Europa: + Spaniens neue Regierung sondiert bei EU wegen Bailout + Die Hürden für die Eurobonds + Zinsputsch in Brüssel – Die neuen Wahn-Ideen der Euro-Retter + EU vor Albtraum Vertragsänderung +

Europa:

Deutsche MittelstandsNachrichten: Spaniens neue Regierung sondiert bei EU wegen Bailout (Kaum im Amt verhandelt die neue Regierung mit Brüssel.)

FTD: Die Hürden für die Eurobonds (Lt. FTD sind die Schwierigkeiten bei Euro-Bonds überschaubar. Na dann ist ja gut.)

Focus: Zinsputsch in Brüssel – Die neuen Wahn-Ideen der Euro-Retter (Erstaunlich deutliche Worte, dafür dass es auf focus.de steht. )

Wiener Zeitung: EU vor Albtraum Vertragsänderung (Schon der Lissabon-Vertrag wurde am Volk vorbei verabschiedet. Auch hier dürfte kaum die Bevölkerung befragt werden, außer es steht irgendwo im Gesetz, dass man muss. Und dann wird solange abgestimmt, bis das man endlich mehrheitlich ja sagt.)


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2 Kommentare zu „Schlagzeilen vom 22.11.2011“

  • admin sagt:

    Es gibt aber leider Interessensgruppen, die Euro-Bonds unbedingt haben wollen, inkl. einer europäischen Fiskalunion. Damit wären dann wohl auch die Steuersysteme in Brüssel zentralisiert.

    Wie das so schnell gehen soll, ist zwar unklar, Wolfgang Schäuble spricht aber von einem Zeitraum von 24 Monaten:
    http://www.youtube.com/watch?v=2IRnDOtu1z8

    Woher er das wohl weiss? Hinter den Kulissen wird anscheinend schon fleissig daran gearbeitet.

    Und es stellt sich die Frage, inwiefern Angela Merkel da eingebunden ist. Nach außen macht sie ja einen auf „eiserne Lady“. Die niiie Euro-Bonds befürworten würde. Bis zur nächsten 180 Grad-Wende natürlich. Danach sind sie dann „alternativlos“.

  • Voraussichtlicher Zinssatz für Eurobonds

    Aktuelle Zinssätze für 10-jährige Staatsanleihen in der Euro-Zone:

    Griechenland: 28,8 %
    Portugal: 11,3 %
    Irland: 8,14 %
    Italien: 6,76 %
    Spanien: 6,6 %
    Belgien: 5,01 %
    Frankreich: 3,56 %
    Österreich: 3,51 %
    Finnland: 2,68 %
    Niederlande: 2,54 %
    Deutschland: 1,92 %

    BIP in Mrd. USD (2007):

    Griechenland: 362
    Portugal: 219
    Irland: 257
    Italien: 2093
    Spanien: 1430
    Belgien: 447
    Frankreich: 2567
    Österreich: 371
    Finnland: 245
    Niederlande: 761
    Deutschland: 3302
    Euro-Zone gesamt: 12054
    Zum Vergleich USA: 13816

    BIP-gewichteter Zinssatzanteil pro Gesamt-BIP der Euro-Zone:

    Griechenland: 0,856 %
    Portugal: 0,205 %
    Irland: 0,174 %
    Italien: 1,174 %
    Spanien: 0,799 %
    Belgien: 0,186 %
    Frankreich: 0,758 %
    Österreich: 0,108 %
    Finnland: 0,054 %
    Niederlande: 0,160 %
    Deutschland: 0,526 %

    Voraussichtlicher Zinssatz Eurobonds: 5,009 %
    Zum Vergleich USA: 1,96 %

    Selbst wenn wir davon ausgehen, dass die Eurobonds „ganz viel Vertrauen“ schaffen, dürfte der Zinssatz kaum unter 4 % fallen, was bedeutet, dass die Refinanzierungskosten für den deutschen Staatshaushalt sich mehr als verdoppeln würden. Selbst für Frankreich und Österreich ergäben sich noch leichte Nachteile durch die Eurobonds und allein Spanien, Italien, Irland, Portugal und Griechenland hätten die Vorteile.

    Erschwerend kommt hinzu, dass man sich um die Verwendung des durch die Ausgabe der Eurobonds geliehenen Geldes streiten wird wie die berühmten „Kesselflicker“. Denn zum einen gibt es in der Euro-Zone kein einheitliches Steuerrecht, obwohl dann alle Steuerzahler der „Europäischen Währungsunion“ für die Eurobonds haften, und zum anderen wird gerade in den Ländern das Geld am dringendsten gebraucht, in denen zuvor der Zinssatz höher war, sodass die Steuerzahler, in denen zuvor der Zinssatz niedriger war, dann auf die berühmten „Barrikaden“ gehen.

    Besser ist es, keine weiteren Gedanken an den Unsinn zu verschwenden und rechtzeitig den Verstand einzuschalten:

    http://opium-des-volkes.blogspot.com/2011/10/vollinvestition.html

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