ZKB-Chefökonom Anastassios Frangulidis erwartet einen baldigen Default Griechenlands, was massive Auswirkungen auf den Euro und die Banken haben dürfte. Kommt jetzt in Griechenland doch die Drachme zurück?

Die Renditen auf griechische Anleihen steigen von einem Rekordwert zum nächsten. Die Märkte preisen schon eine mögliche Insolvenz Griechenlands ein. Und jetzt mehren sich auch die öffentlichen Stimmen, die die Pleite Griechenlands nicht mehr ausschließen, ja sogar für wahrscheinlich halten.

Für den Chefökonom der Zürcher Kantonalbank (ZKB) steht es um Griechenland noch eindeutiger. Für ihn ist die Pleite Griechenlands nur noch eine Sache von Monaten.

Kurzfristig geht er noch davon aus, dass Griechenland die nächste Rate von den europäischen Hilfsgeldern erhalten wird. Gerade erst wurde eine Immobiliensteuer eingeführt, die gerade noch genug Geld einbringen dürfte, um die Bedingungen der EU nochmal zu erfüllen. Allerdings regt sich auch gegen diese Steuer schon massiver Widerstand in der Bevölkerung.

Aber spätestens bei der nächsten Tranche in drei Monaten wird es eng. Nach seiner Einschätzung hat Griechenland kaum eine Chance, seine Sparziele bis Ende des Jahres einzuhalten.

Und dann könnte die endgültige Pleite des Landes drohen, inkl. Ausstieg aus dem Euro und Wiedereinführung der Drachme. Dazu gäbe es praktisch keine Alternative, denn Griechenland ist gar nicht mehr in der Lage, die laufenden Ausgaben in Euro zu bezahlen.

Quellen:
Cash.ch: Insolvenz Griechenlands ist bloss Frage der Zeit
SPIEGEL: Griechenland macht mobil gegen Monstersteuer


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