Lt. einer Vorabmeldung des Magazins „Stern“ vom Mittwoch ist mit der deutschen Bundeskanzlerin ein Aufspaltung der Eurozone in z.B. einem Nord- und Süd-Euro nicht zu machen. Auch der Wiedereinführung der D-Mark erteilte sie eine klare Absage.

Deutschland setze weiter auf den Euro und werde alles dafür tun, dass der Euro stabil bleibt. Um dieses Ziel zu erreichen, mahnte Merkel eine tiefere Zusammenarbeit zwischen den 17 Euroländern an. Die Steuer-, Sozialpolitik, im Arbeitsrecht und in der Lohnentwicklung im öffentlichen Dienst müsse harmonisiert werden.

Die Aussagen der Bundeskanzlerin verwundern nicht. Ein Ausstieg Deutschlands aus der Euro-Zone wäre unter ihrer Führung auch undenkbar. Aber je nach weiterer Entwicklung der Finanzkrise ist alles möglich, auch das Ende der schwarz-gelben Koalition in Berlin. Allerdings stellt sich die Frage, wer denn überhaupt ein Ende des Euro-Experiments durchführen würde. In der Opposition sind die Befürworter eines Euro-Ausstiegs genauso rar.

Die Entwicklung der Euro- und Verschuldungskrise in Europa muss noch um einiges fortschreiten, bevor auch nur ansatzweise ein solches Szenario politisch möglich wäre – ein kurzfristiges Ausbleiben des Systemkollaps mal vorausgesetzt.

Bis dahin wird man noch weiter Durchhalteparolen verkünden, bei den Bilanzierungsregeln tricksen und die Schuldenkrise zu verschleiern versuchen.

Quelle:
Reuters: Blatt: Merkel lehnt Aufspaltung der Eurozone in Nord und Süd ab


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