Um auf die miserable Finanzlage der Städte und Gemeinden in Deutschland aufmerksam zu machen, hat der Hannoveraner Oberbürgermeister Stephan Weil bewusst drastische Worte gebraucht:

„Wir machen Witze über Griechenland, aber dass die Bundesrepublik auf demselben Weg ist, machen wir uns nicht klar.“ Die kommunalen Finanzen in Deutschland befänden sich in einem rasanten Sinkflug, es sei so „bitter und düster“ wie noch nie seit dem Zweiten Weltkrieg.

Vgl.:
HAZ: Griechische Verhältnisse in Deutschland?

Und die immer klammeren Kassen der Kommunen werden die Bürger direkt zu spüren bekommen. Da müssen die ein oder anderen öffentlichen Einrichtungen ganz geschlossen, Serviceleistungen von Ämtern eingeschränkt oder mit steigenden Gebühren belegt werden. Überhaupt muss mit zusätzlichen Gebühren bzw. mit steigenden Abgaben für die Bevölkerung gerechnet werden. Kann sich eine Kommune heute noch ausreichend viel mit zusätzlichen Schulden finanzieren, droht auf Dauer eine exponentiell wachsende Belastung des kommunalen Haushalts mit Zinszahlungen.

Also so weit sind wir bei uns gar nicht von griechischen Verhältnissen entfernt. Im Grunde kann man an Griechenland gerade gut beobachten, was zeitlich versetzt auch mal bei uns drohen könnte.


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