Artikel-Schlagworte: „Geldmenge“

In diesem Artikel werden die Ursachen der Weltwirtschaftskrise nochmals herausgearbeitet:
ef: Was Sie über die Ursache der Weltwirtschaftskrise wissen sollten: Die Inflationspolitik vor dem großen Finale

Die durch nichts gedeckten inflationären Kredite erzeugen Papiergeldillusionen und schaffen monströse Konjunkturzyklen, die in Weltwirtschaftskrisen münden.

Das Schöpfen von Geld aus dem Nichts, das begünstigt erst die ganzen „virtuellen Blasen“ an den Finanzmärkten, die früher oder später platzen müssen.

Anfangs bildete noch der Goldstandard „eine natürliche Hürde für Staatsausgaben und Inflation“. Für die Finanzierung des 1. Weltkriegs wurde dieser aber aufgegeben, Folge war dann die Hyperinflation in Deutschland von 1923. Immerhin noch bis zum 15.8.1971 wurde der US-Dollar mit einer abgeschwächten Form des Goldstandards gestützt: dem Golddevisenstandard. Wegen steigender Sozialausgaben und der Finanzierungskosten des Vietnamkriegs entschloss man sich, den Golddevisenstandard aufzugeben. Damit war der Weg frei für eine massive Ausweitung der Geldmenge.

Lt. dem Autor besteht „latente Gefahr eines systemgefährdenden Bankenruns„.

Bereits die Zahlungsunfähigkeit eines relevanten Schuldners kann eine Kettenreaktion auslösen – die Kreditpyramide stürzt zusammen wie bei jedem anderen gesetzlich verbotenen Schneeballsystem auch. Genau dieses Phänomen erleben wir derzeit; angesichts einer von der EZB vorgegebenen Mindestreservepflicht von lediglich 2 Prozent ist das nicht erstaunlich. Das bedeutet,  Geschäftsbanken müssen für Sichteinlagen in Höhe von 100 Euro nur 2 Euro in Form von Zentralbankgeld halten. Den „Rest“ – 98 Euro – können sie für neue Geschäfte verwenden.

Wer bekommt da nicht Lust, eine Bank zu gründen? Oder doch lieber gleich sein Geld vom eigenen Konto abzuheben?

Man erinnere sich an dieser Stelle: zu Beginn der Finanzkrise gab es schon mal die Gefahr eines Bankenruns. Immerhin soweit fortgeschritten war die Gefahr, dass die Bundesregierung – in Person von Angela Merkel – sich bis zu einem gewissen Freibetrag für die privaten Ersparnisse mit Steuergelder öffentlich verbürgt hat. Mit diesem psychologischen Trick war es dann gelungen, die Leute vom Abheben ihrer Vermögen abzuhalten.

Die Bürgschaft funktioniert dabei aber nur, wenn es zu KEINEM Bankrun kommt. Denn wie oben beschrieben würde sowas eine Kettenreaktion auslösen und das ganze System zerstören können. Und dann könnte selbst Angela Merkel das nicht mehr aus (unserer!) „Portokasse“ zahlen.

Dass alle die Ruhe bewahren hängt aber mehr von Psychologie ab als von realen Wirtschaftsdaten. Bricht doch mal Panik aus, kann der „worst case“ schneller eintreten als man reagieren kann. Was man mit diesen Überlegungen in einer aktuell relativ ruhigen Phase wie jetzt macht, ist natürlich jedem selbst überlassen. Für das gesamte System wäre es natürlich am besten, die Bürger würden „geordnet“ und „Stück für Stück“ ihre Vermögen von den Konten abheben und sichern – besser als alle auf einmal.

Weiter kritisiert der Autor, dass durch die geldpolitische Wachstumspolitik die reale Wirtschaft destabilisiert wird. Mit niedrigen Zinsen wird von den Zentralbanken immer wieder versucht, die Konjunktur in Schwächephasen wieder anzukurbeln, das billige Geld gelangte daraufhin massenhaft u.a. in die Rohstoffmärkte sowie in den Immobilien- und Hypothekensektor, wo es einen großen Boom auslöste. Und die Blase, die dort dann entstand und immer größer wurde, platzte irgendwann, als die Zinsen von den Zentralbanken wieder angehoben wurden. Schnell waren viele Projekte auf einmal nicht mehr bezahlbar. Man hatte ja mit den niedrigen Zinsen von zuvor und natürlich auf weiter steigende Immobilienpreise spekuliert.

Für den Autor ist das alles eine „monetäre Planwirtschaft“, welche die Marktwirtschaft funktionsunfähig macht.

In seinem Fazit bemerkt er schließlich: „Inflation ist eben eine Politik, die man nicht endlos fortführen kann. Immerhin kann man sie ändern.“ Fragt sich nur, wie man das ändern kann bzw. wie bringt man die verantwortlichen Personen dazu?

Um die Hintergründe der Finanz- und Wirtschaftskrise und die drohende Hyperinflation und weitere Staatsbankrotte zu verstehen, sollte man sich diesen Artikel unbedingt ansehen:
Inflation und Staatsbankrotte ante portas

U.a. werden folgende Punkte behandelt:

  • Was ist Inflation?
  • Das Geldmengen-Problem
  • Die Staatsverschuldungen schreiten unaufhörlich voran

Homepage vom Autor:
Krisenfrei.de

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