Artikel-Schlagworte: „Prof. Dr. Hankel“

Im Sender „Deutsches Anleger Fernsehen“ gab es jetzt mal wieder ein Interview mit dem Euro-Kritiker Prof. Dr. Hankel zu sehen.

Hankel fordert u.a. ein „globales monetäres Völkerrecht“.

Von der Tobin-Steuer hält er dagegen wenig, das würde nur der Endkunde bezahlen müssen – vergleichbar mit der Umsatzsteuer.

Hier ist der Link zur Sendung:
DAF: Jünemanns Börse Spezial: „Griechenland muss raus aus dem Euro“

Das ZDF behandelte jetzt in einer Spezialsendung das Thema „Euro in Gefahr? Griechenland fordert Finanzhilfen“.

Dabei wurde im Studio auch der langjährige Euro-Kritiker Prof. Wilhelm Hankel interviewt.

Hier ein Auszug der Aussagen von Hankel:
=> Im Grunde geschieht hier eine Ungeheuerlichkeit. Diese Zahlungen sind nach dem Vertrag illegal, die dürfen nicht sein. Die Bundesregierung leistet Zahlungen ohne parlamentarische Ermächtigung.
=> Herr Hankel will erneut vor das Bundesverfassungsgericht ziehen dagegen.

Anschließend wird u.a. auf die Angst vor Inflation eingegangen. Ulrich Kater von der DeKaBank meint, in den nächsten ein zwei Jahren gingen wahrscheinlich die Inflationsraten noch zurück, weil „die Wirtschaft zuwenig ausgelastet ist“. Erst 2013, 2014 ist die Frage, wie hoch die Inflation dann steigen wird, denn sie wird steigen.

Hier kann man sich die Sendung in der ZDF-Mediathek ansehen:
ZDF-Spezial: Euro in Gefahr? Griechenland fordert Finanzhilfen

Hier ist wieder mal ein interessantes Interview von Michael Grandt mit dem Euro-Kritiker Prof Dr. Wilhelm Hankel:
„Der am besten organisierte Finanzschwindel aller Zeiten!“

Hier ist ein Interview mit dem Euro-Kritiker Professor Dr. Wilhelm Hankel im ARD-Morgenmagazin:
Youtube: Griechenland muss für die deutsche Wirtschaft gerettet werden

Ein paar Auszüge aus dem Interview:

Moderatorin: Herr Hankel, ist es auch ein bisschen Genugtuung für Sie, was da jetzt passiert?

Hankel: Ich bin der unglückliche Vater, der immer versucht hat, sein Kind NICHT in den Brunnen fallen zu lassen und sieht nun, es ist doch passiert. Nein, also eigentlich eher unglücklich.

Moderatorin: (…) Wieso meinen Sie der unglückliche Vater?

Hankel: Ich wollte verhindern, dass Europa in diese Sackgasse läuft. Denn es ist eine Sackgasse. Und jetzt müssen wir versuchen, aus diese Sackgasse herauszukommen. Und das geht eigentlich nur dadurch… nicht dass man gleich den Euro abschafft, aber dass man die Staaten, die nie reingehört haben – Griechenland hat immer dazugehört – dass man denen jetzt den Ausgang verschafft.

Moderatorin: Kann man das denn? Es gibt keine rechtliche Handhabe, Griechenland aus der Euro-Zone auszuschließen. Wenn, dann müssten die freiwillig gehen. Was hätten die davon?

Hankel: Es wäre das beste für Griechenland selbst. Einmal für Europa, sich von diesem Ballast, von diesen Hypotheken zu trennen. Aber auch Griechenland, Griechenland nimmt doch jetzt einen schlimmen Weg, wenn man jetzt die Auflagen bedenkt. Aus Griechenland würde ja ein Polizeistaat werden, wenn sie die Steuern senken (Anm.: ist wohl ein Versprecher, er meint eher ‚erhöhen‘) müssen, den Sozialstaat abschaffen.. Griechenland hat jetzt eine Gelegenheit, aus der Euro-Zone auszutreten, freiwillig, zum Nutzen der eigenen Bürger, und in den Club zu gehen, der ja da ist, nämlich den sogenannten „Wechselkurs-Club“. Da sitzen ganz ehrenwerte Länder, die zur EU gehören wie die baltischen Staaten, wie Polen und Ungarn. Dann kriegt Griechenland wieder eine eigene Währung, kann die in Ordnung bringen und die Grundlagen für neues Wirtschaftswachstum schaffen.

Moderatorin: Aber, wenn Griechenland nun ausscheiden würde und die EU nicht mehr im Rücken hat als Deckung, dann sind sie sofort pleite, ist es so?

Hankel: Also ein Staat, der sein eigenes Geld hat, kann niemals Pleite gehen. Das Problem Griechenland ist, dass sie kein eigenes Geld haben, dass sie den Euro gar nicht drucken dürfen. Aber wenn sie das könnten, indem sie wieder die Drachme hätten, dann wäre die größte Gefahr einer Staatspleite beseitigt. Vor allen Dingen aber könnte man die Drachme aber stabilisieren. (…)

Moderatorin: (…) Jetzt sagt aber Deutsche-Bank-Chef Ackermann, wenn Griechenland pleite geht oder wenn die kein Geld mehr kriegen, dann sind wir als Deutsche Banken – der spricht da im Plural – dann gehen wir mit in die Knie. Ist da was dran?

Hankel: Natürlich, er (Ackermann) ist jetzt sehr ehrlich und sagt:“Es geht gar nicht um Griechenland, es geht um uns.“. Aber es geht auch um unsere Steuerzahler. Wir können doch nicht die griechischen Schulden übernehmen. Griechenland hat einmal einen Kredit gekriegt von den Gläubigern, einen großen, den hat es verwirtschaftet. Nun kann Griechenland doch nicht einen zweiten Kredit kriegen, bloß weil es den ersten nicht zurückzahlen kann? (…)
Nein, ich würde sagen, Deutschland ginge NICHT unter, nur weil man eine Bank pleite geht. Das ist für die Marktwirtschaft besser. Ein kleiner Unternehmer muss für seine Schulden haften, warum nicht ein großer Banker?

Moderatorin: Glauben Sie trotzdem, dass das der Anfang vom Ende des Euros wird?

Hankel: Wenn man jetzt eine falsche Griechenland-Lösung anstrebt, wenn man jetzt einen Währungsfond schafft, der im Grunde eine Bad Bank ist, der die faulen Schulden aufkauft… Dann ist der Euro erledigt. Dann wird er die schlimmste „Weich-Währung“, die es in Europa je gegeben hat. Nein, man kann den Euro retten, in dem man die „faulen Stellen“ herausschneidet, indem die Länder, die nicht reingehören, freiwillig rausgehen, auch zu ihrem eigenen Nutzen. Und dann hätten wir einen Euro für Deutschland, Frankreich, die Benelux-Staaten. Länder, die auch ökonomisch zusammengehören und eigentlich schon immer über die D-Mark früher so etwas wie einen Währungsverbund zusammen gebildet haben.

In dem Zusammenhang sei auch noch auf diesen interessanten Artikel verwiesen:
Polit-Profiler: Chronologie der Finanzkrise

Themen
Eingetragen bei:
Kalender
Oktober 2017
M D M D F S S
« Apr    
 1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
3031  
News Feed