Ohne Bankenhilfen belief sich die staatliche Neuverschuldung Irlands in 2010 auf 18,75 Milliarden Euro oder knapp 12 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP).
Allerdings hat die EU festgelegt, dass die Kosten für die Bankenrettungen mit einzukalkulieren sind. Diese beliefen sich 2010 auf immerhin 31 Milliarden Euro.

Zusammen mit den anderen 18,75 Milliarden käme man somit auf auf eine Lücke im Staatshaushalt von 32 Prozent des BIP. Das sind immerhin über das Zehnfache der erlaubten Grenze von 3 Prozent Neuverschuldung.

Genauere Werte liegen aber erst vor, wenn die genaue Wirtschaftsleistung für das vergangene Jahr berechnet worden ist.

Das hohe Defizit zwang 2010 Irland zur Annahme von ausländischen Finanzhilfen. Als Gegenleistung muss man bis 2015 es schaffen, dass die Neuverschuldung wieder unter die 3 Prozent Grenze sinkt. Ob dies gelingen kann über einen extremen Sparkurs, bleibt offen. Immerhin gab es im vergangenen Jahr schon 700 Millionen Euro Steuereinnahmen mehr als ursprünglich erwartet.

Quelle:
Wirtschafts Blatt: Irland steuert auf astronomisches Budgetdefizit zu


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