Die Unruhen in Ägypten weiten sich immer mehr aus. Die Regierung versucht mit verstärkter Härte dagegenzuhalten. Mittlerweile wurden das Internet und die Handynetze gesperrt. Korrespondenten berichten von Massenprotesten an vielen Stellen in Kairo und anderen Orten.

Die Lage in Ägypten wird immer unübersichtlicher. Während zehntausende auf die Straße gehen, um gegen die Regierung von Präsident Husni Mubarak zu protestieren, hält diese mit der Sperrung von Internet und Handynetzen sowieso gewaltsamen Polizeieinsätzen dagegen.

Am Freitag setzte die Polizei in Kairo Gummigeschosse, Wasserwerfer und Tränengas gegen die Demonstranten ein. Medienberichten zufolge soll Friedensnobelpreisträger Mohamed ElBaradei in einer Moschee festgesetzt worden sein.

Wie die Agentur dpa unter Berufung auf ägyptische Sicherheitskreise berichtet, erhielt die Polizei anscheinend Anweisung, Demonstrationen mit Gewalt zu verhindern. Dabei dürfe sie auch direkt auf mögliche Demonstranten schießen. Seit Beginn der Proteste gab es mindestens schon sieben Tote und mehrere Hundert Festnahmen.

Wer sich da am Ende durchsetzen wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt wohl noch offen. Eine entscheidende Rolle könnte spielen, wie sich die nächsten Stunden und Tage das ägyptische Militär verhalten wird. Lt. eines ZDF-Korrespondenten soll es angeblich schon Rufe nach dem Militär von Seiten der Demonstranten geben. Die Soldaten sollen mit auf die Straße gehen, um die ausufernde Gewalt von Seiten der regierungsnahen Sicherheitskräften zu unterbinden.

Quellen:
Reuters: Ägypten stemmt sich mit Macht gegen Massenproteste
Telepolis: Ägypten sperrt Internet und Handynetze
Tagesschau: Mit allen Mitteln gegen Demonstranten in Ägypten – Regierung kappt Handynetz und Internet


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1 Kommentar zu „Lage in Ägypten eskaliert weiter“

  • rhein-main sagt:

    Jetzt geht es los. Die Unruhen greifen auch auf Ägypten und den Jemen über. In der Hauptstadt Sanaa haben Tausende Menschen gegen die Regierung und soziale Ungerechtigkeit demonstriert. Bislang verlaufen die Kundgebungen friedlich. In Ägypten gbit es allerdings Gewaltausbrüche. Erst Tunesien, dann Ägypten und jetzt der Jemen. Die Ursachen sind hier wohl auch haptsächlich in der Armut der Menschen zu suchen. Die Hälfte der Menschen im Jemen muss mit 2 Dollar am Tag auskommen. Ein Drittel der Menschen hat Hunger. Wenn die Menschheit erkennt, dass die Armut ein großer Motivatior für die Terroristen ist und dann etwas dagegen macht, dann wird auch der Terror zurückgehen.

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