Artikel-Schlagworte: „CDS“

Nach SPIEGEL-Informationen hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) deutliche Hinweise darauf, dass Spekulanten in jüngster Zeit verstärkt gegen Griechenland vorgehen. 85 Milliarden Dollar an Credit Default Swaps (CDS) für griechische Anleihen sollen Anleger im Februar gehalten haben, das ist doppelt so viel wie noch im Vorjahr.

Die Bankaufseher warnen, diese könnten für die Geldbeschaffung Griechenlands, aber auch für die Währungsunion zu einem großen Problem werden. Es könnte soweit gehen, dass nicht mehr alle griechischen Anleihen abgekauft werden, der Staat nicht mehr alle seine Schulden refinanzieren kann.

Als Gegenmaßnahmen schlagen sie eine europaweite zentrale Meldestelle für die umstrittenen Finanzinstrumente vor, ein generelles Verbot der CDS halten sie dagegen für „nicht zielführend“.

Quelle:
SPIEGEL: Deutsche Finanzaufseher decken Griechenland-Spekulationen in großem Stil auf

In dem Artikel bekommt man den Eindruck, die „bösen“ Spekulanten machen den Euro-Kurs und die griechischen Staatsanleihen kaputt. Dabei darf man aber nie aus den Augen verlieren, was alles in Griechenland selbst die ganzen Jahre schiefgelaufen ist, das kann man ja nicht alles den heutigen Spekulanten anlasten. Die bauen da nur drauf auf und versuchen davon jetzt finanziell zu profitieren. Das mag man moralisch verurteilen, ist aber trotzdem nicht die Hauptursache für die aktuellen griechischen Probleme.

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