Heute kam im Deutschlandfunk eine relativ ausführliche Reportage über die jährlich an wechselnden, geheim gehaltenen Orten stattfindenden Bilderberg-Konferenzen.

Es wird aus verschiedenen Blickwinkeln das Thema beleuchtet. Zum einen kurz die Position der „Verschwörungstheoretiker“, zum anderen aber auch die Sicht von Leuten, die nichts von solchen Theorien halten. Aber selbst die bewerten diese Konferenzen teilweise sehr kritisch.

Denn auch wenn hier kein „zentrales Machtzentrum“ vorhanden sein sollte, sind die intransparenten und in den Medien weitestgehend totgeschwiegenen Treffen bedenklich.

Durch die enge Verzahnung von Wirtschaft, selbsternannten Eliten und Politik wird das demokratische System immer mehr unterlaufen. Und auch die Ausrede, das ganze sei eine reine Privatsache, wenn ein Politiker wie z.B. Guido Westerwelle an so einem Treffen teilnimmt, wird in dem Artikel widersprochen.

Ebenfalls ist es interessant, wer alles in der Vergangenheit – auch aus Deutschland – zur Bilderbergkonferenz alles eingeladen wurde. Oft kam es kurz darauf zu einem „Karrieresprung“, teilweise bis ins weiße Haus (Bill Clinton) oder bis in die Bundesregierung (Guido Westerwelle).

Der Soziologe Hans-Jürgen Krysmanski weist am Ende des Beitrags darauf hin, dass man sich auf die konzentrieren sollte, „die diese Treffen ja letztlich anberaumen. Und das sind eben nicht Politiker, sondern das sind die Mächtigen aus der Wirtschaft, das sind die Mächtigen aus traditionellen Herrschaftskreisen, wie etwa aus dem Adel, gerade was die Bilderberger angeht, und die Politiker werden hinzugezogen.“.

Hier findet man den ganzen Artikel zur Sendung:
Dradio: Re-Feudalisierung und Privatisierung der Macht?


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