Die Rettung Zyperns gerät weiterhin zur Zitterpartie. Nachdem die Verhandlungen von russischer Seite ergebnislos abgebrochen wurden, braucht Zypern einen Plan B. Teile davon wurden heute vom Parlament beschlossen.

U.a. stimmte man für die Einrichtung eines Solidaritätsfonds über staatliche Vermögenswerte. Dieser soll die Grundlage sein für die Ausgabe von Notanleihen. Außerdem wurden Kapitalverkehrskontrollen beschlossen, um ein unkontrolliertes Abfließen des noch auf Zypern liegenden Anlagekapitals zu verhindern.

Offen ist noch, ob nun doch am Ende die Zwangsabgabe für hohe Bankeinlagen kommt oder nicht. Darüber soll am Samstag abgestimmt werden.

Es stehen bis zu 16% Abzug von Sparguthaben oberhalb von einer Grenze von 100.000 Euro zur Diskussion.

Interessant werden die Auswirkungen sein, die überhaupt schon diese Pläne solcher Zwangsabgaben auf das Anlegerverhalten haben werden. Nicht nur in den südeuropäischen Krisenstaaten. Auch in den übrigen Ländern sollte jetzt hoffentlich der letzte begriffen haben, wie unsicher ihr Geld eigentlich auf den Sparkonten ist. Eine gewisse Mindestsumme braucht man ja mal für das Girokonto, aber wer verlässt sich jetzt noch auf so leere Versprechen wie die Einlagensicherung von Seiten des Staates etc.?

Quellen:
Tagesschau: Zyprisches Parlament billigt eigenes Maßnahmenpaket
Spiegel: Zwangsabgaben-Pläne: Zyperns Bankkunden sollen bis zu 16 Prozent zahlen


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