Artikel-Schlagworte: „D-Mark“

Heute Abend ging es bei Frank Plasberg wieder mal um die Zukunft des Euros. Gäste heute waren Bernd Lucke (AfD), Wolfgang Bosbach (CDU), Christian Lindner (FDP), Katrin Göring-Eckardt (Grüne) und Michel Friedmann.

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Deutschland: + Fond Manager Frank Fischer im DAF: Die neue DM wird bereits gedruckt + Umstrittene Gemeinschaftsanleihen – Deutsche Front gegen Euro-Bonds bröckelt + Streit über Euro-Bonds – „Die Deutschen werden einknicken“ +

Europa: + „Europa droht zu zerfallen“ – Steinbrück malt Krisenszenario + Portugal verliert weiter an Kreditwürdigkeit +

USA: + 850.000-Dollar-Plan – Lobbyisten wollen Occupy-Bewegung killen +

Krisenvorsorge: + Eurokrise: Verunsicherte Verbraucher sorgen vor +

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Lt. einer Vorabmeldung des Magazins „Stern“ vom Mittwoch ist mit der deutschen Bundeskanzlerin ein Aufspaltung der Eurozone in z.B. einem Nord- und Süd-Euro nicht zu machen. Auch der Wiedereinführung der D-Mark erteilte sie eine klare Absage.

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Heute gibt es auf SPIEGEL Online ein Streitgespräch zwischen den Wirtschaftswissenschaftlern Peter Bofinger und Stefan Homburg über die aktuelle Euro-Krise und Auswege daraus. [1]

Stefan Homburg vertritt dabei die Position des Euro-Kritikers, Peter Bofinger die des Euro-Befürworters.

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Lt. einer Umfrage von Infratest dimap für das ARD-Morgenmagazin stehen immer noch 60% der Bundesbürger zum Euro, nur 36% hätten gern die Wiedereinführung der D-Mark. [1]

Nun wäre in dem Zusammenhang ja interessant, wie niedrig der Anteil der Euro-Gegner war, als es noch keine Euro-Krise gab. Immerhin sind 36% auf die Gesamtbevölkerung bezogen schon relativ viel, dafür dass die meisten Medien noch eine Pro-Euro-Stimmung verbreiten.

Schließlich wird in der Umfrage noch das Ergebnis aufgespaltet nach einem hohen und niedrigen Schulabschluss. Angeblich war der Anteil bei niedrigem Schulabschluss wesentlich höher (49% pro, 48% anti D-Mark) als bei einem hohen Abschluss (17% pro, 80% anti D-Mark).

Das Signal davon ist natürlich klar: nur die „Ungebildeten“ kommen auf die „abwegige“ Idee, gegen den „tollen“ Euro zu sein. Dabei wird der Bildungsstand natürlich nur vereinfacht am Schulabschluss festgemacht. Ob die Befragten sich in der Problematik auskannten oder nicht, sich möglichst breit und aus verschiedenen unabhängigen Quellen informiert haben oder nicht, wird daraus natürlich nicht ersichtlich.

Dabei könnte man das ganze auch umgekehrt sehen: Obwohl die Euro-Krise immer mehr in den Medien thematisiert wird, die Auswirkungen auch immer offener besprochen werden (z.B. Entwicklung der EU zu einer Transferunion) und auch die Stimmen der Euro-Kritiker immer lauter werden (siehe z.B. „Hartaberfair“ in der ARD diese Woche), ist immer noch eine Mehrheit der Bevölkerung gegen die Wiedereinführung der D-Mark.

Wobei das ja nicht bedeuten muss, sie sind FÜR den Euro. Selbst Hans-Olaf Henkel sagt ja, die Wiedereinführung der D-Mark sei nur „dritte Wahl“. Insofern ist die Aussage, 60% der Bundesbürger stehen zum Euro, schon etwas gewagt.

Online sieht die Stimmenverteilung dagegen etwas anders aus. In der Umfrage zum zugehörigen Artikel auf Welt Online sind aktuell nach 542 abgegebenen Stimmen 78% pro D-Mark. [2]

Update: Auf DasGelbeForum gibt es dazu noch einen interessanten Hinweis: [3]

Ein kurzer Kommentar zum anscheinend „niedrigen“ Bildungsabschluss vieler die die D-Mark zurückhaben wollen. Die ältere Generation weist „zufälligerweise“ eine nahezu „überraschende“ Ähnlichkeit mit denen auf, die nur einen Hauptschulabschluss besitzen.

Quellen:
[1]: ARD-DeutschlandTrend: Die meisten Deutschen stehen zum Euro
[2]: Welt: Die Mehrheit der Deutschen steht hinter dem Euro
[3]: DasGelbeforum: „DM zurück“ – es könnte am Alter liegen

Da fragt man sich, warum man sowas nicht in den deutschen Medien breit berichtet bekommt?

Wie jetzt auf der Seite des Guardian zu lesen ist, hat Angela Merkel Ende Oktober bei einem Treffen mit ihren Kollegen in Brüssel mit dem Austritt Deutschlands aus dem Euro gedroht. [1]

The German chancellor, Angela Merkel, has warned for the first time that her country could abandon the euro if she fails in her contested campaign to establish a new regime for the single currency, the Guardian has learned. (…)

„If this is the sort of club the euro is becoming, perhaps Germany should leave,“ Merkel replied, according to non-German government figures at the dinner. It was the first time in the 10 months since the euro was plunged into a fight for its survival that Germany, the EU’s economic powerhouse and the lynchpin of the euro’s viability, had suggested that quitting the currency is an option, however unlikely.

Steffen Seibert hat das ganze dagegen gleich wieder relativiert:

Merkel’s spokesman Steffen Seibert would not comment on her remarks today. But the threat, he said, was „not plausible. The chancellor sees the euro as the central European project, wants to secure and defend it and the government is not at all thinking of leaving it,“ he said. „Germany is unconditionally and resolutely committed to the euro.“

Nun ist das ganze vielleicht nur ein Mittel gewesen, um Druck auf die anderen auszuüben. Aber sind wir jetzt schon so weit? Und was machen Merkel und Ihre Kollegen, wenn man mit solchen Drohungen nicht mehr seinen Willen durchsetzen kann?

Irgendwann kommt man an den Punkt, wo man mit normalen Rettungsmaßnahmen Portugal, Spanien, Italien usw. nicht mehr helfen kann. Gibt es dann nur noch die Wahl zwischen dem Austritt der PIGS-Staaten oder eben von Deutschland aus dem Euro?

Quelle:
[1]: Guardian: Angela Merkel warned that Germany could abandon the euro

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