Artikel-Schlagworte: „Goldstandard“

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Libyen: + Rebellen kämpfen um jede Stadt + Libyen droht im Bürgerkrieg zu ersticken +

USA: + Returning to Gold Standards? +

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Immer häufiger und deutlicher wird jetzt auch in den Mainstream-Medien vom Ende des Euros gesprochen. Inzwischen wird nicht nur zaghaft gefragt, ob der Euro auseinanderbrechen könnte. Es gibt jetzt schon Autoren, die eindeutig vom Ende des Euros in den nächsten Jahren ausgehen.

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In diesem Beitrag der ARD-Sendung „Plusminus“ wird erstaunlich offen darüber berichtet, wieso das ungedeckte Geldsystem die eigentliche Ursache für die Finanzkrise ist:

ARD: Ungedecktes Geldsystem ist die Ursache der Finanzkrise (Video)

Zuerst wird zurückgegangen bis in die deutsche Kaiserzeit, als es noch ein goldgedecktes Währungssystem gab. Dann kam es nach dessen Aufgabe zur ersten Hyperinflation. Und heute stehen wir wieder an einem ähnlichen Punkt in der Geschichte.

Wie aus diesem ungedeckten Geldsystem immer neue und größere Spekulationsblasen entstehen, wird im weiteren erläutert. Am Ende wird sogar von einer erforderlichen Abwertung des Kapitals um 2/3 gesprochen, damit die realwirtschaftliche und die kapitalwirtschaftliche Entwicklung wieder ausgeglichen ist.  Im Grunde müsse ein Währungsschnitt her, aber nicht nur in Deutschland, sondern weltweit.

In einem überraschend offenen Hintergrundartikel der FTD werden zunächst die Fehler in unserem aktuellen Geldsystem vorgestellt und anschließend auf Vorschläge für Alternativen dazu eingegangen. [1]

Dass unser Währungssystem auf der Kippe steht, ist grundsätzlich wohl nichts neues mehr. Aber seitdem immer mehr Ökonomen und Politiker auf die Fehler im Währungssystem hinweisen, kommen auch solche Artikel in die „Massenmedien“ wie die Financal Times Deutschland.

U.a. werden hierzu Aussagen von Thorsten Polleit (Chefökonom bei Barclays Capital), Marc Faber („Dr. Doom“), der Republikaner Ron Paul, Bill Gross (Manager des weltgrößten Rentenfonds Pimco Total Return) und Frank Schäffler von der FDP zitiert.
Aber auch „Hobbyökonomen, Goldhändler, Verrückten und Verschwörungstheoretiker“ werden von der FTD erwähnt, namentlich Walter Eichelburg, der „immer wieder über zuverlässige Informationen zu verfügen glaubt, dass die Bundesregierung bereits heimlich eine neue D-Mark drucken lasse.“.

Lustigerweise bestätigt die FTD mit diesem Artikel, dass die „Verrückten“ gar nicht so verrückt sind und immerhin teilweise inzwischen von Ökonomen und Politikern in ihren Ansichten bestätigt werden.

Als Alternativen werden dann schließlich zwei Varianten erwähnt, die unser heutiges Währungssystem ersetzen könnten: 1) die Wiedereinführung des Goldstandards oder 2) die Einführung eines „freien Marktgeldes“. Bei 2) würde „Angebot und Nachfrage (…) die Geldmenge regulieren“.

Beides dürfte aber bis zum Kollaps des Weltwährungssystems eher geringe Chancen haben, von der Politik umgesetzt zu werden. Bevor sich etwas so tiefgreifend ändern kann, muss erst der „Tag des Jüngsten Gerichts“ kommen, an dem die Scheingeldwelt zusammenbricht.

Und was danach kommt, werden wir erst dann sehen. Natürlich kann man sich für danach eine Zukunft mit einem neuen besseren Währungssystem ausmalen. Die Frage wird nur sein, ob die Profiteure des heutigen (Währungs-/Wirtschafts-)Systems einen radikalen Systemwechsel zulassen werden?

Quelle:
FTD: Agenda – Die Geldrevolutionäre

Wie der SPIEGEL berichtet [1], hat Weltbank-Chef Robert Zoellick eine Wiederbelebung des Goldstandards gefordert, um die Devisenmärkte wieder zu stabilisieren.

Um zusätzlich zu Leitwährungen wie Gold, Euro usw. Gold hinzuzufügen, will  Zoellick ein „neues System internationaler Wechselkurse“ etablieren, „in dem ein neuer Goldstandard definiert wird“.

Nach Meinung des Weltbank-Chefs könnte das neue System das Bretton-Woods-Abkommen ersetzen. Der „Financal Times“ erklärte Zoellick, das neue Währungssystem könnte die heutigen Leitwährungen Dollar, Euro, Yen, Pfund und Yuan umfassen und sich in Richtung Internationalisierung bewegen. [2]

Analysten sollen dem Vorschlag Zoellicks im Grundsatz gegenüber aufgeschlossen sein. Dass solche umfassenden Reformen bald umsetzbar wären, sehen sie allerdings nicht.

Quellen:
[1]: SPIEGEL: Weltbank-Chef fordert neuen Goldstandard
[2]: FTD: Weltbank-Chef fordert Rückkehr zu Goldstandard

In diesem Artikel werden die Ursachen der Weltwirtschaftskrise nochmals herausgearbeitet:
ef: Was Sie über die Ursache der Weltwirtschaftskrise wissen sollten: Die Inflationspolitik vor dem großen Finale

Die durch nichts gedeckten inflationären Kredite erzeugen Papiergeldillusionen und schaffen monströse Konjunkturzyklen, die in Weltwirtschaftskrisen münden.

Das Schöpfen von Geld aus dem Nichts, das begünstigt erst die ganzen „virtuellen Blasen“ an den Finanzmärkten, die früher oder später platzen müssen.

Anfangs bildete noch der Goldstandard „eine natürliche Hürde für Staatsausgaben und Inflation“. Für die Finanzierung des 1. Weltkriegs wurde dieser aber aufgegeben, Folge war dann die Hyperinflation in Deutschland von 1923. Immerhin noch bis zum 15.8.1971 wurde der US-Dollar mit einer abgeschwächten Form des Goldstandards gestützt: dem Golddevisenstandard. Wegen steigender Sozialausgaben und der Finanzierungskosten des Vietnamkriegs entschloss man sich, den Golddevisenstandard aufzugeben. Damit war der Weg frei für eine massive Ausweitung der Geldmenge.

Lt. dem Autor besteht „latente Gefahr eines systemgefährdenden Bankenruns„.

Bereits die Zahlungsunfähigkeit eines relevanten Schuldners kann eine Kettenreaktion auslösen – die Kreditpyramide stürzt zusammen wie bei jedem anderen gesetzlich verbotenen Schneeballsystem auch. Genau dieses Phänomen erleben wir derzeit; angesichts einer von der EZB vorgegebenen Mindestreservepflicht von lediglich 2 Prozent ist das nicht erstaunlich. Das bedeutet,  Geschäftsbanken müssen für Sichteinlagen in Höhe von 100 Euro nur 2 Euro in Form von Zentralbankgeld halten. Den „Rest“ – 98 Euro – können sie für neue Geschäfte verwenden.

Wer bekommt da nicht Lust, eine Bank zu gründen? Oder doch lieber gleich sein Geld vom eigenen Konto abzuheben?

Man erinnere sich an dieser Stelle: zu Beginn der Finanzkrise gab es schon mal die Gefahr eines Bankenruns. Immerhin soweit fortgeschritten war die Gefahr, dass die Bundesregierung – in Person von Angela Merkel – sich bis zu einem gewissen Freibetrag für die privaten Ersparnisse mit Steuergelder öffentlich verbürgt hat. Mit diesem psychologischen Trick war es dann gelungen, die Leute vom Abheben ihrer Vermögen abzuhalten.

Die Bürgschaft funktioniert dabei aber nur, wenn es zu KEINEM Bankrun kommt. Denn wie oben beschrieben würde sowas eine Kettenreaktion auslösen und das ganze System zerstören können. Und dann könnte selbst Angela Merkel das nicht mehr aus (unserer!) „Portokasse“ zahlen.

Dass alle die Ruhe bewahren hängt aber mehr von Psychologie ab als von realen Wirtschaftsdaten. Bricht doch mal Panik aus, kann der „worst case“ schneller eintreten als man reagieren kann. Was man mit diesen Überlegungen in einer aktuell relativ ruhigen Phase wie jetzt macht, ist natürlich jedem selbst überlassen. Für das gesamte System wäre es natürlich am besten, die Bürger würden „geordnet“ und „Stück für Stück“ ihre Vermögen von den Konten abheben und sichern – besser als alle auf einmal.

Weiter kritisiert der Autor, dass durch die geldpolitische Wachstumspolitik die reale Wirtschaft destabilisiert wird. Mit niedrigen Zinsen wird von den Zentralbanken immer wieder versucht, die Konjunktur in Schwächephasen wieder anzukurbeln, das billige Geld gelangte daraufhin massenhaft u.a. in die Rohstoffmärkte sowie in den Immobilien- und Hypothekensektor, wo es einen großen Boom auslöste. Und die Blase, die dort dann entstand und immer größer wurde, platzte irgendwann, als die Zinsen von den Zentralbanken wieder angehoben wurden. Schnell waren viele Projekte auf einmal nicht mehr bezahlbar. Man hatte ja mit den niedrigen Zinsen von zuvor und natürlich auf weiter steigende Immobilienpreise spekuliert.

Für den Autor ist das alles eine „monetäre Planwirtschaft“, welche die Marktwirtschaft funktionsunfähig macht.

In seinem Fazit bemerkt er schließlich: „Inflation ist eben eine Politik, die man nicht endlos fortführen kann. Immerhin kann man sie ändern.“ Fragt sich nur, wie man das ändern kann bzw. wie bringt man die verantwortlichen Personen dazu?

Passend zum Karneval wohl erschien heute auf WELT Online folgender Artikel:

http://www.welt.de/finanzen/article6389413/Bank-Experte-warnt-vor-Goldrausch-der-Anleger.html?page=1#article_readcomments

Anleger flüchten aus Angst vor Inflation und Staatsbankrotten in das Edelmetall. Doch das ist für Klaus Holschuh, Chefvolkswirt der DZ-Bank, Unsinn. Er sieht eine Blase beim Preis für die Feinunze. Am meisten ärgert er sich aber über diejenigen, die den Goldstandard wieder einführen wollen.

Ja klar, der Goldpreis ist die letzten Jahre insgesamt stark gestiegen, was man von den lieben Aktien ja nicht gerade behaupten kann. Doch ist nicht alles, was nach oben schießt, gleiche eine Spekulationsblase, die kurz vor dem Platzen steht. Es kann auch ein Hinweis darauf sein, dass das „Krisenbarometer“ immer weiter nach oben steigt und immer mehr „Ratten“ das „sinkende Schiff“ verlassen wollen.

Wenn ein Bank-„Experte“ vor einer Blase warnt, ist das doch eigentlich ein guter Kontraindikator, wenn man die Trefferquote der letzten Jahre bei denen ansieht.

Wie so oft bei Artikeln auf WELT Online sind hier die Kommentare der Leser darunter interessanter als das eigentliche Interview. Hier sieht man schön, dass es schon einige gibt, die sich inzwischen über unser Geldsystem informiert haben.

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