In einem Interview mit dem Handelsblatt legt Ekkehard Wenger, Wirtschaftsprofessor an der Uni Würzburg, Deutschland einen Ausstieg aus der europäischen Währungsgemeinschaft nahe. So wie jetzt handeln die Euro-Staaten seiner Meinung nach gegen die ökonomische Vernunft.

Das Notfallpaket für Griechenland ist für Wenger „ein weiterer Schritt nach unten auf einer insgesamt abschüssigen Stecke“. Für ihn ist das ein „Fass ohne Boden“, solange nicht parallel Reformen wie z.B. ein Heraufsetzen des Renteneintrittsalters durchgeführt werden.

Die EU-Hilfen können maximal kurzfristig für Beruhigung an den Märkten sorgen. Spätestens beim nächsten Konjunkturabschwung hätte man die gleichen Probleme wie jetzt.

Auf Dauer sei die europäische Gemeinschaftswährung nicht mehr zu finanzieren. Ehe die schwachen Euro-Länder die starken mit in den Abgrund ziehen, sollte ein Austritt von starken Ländern wie Deutschland ernsthaft erwogen werden.

Quelle:
Handelsblatt: Interview mit Ekkehard Wenger: „In zehn Jahren existiert die Euro-Zone nicht mehr“


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