Helmut Scheben, ein Redakteur der „Tagesschau“ des Schweizer Fernsehens, behauptet in einem Beitrag auf „Journal21.ch“, dass die meisten Bilder der Kampfhandlungen aus Libyen gestellt seien.

Scheben weist in seinem Artikel gleich darauf hin, dass der Grund dafür ziemlich banal ist: selten können Kameraleute direkt die Kampfhandlungen aus der Nähe filmen, da dies viel zu gefährlich ist und sie oft gar nicht erst in die Kampfgebiete hineingelassen werden.

Also werden Szenen „nachgestellt“, für die Kamera nochmal geschossen usw. Es wird so getan als ob.

Auch Aussagen seitens der gefilmten Kämpfer sind natürlich mit Vorsicht zu genießen. Wenn da behauptet wird, man habe die Stadt XY eingenommen, kann das keiner nachprüfen. Schon gar nicht die Medien daheim, die dann dieses Material in Rohfassung geliefert bekommen.

Und dann wird am Ende dieses Material verarbeitet zusammen mit verwackelten Handyvideos und andere Amateuraufnahmen, deren Authentizität natürlich auch kaum einer überprüfen kann. In Sendungen wie Tagesschau und Heute wird darauf zwar oft hingewiesen, die Wirkung beim Zuschauer dieser Beiträge bleibt dennoch.

Bleibt nur zu hoffen, dass am Ende nicht aufgrund falscher Bilder von den Vorkommnissen vor Ort politische Entscheidungen getroffen werden wie eine Militäroffensive seitens der NATO oder sogar der Einmarsch von Bodentruppen.

Denn so ein Eingriff von außen kann am Ende verheerende Folgen für uns haben. Ob gleich ein dritter Weltkrieg drohen könnte, wie der italienische Innenminister befürchtet, ist wohl umstritten. Dennoch sollte sich der Westen erst x mal überlegen, ob und wie weit er einen militärischen Angriff wirklich riskieren will.

Quellen:
Journal21: Die meisten Bilder sind gestellt
Rianovosti: Italiens Innenminister warnt vor drittem Weltkrieg bei US-Eingriff in Libyen


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