Immer häufiger und deutlicher wird jetzt auch in den Mainstream-Medien vom Ende des Euros gesprochen. Inzwischen wird nicht nur zaghaft gefragt, ob der Euro auseinanderbrechen könnte. Es gibt jetzt schon Autoren, die eindeutig vom Ende des Euros in den nächsten Jahren ausgehen.

So gibt es heute auf Welt Online folgenden Artikel zu lesen: „Der Euro wird die nächsten Jahre nicht überleben“. Der Autor Erwin Grandinger erklärt darin, wie es zu dieser Währungskrise kommen konnte und wie die Zukunft des Euros, der Staatsanleihen und von Gold aussieht. [1]

Für Grandinger ist die Euro-Krise nicht nur eine Folge der weltweiten Finanzkrise sondern auch hausgemacht. Durch „Mittelmaß und Vetternwirtschaft“ in Brüssel und auch bei uns konnte diese Währungskrise überhaupt erst entstehen. Daher ist das ganze auch eine Staatskrise für ihn.

Auch das Aufweichen der Maastricht-Kriterien und das immer wieder Abändern des Vertrags hat das Vertrauen in den Euro zerstört.

Der Autor hält daher die Übernahme von Bürgschaften für Schulden Dritter innerhalb der EU für einen „politischen Skandal erster Güte“. Und er verweist auf die Entwicklung hin zu einer „DDR-Reloaded“, einer EU-weiten „staatlichen Regelungsallmacht“. Solche Vergleiche konnte man noch vor wenigen Monaten/Jahren meistens nur auf Seiten der alternativen Medien lesen.

Die Forderung nach einer „systematischen Elitenbildung“ klingt anschließend allerdings sehr ideologisch. Dass unsere sogenannten „Eliten“ gerade massiv versagt haben und noch versagen, sollte im Umkehrschluss nicht bedeuten, dass wir sowas noch systematischer gefördert brauchen. Viel eher wäre es wünschenswert, die gesamte Bevölkerung würde so gut es geht gefördert und gebildet, jeder einzelne, soweit es eben möglich ist.

Interessant wird es auch, als Grandinger darlegt, wie die Zukunft des Geldes seiner Meinung nach aussiehen wird. Er sagt voraus, dass ein modifizierter Goldstandard kommen wird. Weltbankpräsident Robert Zoellik bereite das seit Wochen durch Äußerungen in den Medien vor. Und US-Regierungsberater James G. Rickards habe das im Detail auch schon dargelegt.

Als Konsequenz hält der Autor den Besitz von physischem Gold, aber auch von Aktien system- und währungsübergreifender Unternehmen für absolut notwendig. Von Staatsanleihen rät er dagegen dringend ab.

Wie am Ende des Artikels steht, ist der Autor Finanz-Stratege und Partner bei EPM Group Berlin. Also hat das ganze kein Autor von Welt Online geschrieben. Trotzdem ist es erstaunlich, dass so offene Worte inzwischen auch auf solchen Seiten veröffentlicht werden, vielleicht sogar bewusst? Hinterher kann sich so keiner beschweren, dass man im „Kleingedruckten“ die Bürger nicht gewarnt hätte.

Quelle:
[1]: Welt: Der Euro wird die nächsten Jahre nicht überleben


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1 Kommentar zu „Der Euro ist spätestens in ein paar Jahren am Ende“

  • Alex sagt:

    Als ich den Artikel in der Welt sah, dachte ich erst, morgen ist der Euro fertig. Es gab aber gar keine Reaktionen in den sonstigen (auch alternativen) Medien. Waroan mag das liegen? Für die alternativen ist es ja nichts neues, kalter Kaffee. Schreiben die ja schon 10 Jahre lang. Der Mainstream ignoriert’s wahrscheinlich wie üblich (der „Kodex“-Maulkorb).
    ABER! Warum steht der Artikel in Welt? Wegen dem Dollar-Problem Überschuldung am selben Tag? Gleich so übel?
    Hin und wieder dringt die Warheit auch im Mainstream durch (z.B. auch Dirk Müller im ZDF). Fehlt einfach noch die kritische Masse, die zur Explosion führt? Blicken denn die Schlafschafe es nicht mal, wenn’s im ZDF läuft? Oder blicken’s schon viele aber es läuft halt trotzdem noch?

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