Anfang der Woche sah es noch so aus, als würde es doch noch irgendwie auf diplomatischen Wege weitergehen können. Trotz aller Drohungen zwischen den Parteien hatte die Sonderwirtschaftszone weiter Bestand, ging dort der Betrieb weiter. Jetzt ist auch damit Schluss. Heute riegelte Nordkorea die Sonderwirtschaftszone ab und ließ keinen Südkoreaner mehr hinein.

Mit der Entscheidung, die Sonderwirtschaftszone zu schließen, erhöht Nordkorea weiter seine Drohkulisse. Bisher war man noch davon ausgegangen, solange in Kaesong der Betrieb weitergeht, sei eigentlich nicht mit einer direkten militärischen Auseinandersetzung zu rechnen. Jetzt ist auch diese Verbindung zwischen den beiden koreanischen Staaten gekappt.

Südkorea forderte natürlich Nordkorea sofort dazu auf, die Blockade augenblicklich aufzuheben und den gemeinsamen Betrieb wieder zu erlauben.

Was diese Aktion für Nordkorea an Nutzen bringen soll, wird sich wohl erst noch zeigen. Die Frage ist, ob Nordkorea von den Einnahmen des Projekts nicht mehr profitiert als die ausländischen Partner. Oder ist es einfach nur ein weiterer Schritt Richtung des vielleicht schon sicher bevorstehenden Koreakriegs?

Allerdings hat der nordkoreanische Führer auch gerade einen Wirtschaftsreformer als Ministerpräsident ernannt. Also ist schon die Frage gestattet, ob das Land wirklich einen Krieg will oder einfach nach wie vor die Muskeln spielen lässt.

Quelle:
Spiegel:  Sonderwirtschaftszone Kaesong: Nordkorea riegelt Industriepark ab
FAZ: Nordkorea Der junge Führer und seine Krieger


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