Artikel-Schlagworte: „Inflation“
Deutschland:
Handelsblatt: Aktion Rotstift: Schwarz-Gelb streitet über Sparkurs (10 Milliarden sollen pro Jahr eingespart werden – bei dem wo wird es noch lange und viele Diskussionen geben.)
Handelsblatt: Rücktritt: FDP verliert nach Finanzsteuer-Deal Finanzexperten (Frank Schäffler trat von seinem Posten im Finanzaussschuss zurück. Er ist einer der ganz wenigen Bundestagsabgeordneten, der zuletzt Durchblick bei der Finanzkrise gezeigt hat. Auch über die Hintergründe, z.B. unser Geld- und Zinssystem.)
FTD: Finanztransaktionssteuer – Schäuble bremst Regulierungsfans von der Union
Welt: Kommentar – Angela Merkel wird zur Getriebenen (Wenn man – wenn überhaupt – dauernd nur reagiert und nicht mehr agiert, dann kann es eben soweit kommen.)
Manager Magazin: BMW-Chef Reithofer: “Die Krise ist noch nicht vorbei”
Europa:
Welt: Regulierung – EU überstimmt London im Hedgefonds-Streit
Telepolis: Kommt nun doch eine Transaktionssteuer?
Banken:
FTD: Banken profitieren von EZB-Tabubruch
Verschuldung:
Das ZDF behandelte jetzt in einer Spezialsendung das Thema “Euro in Gefahr? Griechenland fordert Finanzhilfen”.
Dabei wurde im Studio auch der langjährige Euro-Kritiker Prof. Wilhelm Hankel interviewt.
Hier ein Auszug der Aussagen von Hankel:
=> Im Grunde geschieht hier eine Ungeheuerlichkeit. Diese Zahlungen sind nach dem Vertrag illegal, die dürfen nicht sein. Die Bundesregierung leistet Zahlungen ohne parlamentarische Ermächtigung.
=> Herr Hankel will erneut vor das Bundesverfassungsgericht ziehen dagegen.
Anschließend wird u.a. auf die Angst vor Inflation eingegangen. Ulrich Kater von der DeKaBank meint, in den nächsten ein zwei Jahren gingen wahrscheinlich die Inflationsraten noch zurück, weil “die Wirtschaft zuwenig ausgelastet ist”. Erst 2013, 2014 ist die Frage, wie hoch die Inflation dann steigen wird, denn sie wird steigen.
Hier kann man sich die Sendung in der ZDF-Mediathek ansehen:
ZDF-Spezial: Euro in Gefahr? Griechenland fordert Finanzhilfen
Lt. eines Berichts der „Emder Zeitung“ hat der ehemaligen Grünen-Politiker Oswald Metzger (jetzt bei der CDU) während eines Vortrags vor den Mitgliedern eines lokalen Arbeitgeberverbands öffentlich auf die Gefahr einer drohenden Währungsreform hingewiesen.
Kernthema des Referats soll gewesen sein:
„Die wirtschaftliche Lage ist schlimmer als es manche glauben wollen und viel schlimmer als es sich die Politik traut, den Bürgern zu sagen.“
Metzger wettert in seinem Vortrag gegen falsche und unrealistische Versprechungen seitens der Politik, man müsse stattdessen „Zumutungen zumuten“, auch wenn dann die eigene Abwahl droht.
Den Volksentscheid sieht er als eine Möglichkeit, den Parteienfilz aufzuweichen.
Schließlich kommt Metzger darauf zu sprechen, dass eine Inflation und Währungsreform droht.
„Dieses Szenario wird in den USA längst diskutiert. Hier nicht”, sagt Metzger. Er will der „Katastrophe” aber ausdrücklich ins Auge sehen: „Damit würde eine Massenenteignung liquider Sparformen drohen.” Alles, was die Menschen angespart haben, werde dann enteignet, um damit den Staatshaushalt zu retten.
Metzger fordert als Antwort darauf eine „Blut-Schweiß- und Tränenpolitik“, um die drohenden Probleme anzugehen und sich nicht mehr an ihnen „vorbeizumogeln“.
Zur Zeit hat Metzger kein Parlamentsmandat, insofern könnte es ihm etwas leichter fallen, offen auf die aktuellen Missstände hinzuweisen. Außerdem kann man sich natürlich auch darüber persönlich profilieren. Sein Vortrag bekam am Schluss lt. des Zeitungsartikels jedenfalls großen Beifall.
Trotzdem ist es bemerkenswert, aktuell solche deutlichen Worte aus dem Mund eines Berufspolitikers zu hören.
Quelle:
[1]: Emder Zeitung: Plädoyer wider die Volksverdummung
Griechenland:
SPIEGEL: Steuerzahlerbund verdammt Merkels Griechen-Soli
FTD: Was auf Griechenland zukommt
Lettland:
Handelsblatt: Verschleierter Kredit – Deutsche Bank half beim Tricksen
Ursachen und Entwicklungen der Finanzkrise:
Blick Log: Der Teufelskreis der Finanzmärkte oder warum Banken lieber schweigen (mit Buchempfehlungen zu den Hintergründen der Finanzkrise)
Infokriegernews.de: Exklusiv-Interview mit Robert Prechter (Präsident von Elliott Wave International in Atlanta, Georgia) zum Thema “Deflation vs. Inflation” und die von ihm erwartete zukünftige Entwicklung
Gold:
Bankhaus Rott: Gibt es die Goldaq? (behandelt die Frage, ob wir eine “Goldblase” haben)
Sonstiges:
Handelsblatt: Suchmaschinenoptimierung – Google bevorzugt künftig schnelle Webseiten (gut für jeden, der da einen schnellen Webspace/Server nutzt – Benachteiligung von kleineren langsameren privaten Seiten?)
In diesem Artikel werden die Ursachen der Weltwirtschaftskrise nochmals herausgearbeitet:
ef: Was Sie über die Ursache der Weltwirtschaftskrise wissen sollten: Die Inflationspolitik vor dem großen Finale
Die durch nichts gedeckten inflationären Kredite erzeugen Papiergeldillusionen und schaffen monströse Konjunkturzyklen, die in Weltwirtschaftskrisen münden.
Das Schöpfen von Geld aus dem Nichts, das begünstigt erst die ganzen “virtuellen Blasen” an den Finanzmärkten, die früher oder später platzen müssen.
Anfangs bildete noch der Goldstandard “eine natürliche Hürde für Staatsausgaben und Inflation”. Für die Finanzierung des 1. Weltkriegs wurde dieser aber aufgegeben, Folge war dann die Hyperinflation in Deutschland von 1923. Immerhin noch bis zum 15.8.1971 wurde der US-Dollar mit einer abgeschwächten Form des Goldstandards gestützt: dem Golddevisenstandard. Wegen steigender Sozialausgaben und der Finanzierungskosten des Vietnamkriegs entschloss man sich, den Golddevisenstandard aufzugeben. Damit war der Weg frei für eine massive Ausweitung der Geldmenge.
Lt. dem Autor besteht “latente Gefahr eines systemgefährdenden Bankenruns“.
Bereits die Zahlungsunfähigkeit eines relevanten Schuldners kann eine Kettenreaktion auslösen – die Kreditpyramide stürzt zusammen wie bei jedem anderen gesetzlich verbotenen Schneeballsystem auch. Genau dieses Phänomen erleben wir derzeit; angesichts einer von der EZB vorgegebenen Mindestreservepflicht von lediglich 2 Prozent ist das nicht erstaunlich. Das bedeutet, Geschäftsbanken müssen für Sichteinlagen in Höhe von 100 Euro nur 2 Euro in Form von Zentralbankgeld halten. Den „Rest“ – 98 Euro – können sie für neue Geschäfte verwenden.
Wer bekommt da nicht Lust, eine Bank zu gründen? Oder doch lieber gleich sein Geld vom eigenen Konto abzuheben?
Man erinnere sich an dieser Stelle: zu Beginn der Finanzkrise gab es schon mal die Gefahr eines Bankenruns. Immerhin soweit fortgeschritten war die Gefahr, dass die Bundesregierung – in Person von Angela Merkel – sich bis zu einem gewissen Freibetrag für die privaten Ersparnisse mit Steuergelder öffentlich verbürgt hat. Mit diesem psychologischen Trick war es dann gelungen, die Leute vom Abheben ihrer Vermögen abzuhalten.
Die Bürgschaft funktioniert dabei aber nur, wenn es zu KEINEM Bankrun kommt. Denn wie oben beschrieben würde sowas eine Kettenreaktion auslösen und das ganze System zerstören können. Und dann könnte selbst Angela Merkel das nicht mehr aus (unserer!) “Portokasse” zahlen.
Dass alle die Ruhe bewahren hängt aber mehr von Psychologie ab als von realen Wirtschaftsdaten. Bricht doch mal Panik aus, kann der “worst case” schneller eintreten als man reagieren kann. Was man mit diesen Überlegungen in einer aktuell relativ ruhigen Phase wie jetzt macht, ist natürlich jedem selbst überlassen. Für das gesamte System wäre es natürlich am besten, die Bürger würden “geordnet” und “Stück für Stück” ihre Vermögen von den Konten abheben und sichern – besser als alle auf einmal.
Weiter kritisiert der Autor, dass durch die geldpolitische Wachstumspolitik die reale Wirtschaft destabilisiert wird. Mit niedrigen Zinsen wird von den Zentralbanken immer wieder versucht, die Konjunktur in Schwächephasen wieder anzukurbeln, das billige Geld gelangte daraufhin massenhaft u.a. in die Rohstoffmärkte sowie in den Immobilien- und Hypothekensektor, wo es einen großen Boom auslöste. Und die Blase, die dort dann entstand und immer größer wurde, platzte irgendwann, als die Zinsen von den Zentralbanken wieder angehoben wurden. Schnell waren viele Projekte auf einmal nicht mehr bezahlbar. Man hatte ja mit den niedrigen Zinsen von zuvor und natürlich auf weiter steigende Immobilienpreise spekuliert.
Für den Autor ist das alles eine “monetäre Planwirtschaft”, welche die Marktwirtschaft funktionsunfähig macht.
In seinem Fazit bemerkt er schließlich: “Inflation ist eben eine Politik, die man nicht endlos fortführen kann. Immerhin kann man sie ändern.” Fragt sich nur, wie man das ändern kann bzw. wie bringt man die verantwortlichen Personen dazu?
Um die Hintergründe der Finanz- und Wirtschaftskrise und die drohende Hyperinflation und weitere Staatsbankrotte zu verstehen, sollte man sich diesen Artikel unbedingt ansehen:
Inflation und Staatsbankrotte ante portas
U.a. werden folgende Punkte behandelt:
- Was ist Inflation?
- Das Geldmengen-Problem
- Die Staatsverschuldungen schreiten unaufhörlich voran
Homepage vom Autor:
Krisenfrei.de
