Artikel-Schlagworte: „Angela Merkel“
Euro-Krise:
Handelsblatt: Euro-Wechselkurs: Er fällt und fällt und fällt
FTD: Reform der Währungsunion – EU muss Euro neu erfinden
Bundesregierung:
Handelsblatt: DGB-Kongress: Bundeskanzlerin lehnt Transaktionssteuer ab
Welt: Sparen oder Investieren – Geld für Bildung wird zum Zankapfel der Union
Europa:
Handelsblatt: Griechen und Spanier: Vertrauen in die Regierungen schwindet zusehends
DGB-Kongress: Bundeskanzlerin lehnt Transaktionssteuer ab
Börse:
Handelsblatt: Dax rutscht ab – Euro unter 1,25 Dollar (Ist der “Rettungsschirm” für den Euro schon kaputt?)
Europa:
FTD: Obama-Berater Volcker fürchet Kollaps der Euro-Zone
Bundesregierung:
SPIEGEL: Schwarz-gelber Zwist – FDP-Politiker rechnen mit Merkel ab
WELT: Sparvorschläge – Kanzlerin Merkel pfeift Roland Koch zurück
Handelsblatt: Merkel legt sich mit Koch und Schäuble an (Wie lange ist sie noch “Herr” der Lage?)
Josef Ackermann / Deutsche Bank:
Welt: Illner scheitert an Ackermanns Teflonbeschichtung
FTD: Gefahr der Staatspleite – Ackermann schreibt Athen ab (So bringt man aber keine Ruhe in die Märkte. Hat die Deutsche Bank Griechenland schon auf short?)
Dazu der Leitartikel der FTD: Deutsche-Bank-Chef sollte einfach mal den Mund halten
Thailand:
N-TV: Armee rückt gegen Demonstranten vorGewalt in Thailand eskaliert
Manipulationen an den Finanzmärkten:
Handelsblatt: US-Staatsanwälte ermitteln gegen Deutsche Bank
FTD: Betrugsverdacht – US-Ermittler knöpfen sich offenbar Deutsche Bank vor (Wird hier Ackermann auch als Teflon-Zeuge auftreten?)
Euro-Krise:
SPIEGEL: Merkel warnt vor einem Scheitern Europas (Und gerade deswegen ist es unwahrscheinlich, dass gerade Merkel den Ausstieg Deutschlands aus dem Euro beschließen wird. Sie würde sich ja in allen Punkten selbst widersprechen. Allerdings ist es völlig offen, ob sie ihre volle Amtszeit Kanzlerin bleiben wird.)
Handelsblatt: Unter 1,26 Dollar: Euro gerät stärker unter Druck
Welt: EZB-Präsident beschwichtigt Inflationssorgen
Stern: CSU attackiert die Kanzlerin: Euro-Rettungspaket bringt Merkel in Bedrängnis
Portugal:
SPIEGEL: Kampf gegen die Schulden – Portugal führt überraschend Krisensteuer ein
Nach der Landtagswahl in NRW:
SPIEGEL: Koalitionspoker – FDP-Fraktion sagt Ampel-Gespräche mit Kraft ab (Also bleibt für Kraft nur noch rot-rot-grün oder Juniorpartner einer großen Koalition.)
USA:
Wirtschaftsfacts: Cyberattacke hat Militärschlag zur Folge (Bleibt nur zu hoffen, dass bei einer “Cyberattacke” erstmal nüchtern untersucht wird, wer da genau angreift und nicht gleich losgeschlagen wird. Es sollte auch nicht als Ausrede herhalten für irgend einen Militärschlag, der sowieso geplant war. Behaupten kann man viel, was niemand gleich nachprüfen kann. Diese Aussagen jetzt könnten mal wichtig werden, wenn so in Zukunft mal ein Angriff begründet werden sollte. )
Deutschland:
SPIEGEL: Kritik an der Kanzlerin – Union schießt sich auf Merkel ein (Wie lange wird sie sich noch im Amt halten können? Wer wird wohl übernehmen?)
Handelsblatt: Ackermann und die IKB: „Wir wollten nicht gutes Geld schlechtem hinterherwerfen“
Europa:
Handelsblatt: Mitten in der Krise: Brüssel erlaubt Estland Euro-Beitritt – trotz EZB-Bedenken (angeblich sind aber die Zahlen des Landes gegenüber anderen aktuellen Euro-Staaten sehr gut)
FTD: Kampf um den Euro – Brüssler Tabubrüche
Gold:
FTD: Inflationsangst – Euro-Krise treibt Gold auf Allzeithoch (angeblich sind die meisten Edelmetallhändler schon ausverkauft)
Währungsreform:
Walter Eichelburg schreibt aktuell auf seiner Seite hartgeld.com: “[15:30] Die Währungsreform in Deutschland mit gewaltigem Haircut kommt sicher am Wochenende 15./16.5., da man gerade mit einem Info-Blackout bei kritischen Websites begonnen hat – es gibt keinen besseren Beweis!”
Anmerkung: Damit lehnt er sich diesmal besonders weit aus dem Fenster, auch wenn er einige Insider-Infos dazu bekommen haben soll. Sollten die alle Fake sein, könnte das für ihn ab Samstag aber etwas peinlich werden. Irgendwann wird auch er sicher Recht behalten, nur wie oft wird er bis dahin noch einen Fehlalarm gebracht haben? Und ob ihm dann am Ende, wenn es wirklich soweit ist, noch jemand glaubt?
Jedenfalls hagelt es jetzt ausserhalb seiner Homepage dafür Kritik, u.a. hier: DasGelbeForum: Eichelburg legt Strohfeuer …
Spätestens kommenden Montag sind wir schlauer. Aber sich verrückt machen lassen ist sicher verkehrt. Größere Geldvermögen sollte man so oder so nicht mehr bar oder auf seinem Bankkonto halten.
Nach der Landtagswahl in NRW:
Handelsblatt: Merkel und Westerwelle blasen Steuersenkung ab
N-TV: “Alles muss auf den Prüfstand” – Wen trifft der Warnschuss?
Euro-Krise:
N-TV: EU entfesselt Milliarden (EU und IWF stellenbis zu 750 Mrd. Euro für schwache Staaten bereit / Märkte nehmen Maßnahmen positiv auf, Euro steigt wieder)
Handelsblatt: Bilderbuch-Rettung oder der Anfang von Ende? (Eher das zweite ist zu befürchten.)
FTD: Gefallenes Tabu – EZB feuert letzten Schuss zur Euro-Rettung ab (Mit anderen Worten: beim nächsten Mal heisst es Game Over.)
Aber: es wird vielleicht nochmal etwas Zeit gewonnen. Zeit für jeden, sich auf den worst case vorzubereiten, Geldvermögen umzuschichten in Realwerte (Edelmetalle wie Gold und Silber, Vorräte an Lebensmittel/Kleidung/Werkzeuge/etc., Ackerland, …). Jeder kann jetzt nochmal versuchen zu retten, was irgendwie noch zu retten ist. Nicht nur für sich selbst sondern auch für die eigene Familie, Freunde und Verwandte. Wem die aktuelle Lage bewusst ist, der hat jetzt auch Verantwortung zu übernehmen – für sich und für andere.
Wie verschiedene Medien berichten, haben die Euro-Regierungschefs einen Notbeschluss gefasst, ” um die Gemeinschaftswährung ab sofort vor spekulativen Attacken schützen.” [1]
Für Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy befindet sich die Währungsunion in einer “systemischen Krise”, die eine “systemische” Antwort erfordere. Über Nacht müsse nun ein Hilfsmechanismus für hochverschuldete Euro-Staaten “aus dem Boden gestampft werden”, die EU-Kommission müsse bis Sonntag einen Vorschlag erarbeiten, denn schon am Sonntag kommen die 27 EU-Finanzminister in Brüssel zusammen. Dann will man den neuen Mechanismus gleich beschließen, damit er bereits Montag früh zur Öffnung der Finanzmärkte aktiv ist.
Anscheinend steht noch nicht ganz fest, um was für ein Finanzinstrument es sich am Ende handeln wird. EU-Kommissionschef José Manuel Barroso schlug den Einsatz der EU-Zahlungsbilanzhilfe vor, die bisher nur für Nicht-Euro-Staaten genutzt wurde. Bisher haben Ungarn, Lettland und Rumänien davon profitiert.
Interessanterweise hat Bundeskanzlerin Angela Merkel die Ausweitung der EU-Zahlungsbilanzhilfe bislang immer entschieden abgelehnt, weil sie nicht mit dem Bailout-Verbot in der Währungsunion vereinbar sei. Angeblich soll jetzt Merkel aufgrund der Lage an den Finanzmärkten von ihrer Position abgerückt sein. Auch sollen Sarkozy und Barroso während des Gipfels großen Druck auf Merkel ausgeübt haben.
“Die Lage ist sehr ernst. Wir müssen jetzt geschlossen gegen die Angriffe vorgehen.”, meinte auch der Vorsitzende der Euro-Finanzminister Jean-Claude Juncker.
Die Financal Times Deutschland überschreibt ihren Artikel dazu mit noch dramatischeren Worten:”Europas Generalmobilmachung”. [2]
Wieder werden von der Politik mit großer Eile Beschlüsse gefasst, vergleichbar mit der Situation vor der Verabschiedung der Griechenlandhilfe im Bundestag und Bundesrat. Da musste auch auf einmal alles ganz schnell gehen. Die “Spitzenpolitiker” machen zur Zeit nur noch einen total gehetzten und nicht mehr souveränen Eindruck. Es ist auch bedenklich, wie ehemalige Regeln innerhalb der Währungsunion einfach kurzfristig über Bord geworfen werden, um auf die aktuelle Lage an den Finanzmärkten zu reagieren. Ob das am Ende wirklich ein beruhigendes Signal an die Händler sein wird?
Quellen:
[1]: Handelsblatt: Euro-Regierungschefs fassen Notbeschluss
[2]: FTD: Dramatischer EU-Gipfel – Europas Generalmobilmachung
Griechenland:
N-TV: Griechen legen ihr Land lahm (Was wohl passieren wird, wenn sich das griechische Volk den Sparmaßnahmen über längere Zeit verweigert? Doch noch ein Austritt aus dem Euro? Gewaltsame Auflösung der Proteste? Man sollte ganz genau dort hinschauen, denn genau das kann Monate/Jahre später in anderen europäischen Ländern, selbst bei uns stattfinden.
Gerade kommen auf N-TV Live-Bilder von den aktuellen Unruhen in Athen)
FTD: Milliardenlücke im griechischen Sparprogramm
Euro-Krise:
SPIEGEL: Debatte um Euro – Opposition zerpflückt Merkels Griechen-Politik
SPIEGEL: Abgeordnete hadern mit Blitz-Scheck für Athen (Und das zu Recht. Warum lässt man es soweit kommen, dass man es jetzt so durch Bundestag und Bundesrat peitschen muss? Man könnte glatt Absicht unterstellen.)
Handelsblatt: Düstere EU-Prognose: Schuldenkrise in Europa verschärft sich dramatisch
Handelsblatt: IWF-Chef schürt Angst vor Staatsbankrotten
Manager-Magazin: Lebensversicherer sitzen auf Griechen-Bonds (Fühlt sich noch jemand mit seiner Lebensversicherung auf der sicheren Seite?)
Infokriegernews: Merkelrede im Bundestag: Gegenseitige Überwachung in Europa muss her
Dazu das Video der Rede von Angela Merkel: Deutscher Bundestag: Redebeitrag von Dr. Angela Merkel am 05.05.2010
Niederlande:
Börse:
Handelsblatt: Börse Frankfurt: Dax fällt zeitweise unter 6000 Punkte (angeblicher Hintergrund: Griechenland braucht weit mehr Geld als gedacht / gute Unternehmensergebnisse gehen unter)
Welt: Vertrauensverlust – Euro taumelt Richtung 1,30-Dollar-Marke
FTD: US-Börsen – Griechenkrise rüttelt Wall Street durch
Griechenland:
Handelsblatt: Merkel unter Druck: Kanzlermehrheit für Griechen-Rettung wackelt (Gerhard Schröder hätte gleich die Vertrauensfrage gestellt.)
Spanien:
FTD: Schuldenkrise – Spanien wehrt sich gegen “Markt-Irrsinn”
N-TV: Rettungspaket für Griechen-Retter? Spanien sorgt für Unruhe (Ist Spanien als nächstes dran?)
Griechenland:
SPIEGEL: Steuerzahlerbund verdammt Merkels Griechen-Soli
FTD: Was auf Griechenland zukommt
Lettland:
Handelsblatt: Verschleierter Kredit – Deutsche Bank half beim Tricksen
Ursachen und Entwicklungen der Finanzkrise:
Blick Log: Der Teufelskreis der Finanzmärkte oder warum Banken lieber schweigen (mit Buchempfehlungen zu den Hintergründen der Finanzkrise)
Infokriegernews.de: Exklusiv-Interview mit Robert Prechter (Präsident von Elliott Wave International in Atlanta, Georgia) zum Thema “Deflation vs. Inflation” und die von ihm erwartete zukünftige Entwicklung
Gold:
Bankhaus Rott: Gibt es die Goldaq? (behandelt die Frage, ob wir eine “Goldblase” haben)
Sonstiges:
Handelsblatt: Suchmaschinenoptimierung – Google bevorzugt künftig schnelle Webseiten (gut für jeden, der da einen schnellen Webspace/Server nutzt – Benachteiligung von kleineren langsameren privaten Seiten?)
Jetzt hat man sich endlich geeinigt, wie man Griechenland im allergrößten Notfall (der natürlich niemals eintreten wird, ist klar) helfen kann. Trotzdem gibt es immer noch kritische Stimmen, man sollte es kaum für möglich halten…
Bei den einen sorgt Merkels Griechenland-Lösung für Misstöne, allein das Zögern von Angela Merkel war schon zuviel. Wird am Ende Deutschland womöglich noch vom proeuropäischen Kurs abweichen? Für die Empfänger von Transferzahlungen aus der EU kann jetzt das “Zittern” losgehen. Dabei kann man der Bundeskanzlerin vieles vorwerfen, aber nicht, dass sie zu wenig pro-europäisch eingestellt wäre. Allerdings ist jetzt wieder Wahl-Kampf in NRW, da hätten sich zu offensichtliche Finanzhilfen für Griechenland sicher nicht gut gemacht. Die Umfragewerte sagen sowieso schon eine klare Wahlniederlage für die CDU-FDP-Koalition voraus.
Im Netz dagegen sind die Reaktionen noch negativer. Wurde Merkels “Verhandlungsgeschick” noch teilweise gelobt bis bejubelt, fallen die Urteile bei Leserzuschriften und Blogbeiträgen verheerend aus.
Irgendwie konnte man vielen doch nicht vormachen, dass das Hilfspaket an Griechenland so ganz ohne deutsche Finanzhilfe auskommt.
Auf dem Blog “Kollateralschaden” heisst es z.B.:
Griechenland wird offiziell zum Entwicklungsland !
Wie der Autor richtig anmerkt, ist Deutschland natürlich indirekt doch massiv an dem Rettungspaket beteiligt:
Der mainstream bejubelt die “Eiserne” Kanzlerin – hier muß man wohl fragen, ob die mainstream-Journalisten inzwischen komplett verblödet sind. Deutschland trägt 27% der Hilfen – an welche Voraussetzungen die auch immer gekoppelt sind.
