Der Ton zwischen Athen und Berlin aber auch zwischen der deutschen Regierung und der EU wird immer rauer. Wahrscheinlich um Druck auf Deutschland auszuüben, die sich zumindest öffentlich noch gegen EU-Hilfen für Griechenland aussprechen, wirft nun der griechische Vize-Premier den Deutschen vor, „von der Misere seines Landes zu profitieren“:
FTD: Griechen sehen in Deutschland Krisengewinner

Mal sehen, ob ihnen gelingen wird, Deutschland und die EU doch noch zu direkten Finanzhilfen zu bewegen.

Währenddessen hat sich jetzt Jean-Claude Trichet, der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), gegen einen diskutierten möglichen Ausschluss Griechenlands aus der Euro-Zone ausgesprochen. Damit hat sich Trichet klar gegen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) positioniert, die eine Veränderung der EU-Verträge empfohlen hatte, um die Stabilität des Euro zu stärken und bei Bedarf mehr Druck auf Mitgliedsländer ausüben zu können. Selbst ein Ausschluss eines Mitgliedlandes aus der Euro-Zone dürfe dabei kein Tabu sein.

Bis jetzt scheint die deutsche Regierung mit dieser Position alleine dazustehen. Stattdessen wächst der Druck, einem konkreten Hilfsplan für Griechenland zuzustimmen.

Quelle:
FTD: Trichet schützt Griechen vor Merkel


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