Sechs Wahlgänge hat Italien gebraucht, bis das Land endlich wieder einen Präsident hatte. Und was für eine Entwicklung, der neue Präsident ist der alte, Giorgio Napolitano tritt nun im Alter von 87 Jahren seine zweite Amtszeit an.

Zuvor konnten sich die großen politischen Lager x-fach auf keinen gemeinsamen Kandidaten einigen, der die notwendige einfache Mehrheit bei den Wahlen erzielt.

Romano Prodi hatte aufgrund fehlender Unterstützung durch Berlusconis Wahlbündnis und ohne die Stimmen von Grillos Bewegung keine Chance. Davor konnte der 80-Jährige Franco Marini ebenfalls nicht genügend Stimmen auf sich vereinigen, ihm verweigerten v.a. Abgeordnete des Mitte-Links-Bündnisses von Bersani die Stimme.

Jetzt ist es also nochmal Giorgio Napolitano geworden. Im insgesamt sechsten Wahlgang der Präsidentenwahl soll er mehr als die erforderlichen 504 Stimmen auf sich vereinigt haben. Dabei soll er von allen Lagern und Parteien unterstützt worden sein, bis auf die 5-Sterne-Bewegung von Beppe Grillo. Die kritisierte die Wahl Napolitanos als „Staatsstreich“.

Nachdem er zum Ende der ersten Amtszeit schon keine neue Regierung bilden lassen konnte, da die drei großen Lager sich nicht auf eine Koalition einigen konnten, wird ihm vermutlich nichts anderes übrig bleiben, als erstes gleich mal Neuwahlen auszurufen.

Quelle:
Spiegel: Italien: 87-jähriger Napolitano als Präsident wiedergewählt


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