Am 1. Januar 2009 wurde der Euro erst in der Slowakei eingeführt. Nach den jüngsten Entwicklungen während der Euro-Krise scheint man aber diesen Schritt schon wieder zu bereuen.

Lt. eines Berichtes von DiePresse.com ist jetzt der Parlamentspräsident, Richard Sulik (SaS), mit der Forderung vorgeprescht, man müsse einen „Plan B“ vorbereiten für den Fall, dass es mit dem Euro weiter so schlecht läuft. [1] Und dieser Plan B soll die Wiedereinführung der slowakischen Krone sein.

Inzwischen hat Sulik seinen Gastkommentar in einer Tageszeitung wieder etwas relativiert. Natürlich hätte man noch keine konkrete Absicht, aus der Eurozone auszusteigen. Er habe nur seine Warnungen in dem Artikel damit unterstreichen wollen.

Aber auch die übrige Regierung kritisiert die ständige Aufweichung der Euro-Regeln. Um selbst in die Eurozone aufgenommen zu werden, musste man selbst Kriterien einhalten, die viele andere Euro-Mitglieder selbst nicht einhielten. Sulik sieht sogar das Handeln der EU-Kommission „weit von Verantwortungsbewusstsein entfernt“.

Auch die Rettung Griechenlands sei ein Fehler gewesen. Stattdessen hätte man das Land in eine geordnete Insolvenz schicken sollen. Den Euro-Schutzschirm hält er ebenfalls für unverantwortlich, denn so müssten am Ende die verantwortungsbewussten Länder die Fehler von Spekulanten und populistischen Politikern wieder ausbügeln.

Die Kritik aus slowakischen Regierungskreisen ist sicher nicht unberechtigt. Es wird Zeit, dass man auch weiter im Westen solche Dinge offen anspricht.

Quelle:
[1]: DiePresse.com: Euro: „Plan B“ der Slowakei


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