterbinden.

Der Vorteil für den jeweiligen Staat wäre nach Hubers Plänen, dass man mit den Geldschöpfungsgewinnen nach und nach die Haushalte sanieren und die Staatsquote und damit verbunden die Steuern nach und nach wieder senken könnte.

Ob sich diese Pläne auch verwirklichen lassen, bleibt offen – würde dabei doch die potentielle Rendite bei den Banken massiv abgesenkt. Die Frage ist, kann man sowas gegen den Willen des kompletten Bankensektors durchsetzen? Wird man sich dort freiwillig diese „Gelddruckmaschine“ wieder nehmen lassen? Selbst wenn man sich in einer Regierung wirklich auf so einen massiven Schritt einigen könnte, wäre auf jeden Fall mit einem massiven Widerstand seitens der Finanzindustrie zu rechnen.

An dieser Stelle sei auch das Interview von Nicolas Hofer mit Joseph Huber „Monetative – Geldschöpfung in öffentliche Hand!“ auf Youtube empfohlen. [2]

Quellen:
[1]: N-TV: Vollgeld statt Giralgeld – Das Ende der monetären Fata Morgana
[2]: Youtube: Monetative Teil 1/5 – Geldschöpfung in öffentliche Hand! Prof. Dr. Joseph Huber (+ Teil 2, 3, 4, 5)

Von Dr. Berninger gibt es wieder ein neues Video zu den aktuellen Entwicklungen:
Youtube: jberni2: WÄHRUNGSREFORM in Europa am 10.05.2010

„Währungsreform“ ist hier allerdings eher ironisch gemeint. Für Dr. Berninger wurde heute der bisherige Euro gegen die griechische Drachme getauscht, unter dem Deckmantel des Euros. Durch die neuen geänderten Rahmenbedingungen ist der Euro also nicht mehr mit dem bisherigen Euro zu vergleichen.

Im Sender „Deutsches Anleger Fernsehen“ gab es jetzt mal wieder ein Interview mit dem Euro-Kritiker Prof. Dr. Hankel zu sehen.

Hankel fordert u.a. ein „globales monetäres Völkerrecht“.

Von der Tobin-Steuer hält er dagegen wenig, das würde nur der Endkunde bezahlen müssen – vergleichbar mit der Umsatzsteuer.

Hier ist der Link zur Sendung:
DAF: Jünemanns Börse Spezial: „Griechenland muss raus aus dem Euro“

Dr. Jörn Berninger hat die letzten Tage wieder zwei interessante Videos veröffentlicht:

1) Dr. Berninger: Tschüss 145 Mrd. Euro (vom 29.04.2010)

Wieder einmal geben europäische Politiker das Geld Ihres Volkes aus, ohne dieses überhaupt zu befragen.

2) Dr. Berninger: Rumors on currency reform and the upcoming crash (vom 03.05.2010)

There are more and more rumors on an upcoming currency reform in Europe. Even though it would require politicians with guts, there might be some soft evidence for a reform and haircut.
Greece is still not out of the woods and more risks are lining up on the horizon. A worldwide crisis might still come.

Wer nicht so gut englisch kann, der findet hier die Kernaussagen nochmal auf deutsch:

DasGelbeForum: Neuer Berninger über Währungsreform und Frage zu Umstellung der Banken-EDV im Mai

Und hier ist die Homepage von Dr. Berninger:
http://www.berninger.de

In der aktuellen Diskussion wird immer wieder die Frage gestellt, wie es nur zur Finanzkrise kommen konnte. Es wird sich beklagt über die Gier der Manager, die Gier der Anleger und Hedgefonds. Aber das allein ist nicht alles, denn die Gier nach möglichst hohen Renditen gab es eigentlich schon immer. Oder hätte man sich früher schon mit weniger als möglich freiwillig zufrieden gegeben?

Im Zusammenhang mit den aktuellen Ermittlungen gegen Goldman Sachs und anderen Investment Banken kommt jetzt immer mehr ans Tageslicht. Wie Diepresse.com berichtet, gibt es bei den Ermittlungen ein erstes Zwischenfazit [1]:

Die Rating-Agenturen frisierten Bewertungen für Großkunden, und Goldman Sachs verdiente anfangs bestens am Immobilienkollaps.

U.a. wurden E-Mails gefunden, welche die Interessenskonflikte zwischen den größten Ratingagenturen und den Investment Banken offenbaren. Auf den 500 Seiten, die jetzt der Untersuchungsausschuss des US-Kongresses veröffentlicht hat, wird der Druck deutlich, unter dem schon ab 2005 die Ratingagenturen durch den starken Konkurrenzkampf standen. Allem Anschein nach nutzten das ihre Kunden, die Banken, schamlos aus und erpressten möglichst gute Ratings für ihre Finanzprodukte.

Was ein hoher Moody’s-Manager 2007 an seine Vorgesetzten schrieb, ist entlarvend: „Unsere Fehler legen nahe, dass wir entweder bei der Kreditanalyse unfähig sind oder unsere Seele dem Teufel verkauft haben, um mehr Umsatz zu machen – oder beides.“

Auch in den E-Mails von Goldman Sachs wurden die Ermittler fündig. Es konnten eindeutige Hinweise dafür gefunden werden, dass man selbst gegen(!) eigene hypothekenbesicherte Wertpapiere erfolgreich spekuliert und damit „richtig Geld“ gemacht hat. So konnte man mit Leerverkäufen mehr Geld verdienen, als man durch die Hypotheken-Krise verloren hat.

Und in einer Mail des Finanzvorstands David Viniar vom Dezember 2006 heisst es: „Lasst uns die Dinge aggressiv verteilen, also das Risiko verringern, denn der Markt wird noch stärker in Not geraten – und von den Möglichkeiten, die sich daraus ergeben, wollen wir profitieren.“

Man kann gespannt sein, welche oder ob überhaupt juristische Konsequenzen aus diesen Vorgängen den Verantwortlichen drohen werden.

Quellen:
[1]: DiePresse.com: E-Mails enthüllen Wahrheiten über die Bankenkrise

Das Handelsblatt hat ein ausführliches Interview mit „Mr. Dax“ Dirk Müller über die Entwicklung der Finanzkrise, ihr aktueller Stand und seine Forderungen nach Konsequenzen veröffentlicht.

Hier ist eine Liste der wichtigsten Statements aus dem Internet:

„Nein, es gibt sicherlich keine Entwarnung denn kaum ein Problem wurde gelöst – die meisten wurden lediglich verschoben.(…)“

„Zu den kritischsten Momenten in Deutschland zählten die Stunden, bevor die Kanzlerin die Garantie für das Ersparte der Bürger ausgesprochen hat. In diesem Moment stand alles für wenige Stunden vor dem Zusammenbruch – der Sturm auf die Banken hatte bei uns bereits begonnen.

„Die amerikanischen Notenbank (ist der größte Gewinner in der Krise), die ihre Befugnisse erneut stark erweitern konnte.“

Außerdem fordert Müller die Abschaffung der FED, deren Gründung seiner Meinung nach 1913 einem Staatsstreich ähnelte. „Die Fed ist nach wie vor im wirtschaftlichen Besitz der großen amerikanischen Banken, die somit faktisch ihre eigenen Leitzinsen bestimmen und das Geld des Staates beherrschen.“

Auch eine mögliche Manipulation der Märkte durch die FED bestätigt Müller:“Die Existenz der Plunge Protection Teams (offizieller Name: Working Group on Financial Markets) ist kein Mythos, sondern ein nachweisbarer Fakt.“

Ebenfalls interessant:

„Den Einfluss von Goldman Sachs (auf die US-Regierung) kann man nicht überschätzen.“

Den IWF bezeichnet Müller als „verlängerten Arm der USA“, über den sie in die europäische Region hineinregieren können. Daher ist das Einbinden des IWF in die Rettungspläne für Griechenland seiner Meinung nach ein großer Fehler.

Nach Griechenland erwartet Müller große Probleme für Portugal, Spanien und anschließend Großbritannien.

Hier kann man sich das ganze Interview durchlesen:

Handelsblatt: Interview mit Dirk Müller: „Alles stand vor dem Zusammenbruch“

Hier ist wieder mal ein interessantes Interview von Michael Grandt mit dem Euro-Kritiker Prof Dr. Wilhelm Hankel:
„Der am besten organisierte Finanzschwindel aller Zeiten!“

In dieser Sendung von 3sat-Börse widmet man sich dem Thema „Die neue Weltordnung – Wirtschaft in der Sackgasse oder Wendehammer?“:
Teil 1 von 3,
Teil 2 von 3,
Teil 3 von 3.

Unter anderem wird hier auch Prof. Max Otte zum Thema befragt.

Außerdem wird auf den neuen großen Gegenspieler der USA eingegangen: China. Deren wirtschaftliche Aufholjagd geht nämlich unvermindert weiter.

Im Süden Chinas soll es schon ein massives Überangebot an Immobilien geben. Das klingt doch sehr nach einer weiteren Spekulationsblase. Was wohl passieren wird, wenn auch diese platzt?

In diesem Video berichtet Dr. Jörn Berninger über die einsetzende Kapitalflucht aus Griechenland:
Youtube: Griechenland Problem führt zu Kapitalflucht

Aus der Inhaltsangabe:

„Mit der wachsenden Unsicherheit über das Schicksal Griechenlands haben die Politiker das Ende des Euros besiegelt. Jetzt ist es bereits für eine annehmbare Lösung zu spät!
Griechenland wird nach Expertenmeinung irgendwann defaulten und den Staatsbankrott mehrerer Eurostaaten auslösen.“

Und hier ist noch ein weiteres Video von Dr. Berninger vom 15. März:
Youtube: Die Grenze, Öl und Krise

In diesem Artikel werden die Ursachen der Weltwirtschaftskrise nochmals herausgearbeitet:
ef: Was Sie über die Ursache der Weltwirtschaftskrise wissen sollten: Die Inflationspolitik vor dem großen Finale

Die durch nichts gedeckten inflationären Kredite erzeugen Papiergeldillusionen und schaffen monströse Konjunkturzyklen, die in Weltwirtschaftskrisen münden.

Das Schöpfen von Geld aus dem Nichts, das begünstigt erst die ganzen „virtuellen Blasen“ an den Finanzmärkten, die früher oder später platzen müssen.

Anfangs bildete noch der Goldstandard „eine natürliche Hürde für Staatsausgaben und Inflation“. Für die Finanzierung des 1. Weltkriegs wurde dieser aber aufgegeben, Folge war dann die Hyperinflation in Deutschland von 1923. Immerhin noch bis zum 15.8.1971 wurde der US-Dollar mit einer abgeschwächten Form des Goldstandards gestützt: dem Golddevisenstandard. Wegen steigender Sozialausgaben und der Finanzierungskosten des Vietnamkriegs entschloss man sich, den Golddevisenstandard aufzugeben. Damit war der Weg frei für eine massive Ausweitung der Geldmenge.

Lt. dem Autor besteht „latente Gefahr eines systemgefährdenden Bankenruns„.

Bereits die Zahlungsunfähigkeit eines relevanten Schuldners kann eine Kettenreaktion auslösen – die Kreditpyramide stürzt zusammen wie bei jedem anderen gesetzlich verbotenen Schneeballsystem auch. Genau dieses Phänomen erleben wir derzeit; angesichts einer von der EZB vorgegebenen Mindestreservepflicht von lediglich 2 Prozent ist das nicht erstaunlich. Das bedeutet,  Geschäftsbanken müssen für Sichteinlagen in Höhe von 100 Euro nur 2 Euro in Form von Zentralbankgeld halten. Den „Rest“ – 98 Euro – können sie für neue Geschäfte verwenden.

Wer bekommt da nicht Lust, eine Bank zu gründen? Oder doch lieber gleich sein Geld vom eigenen Konto abzuheben?

Man erinnere sich an dieser Stelle: zu Beginn der Finanzkrise gab es schon mal die Gefahr eines Bankenruns. Immerhin soweit fortgeschritten war die Gefahr, dass die Bundesregierung – in Person von Angela Merkel – sich bis zu einem gewissen Freibetrag für die privaten Ersparnisse mit Steuergelder öffentlich verbürgt hat. Mit diesem psychologischen Trick war es dann gelungen, die Leute vom Abheben ihrer Vermögen abzuhalten.

Die Bürgschaft funktioniert dabei aber nur, wenn es zu KEINEM Bankrun kommt. Denn wie oben beschrieben würde sowas eine Kettenreaktion auslösen und das ganze System zerstören können. Und dann könnte selbst Angela Merkel das nicht mehr aus (unserer!) „Portokasse“ zahlen.

Dass alle die Ruhe bewahren hängt aber mehr von Psychologie ab als von realen Wirtschaftsdaten. Bricht doch mal Panik aus, kann der „worst case“ schneller eintreten als man reagieren kann. Was man mit diesen Überlegungen in einer aktuell relativ ruhigen Phase wie jetzt macht, ist natürlich jedem selbst überlassen. Für das gesamte System wäre es natürlich am besten, die Bürger würden „geordnet“ und „Stück für Stück“ ihre Vermögen von den Konten abheben und sichern – besser als alle auf einmal.

Weiter kritisiert der Autor, dass durch die geldpolitische Wachstumspolitik die reale Wirtschaft destabilisiert wird. Mit niedrigen Zinsen wird von den Zentralbanken immer wieder versucht, die Konjunktur in Schwächephasen wieder anzukurbeln, das billige Geld gelangte daraufhin massenhaft u.a. in die Rohstoffmärkte sowie in den Immobilien- und Hypothekensektor, wo es einen großen Boom auslöste. Und die Blase, die dort dann entstand und immer größer wurde, platzte irgendwann, als die Zinsen von den Zentralbanken wieder angehoben wurden. Schnell waren viele Projekte auf einmal nicht mehr bezahlbar. Man hatte ja mit den niedrigen Zinsen von zuvor und natürlich auf weiter steigende Immobilienpreise spekuliert.

Für den Autor ist das alles eine „monetäre Planwirtschaft“, welche die Marktwirtschaft funktionsunfähig macht.

In seinem Fazit bemerkt er schließlich: „Inflation ist eben eine Politik, die man nicht endlos fortführen kann. Immerhin kann man sie ändern.“ Fragt sich nur, wie man das ändern kann bzw. wie bringt man die verantwortlichen Personen dazu?

Um die Hintergründe der Finanz- und Wirtschaftskrise und die drohende Hyperinflation und weitere Staatsbankrotte zu verstehen, sollte man sich diesen Artikel unbedingt ansehen:
Inflation und Staatsbankrotte ante portas

U.a. werden folgende Punkte behandelt:

  • Was ist Inflation?
  • Das Geldmengen-Problem
  • Die Staatsverschuldungen schreiten unaufhörlich voran

Homepage vom Autor:
Krisenfrei.de

Hier ist eine sehr gelungene Dokumentation von Claus Strigel über unser Geld und die Zusammenhänge mit der aktuellen Finanzkrise.

Aus der Inhaltsangabe auf Youtube:

„Der Schein trügt“ ist kein Film zur Finanzkrise. Der Film beschäftigt sich mit dem Thema Geld eine Schicht tiefer. Einer Schicht, die in der Hitze der Ereignisse der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise eher aus dem Blick geraten ist. Hat unser Geld selbst ursächlich mit der Krise zu tun?

Der Film wurde 2009 gedreht und im Bayrischen Fernsehen am 05.01.2010 ausgestrahlt.

Hier ist die Homepage zum Film:
http://www.denkmal-film.com/derscheintruegt.com/index.html

Und hier der Link zum Youtube-Video (10 Teile):
Youtube: Der Schein trügt – HQ Deutsch (1/10)

Wer die Vorträge von Prof. Senf und anderen kennt, dem wird das ein oder andere schon sehr bekannt vorkommen, v.a. die Darstellung vom Schuldgeld und von der Geldschöpfung per Kredit.

Besonders interessant ist der Bericht über Regionalwährungen (1x in der Schweiz, 1x in Brasilien), die zusammen mit anderen ähnlichen lokalen Projekten im Idealfall helfen können, das Geldsystem wieder in ein „überlebensfähiges Gleichgewicht“ zu bringen. Zumindest für die regionale Bevölkerung hatten die Alternativwährungen in den Beispielen schon einiges an Fortschritt gebracht.

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