Das ist ja mal ein „Zufall“. Mit dem neuen Regierungschef in Griechenland Lucas Papademos und dem designierten Nachfolger von Silvio Berlusconi Mario Monti werden gleich zwei Mitglieder der Trilateralen Kommission an die Spitze der beiden Krisenstaaten gesetzt. Dazu ist Papademo ehemaliger Vize-EZB-Chef und Mario Monti ehemaliger EU-Kommissar. Ist so die „Gefolgschaft“ in der Euro-Zone erst einmal gesichert?

Wie hat man das nun wieder geschafft. Nach den Regierungskrisen in Griechenland und in Italien scheint sich nun jeweils eine Lösung herauszukristallisieren, bei der die Umsetzung der seitens Brüssel geforderten Reformen erst einmal gesichert scheint.

In Griechenland übernimmt Lucas Papademos, ehemaliger Vize-EZB-Chef und Mitglied der Trilateralen Kommission.

In Italien soll es der ehemalige EU-Kommissar Mario Monti richten. Monti ist ebenfalls Mitglied der Trilateralen Kommission, sogar „Chairman“ der „European Group“.

Über die trilaterale Kommission schreibt Wikipedia:

„Wie die Bilderberg-Gruppe, aus der sie hervorging, steht auch die Trilaterale Kommission immer wieder im Fokus von Verschwörungstheorien. Man sagt der trilateralen Kommission nach, sie strebe ein Global Governance an, das als ‚Governance without Governments‘ zu verstehen sei. Die TK ist jedoch nur ein, wenn auch einflussreicher Teil in einem wachsenden transnationalen Politiknetzwerk, welches man wiederum als Teil von Global Governance verstehen kann.“

Klingt für mich verharmlosend, gleichzeitig gesteht man der TK aber auch zu, einen gewissen Einfluss auf die weltweite Politik zu haben:

„Die „Macht“, welche die TK ausübt, funktioniert in erster Linie über Ideen, welche Entscheidungsträger miteinander austauschen. Die TK wird als eine liberal orientierte Institution der transnationalen Zivilgesellschaft bezeichnet, die (natürlich) auch Einfluss auf das Handeln von Regierungen hat.“

Klingt harmloser als es ist, man könnte es auch „politische Lobbyarbeit“ nennen. Und Lobbyismus haben wir in der Politik ja mehr als genug.

Auch aufgrund Ihrer EU-/EZB-Vergangenheit dürften die EU-Spitzen jetzt erstmal aufatmen und auf eine bessere Zusammenarbeit mit der griechischen und kommenden italienischen Regierung hoffen. Nun kann endlich die Sparpolitik umgesetzt werden, die Brüssel einfordert.

Offen bleibt: Wird das Volk sich einfach so damit abfinden? Reicht eine Rochade an der Spitze der Regierung aus, um die Bevölkerung zu besänftigen? Es gab schon unter Papandreou massive Proteste und Generalstreiks.
In Italien ist die Lage vielleicht noch etwas anders. Da atmet man erstmal auf, wenn Silvio Berlusconi endlich abtritt. Das braucht dann zunächst etwas Zeit, bis sich der neue Regierungschef genauso unbeliebt gemacht hat wie der alte. Aber bei vielen erst, wenn die Reformen und Sparprogramme richtig greifen.

Quellen:
[1]: Wikipedia: Lucas Papademos
[2]: Wikipedia: Trilaterale Kommission
[3]: Wikipedia: Mario Monti
[4]: The trilateral commission: Leadership


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2 Kommentare zu „Transatlantiker sollen Griechenland und Italien retten“

  • admin sagt:

    Deutschland ist das „Tier“ Europas? Hab ich das richtig übersetzt?

    Der Text ist sehr lang und ich weiss nicht, was da jetzt nicht optimal übersetzt wurde oder bewusst so geschrieben wurde.

    Deutschland wird einerseits als „aggressiv“ in seiner Politik gegenüber Griechenland dargestellt, aber auch als fremdbestimmt von einer Führung darüber.

    Wer Zeit hat, möge sich selbst über den Text ein Urteil bilden.

    Mir liest sich das als zu sehr fokussiert auf das „böse Deutschland“. Denn wenn man schon unterstellt, dass Deutschland im Auftrag handelt, dann sollte man sich auch auf diese Auftraggeber konzentrieren mit aller Kritik.
    Selbst wenn die Deutschen zu „naiv“ wären, diese Fremdbestimmung zu erkennen, liegt doch die Schuld bei den „Befehlsgebern“ und eigentlichen „Machthabern“. Und die sind nicht deutsch sondern international.

  • Alexander sagt:

    Herr Panagiotis Trajanou – Präsident der griechischen politischen Partei EAM B’,

    ist der Meinung,

    dass “Deutschland” …das “Hayvan” Europas ist.

    dass manche Banden in Berlin den …”Dreißigjährigen Krieg” weiterführen.

    dass dieser Krieg gegen die PIIGS des Mittelmeers religiös ist.

    dass in ein paar Jahren Begriffe wie “Deutschland” oder “Deutsche” aus
    Europa verschwinden werden.

    Der nachfolgende Text des Herrn Trajanou mit dem vorher angesprochenen Titel ist
    sowohl offiziell auf der Webpage der Partei erschienen, als auch mit Hilfe verschiedener
    internetmedien (Blogs usw.) am 28 Oktober 2011 in Griechenland veröffentlicht worden.

    Da wir das deutsche Volk sehr hochachten, wollen wir es dabei unterstützen, seine
    Probleme zu erkennen und sie zu bekämpfen. Deshalb halten wir eine Bekanntmachung
    dieses Textes in Deutschland für sinnvoll und das ist auch der Grund dafür, weshalb dieser
    Text in die deutsche Sprache übersetzt wurde. Wir würden Ihnen für jede Weiterleitung
    dieses Textes dankbar sein.

    http://eamb-ydrohoos.blogspot.com/2011/11/deutschland-das-hayvan-europas.html

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