Nach einem Verhandlungsmarathon am Wochenende haben sich die EU-Finanzminister mit Zypern endlich darauf geeinigt, wie das Land voerst vor einer Staatspleite bewahrt werden soll. Guthaben bis 100000 werden nun wohl verschont, dafür für Guthaben darüber um so höhere Abgaben fällig.

Das wichtigste für Zypern ist erstmal, nächste Woche nicht zahlungsunfähig zu werden. Die EZB hatte schon angekündigt, dass man ohne Einigung den Geldhahn für das Land zudrehen werde.

Entgegen der ursprünglichen Planung werden jetzt Sparguthaben bis 100.000 Euro nicht angegangen. Dafür verlieren Sparer mit mehr Guthaben ein Teil ihrer Einlagen. So soll die Laika-Bank, die zweitgrößte Bank Zyperns, aufgespalten werden in eine Good und in eine Bad Bank. Dabei würden nur die Sparguthaben bis 100.000 garantiert, alles darüber geht dabei verloren.

Die Bank of Cyprus soll die noch vorhandenen Guthaben der Laika-Bank übernehmen. Bestandskunden müssen auch eine Abgabe für ihre Guthaben über 100.000 Euro leisten. Wie diese im Detail aussieht, ist noch nicht ganz klar.
Umgerechnet rechnet man mit einem Verlust von bis zu 40% für Guthaben oberhalb der 100.000 Euro Grenze.

Man darf gespannt sein, wie die betroffenen Bankkunden darauf reagieren werden. Aller Voraussicht nach dürften die ja alle ihr Geld abheben, soweit das überhaupt noch geht. Und dann kann Zypern erneut in Schieflage geraten und weitere Finanzhilfen benötigen.

Quellen:
Spiegel:  Staatspleite abgewendet: EU-Finanzminister stimmen Rettungsplan für Zypern zu
Focus: Zypern vor Staatsbankrott gerettet


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