Wird jetzt Zypern tatsächlich Vorbild für weitere Rettungsaktionen im übrigen Europa? Die Pläne von EU-Kommissar Barnier klingen jedenfalls sehr danach. Immerhin ist der normale Sparer außerhalb Zyperns jetzt rechtzeitig gewarnt und kann entsprechend reagieren.

Lt. Medienberichten plant EU-Kommissar Barnier, ab 2015 auch Anleger mit Guthaben von über 100.000 Euro bei Bankenrettungen mit heranzuziehen. Zuerst müssen nach diesen Plänen allerdings die Aktionäre der Bank und dann die übrigen Kapitalgeber wie Anleihebesitzer zahlen.

Dann würden Geldeinlagen über 100.000 Euro herangezogen. Und erst danach solle der ESM zum Einsatz kommen.

Ob diese Pläne wirklich noch als Gesetz verabschiedet werden, wird man abwarten müssen. Denn die Konsequenzen für die Anleger sind nicht gering. Wer wird danach noch Geldeinlagen über 100.000 Euro auf seinem Bankkonto liegen lassen?

Immerhin ist man jetzt vorgewarnt und kann jetzt für den worst case planen. Das Geld ist eben nirgendwo mehr 100%ig sicher. Und bei den geringen Zinsen, die derzeit auf Bankkonten angeboten werden, stehen teilweise Kosten und Risiko in keinem guten Verhältnis mehr.

Für die Betroffenen in Zypern kommen diese Erkenntnisse allerdings zu spät. Sie verlieren teilweise über die Hälfte ihrer Einlagen.

Wenn jetzt alle Anleger die richtigen Schlüsse daraus schließen, ihr Vermögen ausreichend streuen, in die richtigen Werte investieren und sich gegen einen Totalverlust absichern, dann hätte zumindest für diese die Zypern Krise etwas Gutes.

Quelle:
Süddeutsche: Reiche Sparer sollen bei Banken-Pleiten haften


Ähnliche Artikel:

Kommentieren

Themen
Eingetragen bei:
Kalender
Mai 2017
M D M D F S S
« Apr    
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
293031  
News Feed