Artikel-Schlagworte: „Israel“
Deutschland:
SPIEGEL: Bundesversammlung – Merkel sucht den Konsenskandidaten
Welt: Neuer Bundespräsident wird am 30. Juni gewählt
FTD: Merkel warnte Köhler vor Staatskrise (Um so erstaunlicher ist sein plötzlicher Rücktritt. Das sah mehr nach Flucht als nach einem geordneten Rückzug aus der Politik aus.)
Handelsblatt: Köhler-Rücktritt: Härtetest für Schwarz-Gelb (Wahrscheinlich wäre der Titel “Der Anfang vom Ende von Schwarz-Gelb” passender gewesen.)
Statistisches Bundesamt: Einzelhandelsumsatz im April 2010 real um 3,1% gesunken
Parteidervernunft: Panik auf der Titanic – Trilateraler Horst Köhler tritt zurück
Focus: Blogger machten auf Köhlers Äußerungen aufmerksam (Wer weiss, ob diese Aussage überhaupt so einen Wirbel verursacht hätte, ohne diesen Hinweis.)
Euro:
Welt: EZB-Bericht stürzt Euro auf neues Vier-Jahres-Tief (Wie weit geht es noch abwärts? Noch sind wir weit entfernt von den früheren Tiefstständen.)
Israel:
SPIEGEL: Kritik an Israels Militäraktion: “Zu einem solchen Blutbad hätte es niemals kommen dürfen”
China:
Israel:
N-TV: Offenbar 19 Tote – auch Deutsche an BordIsraels Angriff löst Entsetzen aus
SPIEGEL: Attacke auf Gaza-Hilfskonvoi – Empörung über Israels tödlichen See-Angriff
Welt: Türkei warnt Israel vor “irreparablen Folgen”
Handelsblatt: Israel isoliert sich
USA:
SPIEGEL: Hurrikan-Saison im Ölpest-Golf – Amerika fürchtet die Doppel-Katastrophe
FTD: USA rechnen mit größter Umweltverschmutzung aller Zeiten
China:
SPIEGEL: Weltkonjunktur – Chinas Regierungschef warnt vor Rückfall in Rezession
Deutschland:
SPIEGEL: Von der Leyen plant “Bürgerarbeit” für Hartz-IV-Empfänger
BoerseGo.de: Wirtschaftsstimmung trübt sich ein
Welt: Verurteilter Tauss verlässt die Piratenpartei (Zum Glück tritt er von selbst aus. Das nimmt etwas Druck weg von der jungen Partei, die sich aktuell immer noch in der Findungsphase befindet.)
Europa:
Welt: Kurssturz – Spanische Bankenkrise drückt Euro in den Keller
SPIEGEL: Ausstiegsklauseln – Euro-Länder können Griechen-Rettung stoppen
Handelsblatt: Naive Vorschläge: Barroso macht Front gegen deutsche Ideen zur Euro-Reform
Großbritannien:
FTD: Großbritannien nach den Wahlen – London kündigt Milliarden-Sparpaket an
Israel:
Nukleardeal mit Südafrika – Israel soll Apartheid-Regime Atombomben angeboten haben (Angeblich ist das der erste schriftliche Beweis für die Existenz israelischer Nuklearwaffen.)
Nord- und Südkorea:
TAZ: Säbelrasseln am 38. Breitengrad – Südkorea legt den Handel mit dem Norden auf Eis. In Pjöngjang setzt man dafür die Kriegsrethorik fort. Und Washington ergreift Partei für den verbündeten Süden. (Eine Eskalation kann verheerende Folgen haben – aber gleichzeitig von anderen Problemen wie die Finanzkrise ablenken.)
News-Mix:
Infokriegernews: Dirk Müller (Mr. DAX) spricht zu den alternativen Medien (Ca. 10 minütiger Ausschnitt, mit einem Appell für mehr Seriösität bei den alternativen Medien und Empfehlung für die richtige und unabhängige Vermarktung der eigenen journalistischen Arbeit. Der Tipp mit den von den Lesern zu bezahlenden Artikeln ist wohl mehr was für größere Projekte oder schon bekannte Leute wie Dirk Müller. )
FTD: Angst vor Geldentwertung – Inflationsschutz für Ihr Vermögen (Es werden folgende Anlagen besprochen: Gold, Immobilien, Aktien, Rohstoffe, Inflationsgesicherte Anleihen, Kunst)
Tagesschau: Umschulung wird subventioniert – Söldner werden – mithilfe des Staates
Telepolis: Bundespolizei lädt zum Häuserkampf – Manöver von 26 europäischen Polizeien auf dem militärischen Truppenübungsplatz im brandenburgischen Lehnin (Für welchen zukünftigen Krieg wird denn dort trainiert?)
SPIEGEL: Ende des Protestpartei-Hypes – Piraten erleiden Schiffbruch (Sowas wurde über die Grünen anfangs wahrscheinlich auch geschrieben. Aber für einen Abgesang ist es noch viel zu früh. Es bleibt abzuwarten, ob und wie sich die Partei weiter findet und die vielen neuen Mitglieder integriert. Im Idealfall wird man seinen eigenen Weg gehen und es nicht einfach nur den alten Parteien nachmachen. So kann eine echte Alternative zu den etablierten Parteien entstehen. Und davon braucht es eigentlich mehrere. Sonst wird wohl einfach nur die Wahlbeteiligung sinken und alles beim alten bleiben.)
Gerald Celente, Gründer des Trends Research Institute in Kingston (USA), erklärt in einem Interview mit dem Handelsblatt, dass er mit dem Schlimmsten rechnet. [1]
Nach Celentes Prognose wird in den USA trotz aller Konjunkturprogramme die Arbeitslosenrate hoch bleiben. Er vermisst den Unternehmergeist von früher, in den USA schafft man es derzeit auch nur, Stellen im Niedriglohnsektor, Zeitarbeit und Gesundheitssektor zu schaffen.
Wenn dann die Konjunkturprogramme auslaufen, wird nach Celentes Ansicht der Immobilienmarkt erneut zusammenbrechen. Das reisst die Finanzmärkte dann natürlich mit hinab. Am Ende dürfte nach Celente die ganze Welt in eine große Depression hinein laufen.
Auch für die EU ist Celente pessimistisch, die europäische Währungsunion sieht er bald zerbrechen. Dennoch könnten die Europäer das ganze insgesamt besser überstehen, weil ihre Haushalte noch nicht ganz so überschuldet sind wie die der Amerikaner. Die USA hat inzwischen 13 Billionen Dollar Staatsschulden angehäuft. Dazu kommen weitere zukünftige Verpflichtungen aus dem Sozialsystem von 108 Billionen Dollar. Dagegen würden „nur“ 3 Billionen Dollar gebraucht, um die Südländer der Eurozone zu retten.
Celente ist optimitisch, was die weitere Entwicklung des Gold-Kurses angeht. Kurse von mindestens bis zu 2000 Dollar hält er für realistisch. Sein Bargeld hat er aufgeteilt in US- und kanadische Dollar. Außerdem besitzt er noch Immobilien. Als einzige Währungen sieht er die norwegische Krone (wegen Norwegens Ölreichtum) und den schweizer Franken aktuell noch positiv. Grundsätzlich hat für Celente aber der Kapitalerhalt aktuell die oberste Priorität. Im Moment würde er keine größere Risiken eingehen.
Auch geopolitisch ist Celente pessimistisch. Neben einem weiteren großen Terroranschlag wie im September 2001 rechnen Celente und sein Team mit einer möglichen Eskalation der Konflikte im Nahen Osten, was sich schnell zu einer globalen Katastrophe ausweiten könnte.
Quelle:
[1]: Handelsblatt: Querdenker im Interview: „Wir laufen in eine große Depression“
Wie der Focus berichtet, spielen “Militär-Experten” mittlerweile schon alle möglichen Szenarien durch, die beim Scheitern der Sanktionen gegen den Iran drohen könnten.
Dabei wird alles vom nur regional begrenzten Luftschlag mit F-15- und F-16-Kampfflugzeugen, über den Einsatz konventionell bestückter „Jericho“-Raketen bis hin zum Einsatz von “taktischen Atomwaffen” diskutiert.
Man verweist auch auf drei Delphin-U-Boote (in Deutschland hergestellt), von der Israel konventionelle und atomare Marschflugkörper abfeuern könnte.
Emily Landau von der Tel Aviv University meint: “Sollte es einen israelischen Angriff geben, wird Israel sich einzig auf einen Präzisions-Schlag gegen die Atomanlagen konzentrieren. Es wäre offensichtlich nicht im Interesse Israels, sich auf einen größeren Konflikt mit dem Iran einzulassen.”
Interessante Ansicht. Israel würde also kein Interesse an einem direkten 1:1 Konflikt mit dem Iran haben. Aber ob der Iran es sich gefallen lassen wird, von Israel bombardiert zu werden? Selbst wenn die Luftschläge noch so präzise sein würden und man auf atomare Atomwaffen verzichtet, wird Iran ziemlich sicher zu Gegenschlägen in der Lage sein. Und dann?
Den Einsatz von kleineren, taktischen Kernwaffen gegen die iranischen Einrichtungen halten immerhin manche Experten noch für sehr problematisch. Sie glauben nicht, dass die Gefahr der Radioaktivität taktischer Atomwaffen für die Bevölkerung beherrschbar wäre.
Und dazu befürchten sie völlig zu Recht, dass der Einsatz solcher “taktischer Atomwaffen” ein Dammbruch gleich kommt, dessen Folgen heute kaum abgeschätzt werden können.
Wie dem auch sei, aktuell scheint vieles auf einen Irankrieg hinauszulaufen. Das dieser Konflikt bis zu einem dritten Weltkrieg ausarten könnte, wird u.a. hier diskutiert:
Infokriegernews.de – Gefahr: Irankrieg direkt vor Beginn? Wird das der dritte Weltkrieg?
Auch der Trendforscher Gerald Celente hat schon vor einem Iran-Krieg gewarnt und vor den Folgen, die sich daraus entwickeln könnten.
Zum Thema Iran und die Berichterstattung der Medien darüber gibt es hier einen guten Artikel:
Hintergrund: Die „Berichterstattung“ über den Iran kommt bekannt vor
