Artikel-Schlagworte: „HRE“

Wallstreet-Panik:

SPIEGEL: Börsianer zweifeln an der „Fat Finger“-Theorie (Wäre eigentlich auch irre, wenn ein einfacher Tippfehler sowas auslösen könnte. Was aber hat es dann in Wahrheit ausgelöst?)

Gerald Celente auf Russia Today zum 1000 Punkte Absturz an der Wallstreet und zu Griechenland:“The bailout bubble will burst.“ (Celente sieht den großen Crash schon 2010 kommen. Er selbst hat 80% seines Vermögens in Gold, den Rest in US- und Kanadische Dollar. Börse ist für ihn „gambling“ und dafür ist aktuell nicht die Zeit. Werterhalt ist aktuell viel wichtiger. Celente glaubt auch nicht an die Fat-Finger-Theorie, siehe oben.)

Großbritannien:

SPIEGEL: Patt-Parlament lähmt Großbritannien (In anderen Staaten ist eine Koalition aus zwei oder mehr Parteien auch möglich, warum also nicht auch auf der Insel?)

Welt: Die enttäuschten Liberalen entscheiden Wahl-Krimi (Keine Mehrheit für eine der beiden großen Parteien / Liberale mit überraschend wenig Sitzen – wohl aufgrund des Wahlrechts)

Griechenland:

Handelsblatt: Nach heftiger Debatte: Bundestag beschließt Griechenland-Hilfe

Handelsblatt: Verfassungsklage: Wer die Griechen-Hilfe stoppen will (Das sind namentlich u.a.: Karl Albrecht Schachtschneider, Joachim Starbatty, Wilhelm Nölling, Wilhelm Hankel, Dieter Spethmann)

Wirtschaftsfacts.de: Griechenland: Touristen springen ab (War zu erwarten. Nur noch ‚Schaulustige‘ dürften im Moment für einen Urlaub dort zu begeistern sein.)

News-Mix:

FTD: PIIGS-Staaten schulden HRE 80 Mrd. Euro (Auch ein Grund für die Griechenland-Hilfe?)

Gaertner’s Blog: Warum ganz Europa sich erheben wird (Sehr lesenswert. Denn es ist längst nicht nur eine ökonomische sondern eine politische Krise. Bilder wie zuletzt aus Athen drohen auch in anderen europäischen Metropolen. Und was dann passieren wird, möchte man sich fast gar nicht ausmalen.)
Dazu passend vom gleichen Autor ein ähnliches Thema: Vom Präriefeuer zum globalen Flächenbrand ? (Es gibt ja auch noch USA, China…)

Wie das Handelsblatt berichtet, befürchten Experten, dass die Finanzkrise Griechenlands auch andere unsichere Staaten in der EU in Zahlungsprobleme bringen könnte. Dadurch wird die europäische Währungsunion weiter gefährdet. Aber auch deutsche Banken wie die Hypo Real Estate oder die Commerzbank sind stark betroffen.

„Das Hauptrisiko für den deutschen Finanzsektor besteht in kollektiven Schwierigkeiten der PIIGS-Staaten“, (…).
Unter den PIIGS-Staaten versteht man an den Finanzmärkten Portugal, Irland, Italien, Griechenland und Spanien. Griechenland könne für solche Schwierigkeiten „möglicherweise der Auslöser sein“, schreibt das Blatt unter Berufung auf den Vermerk weiter. Deutsche Banken sollen demnach Papiere dieser Staaten im Wert von 522,4 Mrd. Euro halten, was rund 20 Prozent der gesamten Auslandsforderungen deutscher Banken entspreche. Sie seien „Hauptgläubiger in Spanien und Irland und zweitwichtigster Gläubiger in Italien“.

Die Bankenrettung war ja vom Volumen her schon grenzwertig und würde uns über Jahrzehnte allein viele Milliarden Euro Zinsen kosten. Irgendwann ist aber die Finanzkraft der öffentlichen Haushalte auch erschöpft. Und dann? Wer rettet dann die heutigen Retter?

Das mit Abstand höchste Griechenland-Portfolio habe nach Erkenntnissen der BaFin mit 9,1 Mrd. Euro ausgerechnet die Hypo Real Estate (HRE) in den Büchern. Das mittlerweile zwangsverstaatlichte Institut habe sein Engagement in diesem Land vom März bis September vergangenen Jahres um fast 50 Prozent aufgestockt – genau zu jener Zeit, als es mit erheblichen staatlichen Mitteln gestützt wurde. Die Commerzbank, an der der Bund ebenfalls beteiligt ist, soll Griechenland-Papiere im Volumen von 4,6 Mrd. Euro halten. Auch angeschlagene Landesbanken haben demnach im großen Stil griechische Anlagepapiere gekauft, die LBBW für 2,7 Mrd. Euro, die BayernLB für 1,5 Mrd. Euro.

Warum wurde so massiv dort investiert, während man schon auf staatlicher Unterstützung angewiesen war? Dachte man, Griechenland ist bestimmt besser als „Lehman Brothers“ oder wurde hier hinter den Kulissen schon ein Hilfspaket für die Griechen geschnürt?

Und am Ende müssen wir die Griechen allein deswegen retten, damit unsere Banken daran nicht pleite gehen?

Hilfen der Euro-Länder für Griechenland könnten sich nach einem unbestätigten Bericht des Magazins „Der Spiegel“ auf 20 bis 25 Mrd. Euro belaufen.

Immerhin müsste Deutschland davon „nur“ 1/5 zahlen, lt. Spiegel-Artikel. Na das zahlen wir ja mittlerweile aus der „Portokasse“. Aber das dürfte dann auch nur die erste von vielen Raten sein, siehe das schwarze Finanzloch namens Hypo Real Estate.

Quellen:

http://www.handelsblatt.com/politik/international/griechenland-krise-experten-fuerchten-domino-effekt;2533265

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,679222,00.html

Themen
Eingetragen bei:
Kalender
September 2017
M D M D F S S
« Apr    
 123
45678910
11121314151617
18192021222324
252627282930  
News Feed