In der heutigen Talkrunde von Maybrit Illner geht es um die Zukunft des Euros und um weitere Hilfen für das verschuldete Griechenland. U.a. zu Gast ist der Euro-Kritiker Professor Joachim Starbatty, der aktuell mit mehreren Kollegen gegen den Euro-Rettungsfond klagt.

Als weitere Gäste eingeladen wurden:
Rainer Brüderle (FDP), Fraktionsvorsitzender im Bundestag
Evangelos Antonaros, griechischer Oppositionspolitiker (Nea Dimokratia), ehemaliger stellvertretender Außenminister und Regierungssprecher.
Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer Bundesverband deutscher Banken (BdB)
Silvia Wadhwa, Finanzjournalistin, berichtet u.a. für CNBC Europe von der Frankfurter Börse
Thomas Fricke, Chef-Ökonom der Financial Times Deutschland

Nach der Sendung ist ab 23:30 Uhr noch Silvia Wadhwa im Chat und beantwortet Zuschauerfragen.

Hier ist der Link zur Sendung in der ZDF-Mediathek:
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1362668/…/Noch-mehr-Geld-fuer-Griechenland

Professor Joachim Starbatty hält es nicht für möglich, dass sich Griechenland auf dem aktuellen Wege „gesund“ sparen und wieder wettbewerbsfähig werden kann. Seiner Meinung nach müsste das Land aus dem Euro aussteigen, wieder eine eigene Währung einführen und diese abwerten.

Rainer Brüderle meinte daraufhin, man müsste halt „intelligent sparen“, z.B. indem man Steuern auf Tabak erhöht, auf Einkommen aber nicht.

Auch wies Starbatty daraufhin, dass die Hilfsgelder für Griechenland ja mehr den europäischen Banken als den Griechen zugute kommen. Die Diskussion um mögliche Privatisierungen von öffentlichem Eigentum nannte er „fahrlässig“. Für ihn ist der griechische Staat wie auch das griechische Bankensystem bankrott.

Leider waren mit Starbatty die Euro-Kritiker in der Gesprächsrunde massiv unterbesetzt. Für die anderen Gesprächsteilnehmer steht eine weitere Hilfe für Griechenland außer Frage – einzig die Beteiligung der privaten Gläubiger ist umstritten.

So ist Michael Kemmer (Bundesverband deutscher Banken) durchaus offen für eine Beteiligung der Banken an den Griechenlandhilfen, aber bitte nur „freiwillig“.

Quelle:
ZDF: Maybritt Illner – Milliardengrab Euro


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1 Kommentar zu „TV-Tipp: Maybrit Illner (16.06.11, ZDF, 22:30 Uhr): Milliardengrab Euro – noch mehr Geld für Griechenland?“

  • Die Antwort liegt jenseits von „gut“ und „böse“

    „Die Schaffung von Reichtum ist durchaus nichts Verachtenswertes, aber auf lange Sicht gibt es für den Menschen nur zwei lohnende Beschäftigungen: die Suche nach Wissen und die Schaffung von Schönheit. Das steht außer Diskussion – streiten kann man sich höchstens darüber, was von beidem wichtiger ist.“

    Arthur C. Clarke (Profile der Zukunft)

    Wer in Kategorien von „gut“ und „böse“ denkt, bzw. darum noch gar nicht mit dem Denken angefangen hat, aber von sich glaubt, er wüsste schon was, mag die Tatsache, dass der seltene Reichtum in „dieser Welt“ (zivilisatorisches Mittelalter) auf Kosten der Mehrarbeit anderer und nicht auf Apfelbäumchen wächst, als „unmoralisch“ empfinden. Wer sich dagegen auf die Suche nach Wissen begibt und bereits eingesehen hat, dass die sinnvollste Verwendung von Gold die Vergoldung elektrischer Steckkontakte ist, stößt am Ende auf die Alles entscheidende Frage:

    Warum hat eine Menschheit, die bereits Raumfahrt betreibt, etwas im Grunde so Einfaches wie das Geld bis heute nicht verstanden?

    Die Ursache ist eine veraltete Programmierung des kollekiv Unbewussten, welche die halbwegs zivilisierte Menschheit überhaupt erst „wahnsinnig genug“ für die Benutzung von Geld machte (Edelmetallgeld ist immer Zinsgeld), lange bevor diese seitdem grundlegendste zwischenmenschliche Beziehung wissenschaftlich erforscht war. Anderenfalls hätte das, was wir heute „moderne Zivilisation“ nennen, gar nicht erst entstehen können! Das – und nichts anderes – war (und ist noch) der wahre Zweck der Religion, die vom Wahnsinn mit Methode zum Wahnsinn ohne Methode (Cargo-Kult um die Heilige Schrift) mutierte, und die uns – unabhängig vom so genannten Glauben – alle zu Untertanen machte, die ihr eigenes Programm nicht kennen. Die Bewusstwerdung der Programmierung nennt sich „Auferstehung“.

    Für die Beendigung der „Finanzkrise“ und den anschließenden, eigentlichen Beginn der menschlichen Zivilisation muss ein elementarer Erkenntnisprozesses durchlaufen werden, dessen am Ende über die Maßen bewusstseinserweiternde, aber anfangs ebenso Angst einflößende Wirkung vorab erahnen kann, wer die phantastischen Bilder kennt, mit denen Stanley Kubrick im Schlusskapitel von „2001“ die Auferstehung des Kulturmenschen dargestellt hat – und bitte bedenken Sie das Vorwort von Arthur C. Clarke:

    „…this is only a work of fiction. The truth, as always, will be far stranger.“

    Herzlich Willkommen im 21. Jahrhundert:
    http://www.deweles.de/willkommen.html

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