Der Tagesspiel befragte den Wirtschaftsprofessor Joachim Starbatty zur aktuellen Griechenlandkrise und möglichen Hilfen seitens der EU.

Starbatty befürchtet eine Zerreißprobe für den Euro wegen der Ungleichheiten zwischen Abwertungs- und Aufwertungsländern.

Die Griechenlandkrise ist für ihn, auch mit dem neuen Nothilfsplan noch nicht ausgestanden:“Griechenland wackelt, um es ganz vorsichtig zu formulieren. Und wenn Griechenland als Schuldner ausfällt, weil es seine Schulden nicht mehr bezahlen kann, dann hat das natürlich Konsequenzen für alle anderen und damit für das System insgesamt.“

Den Griechen rät Starbatty, die Währungsunion zu verlassen und die Drachme abzuwerten. Damit könnte man wieder konkurrenzfähig werden. Und man muss nicht den harten Weg über binnenwirtschaftliche Maßnahmen gehen, die zu einer schweren Rezession führen können und Griechenland dann die Kreditfähigkeit endgültig verlieren lässt.

Quelle:
Tagesspiegel: „Wenn Geld für Griechenland fließt, klage ich“


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