Artikel-Schlagworte: „Statistik“

Die nächste Inflationswelle rollt auf uns zu. Wie das statistische Bundesamt mitteilt, sind die Großhandelspreise im März um 10,9 % gegenüber dem Vorjahresmonat angestiegen. Dieser Trend nach oben hält schon seit Monaten an:

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Im aktuellen Monatsbericht der Bundesagentur für Arbeit werden leicht sinkende Arbeitslosenzahlen gemeldet:
Der Arbeits- und Ausbildungsmarkt in Deutschland 03/2010

Wie das Manager Magazin berichtet, warnt BA-Chef Frank-Jürgen Weise aber vor Euphorie: „Wir sehen keine Trendwende. (…) Die Konjunktur scheint anzuspringen. Für den Arbeitsmarkt gilt das aus unserer Sicht noch nicht. (…) Auch jenseits der jahreszeitlichen Einflüsse hat der deutsche Arbeitsmarkt die wirtschaftliche Krise gut verkraftet.“

Da ja offiziell vermeldete Arbeitslosenzahlen immer im Verdacht stehen, statistisch nach unten „optimiert“ zu sein, verrät dieser Abschnitt des Artikels auch eine Ursache für den leichten Rückgang der Arbeitslosenrate:

Im Vergleich zum Vorjahr nahm die Erwerbslosigkeit im März um 18.000 ab. Berücksichtigt man jedoch die von privaten Vermittlern betreuten Arbeitssuchenden, die im Zuge einer Statistikänderung seit Mai 2009 nicht mehr als arbeitslos ausgewiesen werden, sind es 142.000 mehr.

Quelle:
Manager Magazin: Kurzarbeit und Zeitkonten retten Jobs

Das ist ja dann eine „super Leistung“, wenn man mit dieser statistischen Neubewertung die Zahlen gesenkt hat.

Einzig relativ erfreulich ist, dass die schlimmsten Prognosen für den Arbeitsmarkt bisher noch nicht eingetreten sind – Arbeitszeitkonten und Kurzarbeit sei Dank.

Wie das statistische Bundesamt vermeldet, sanken im Januar die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe gegenüber dem Vorjahresmonat um 6,6 %. Zum Bauhauptgewerbe werden Betriebe von Unternehmen mit 20 und mehr tätigen Personen gezählt.

Immerhin gab es ein kleines Plus von 0,3% bei den Beschäftigten. Dafür ist der Gesamtumsatz um ganze 20,3% auf 2,849 Milliarden Euro eingebrochen.

Quelle:
Statistisches Bundesamt: Pressemitteilung Nr.115 vom 24.03.2010

Wie das statistische Bundesamt heute vermeldet hat, betrug für das Jahr 2009 das kassenmäßige Finanzierungsdefizit der Kommunen 7,1 Milliarden Euro. Im Jahr 2008 hatte man noch ein Finanzierungsüberschuss von 7,7 Milliarden Euro errechnet.

Die Einnahmen der Kommunen sanken um 2,7% auf 170,1 Milliarden Euro, die Ausgaben stiegen gleichzeitig um 6,0 % auf 177,2 Milliarden Euro.

Der Einbruch bei den Einnahmen wird v.a. auf die stark rückläufigen Steuereinnahmen der Kommunen zurückgeführt. Diese sanken um immerhin 11,4 % auf 62,4 Milliarden Euro.

Nach Abzug der Gewerbesteuerumlage sanken die für Kommunen besonders wichtigen Gewerbesteuerbeträge um 19,7 %.

Quelle:
Statistisches Bundesamt Deutschland: Pressemitteilung Nr.114 vom 23.03.2010

Da die Haushaltslage von Kommune zu Kommune stark variiert und teilweise auch abhängig von der örtlich vorhandenen Wirtschaftsstruktur abhängt, kann dieses Defizit für einige Städte und Gemeinden den kurzfristigen Bankrott bedeuten.

Heute wurde als Beispiel im ZDF-Morgenmagazin die Stadt Wuppertal genannt. Diese ist in Kürze faktisch überschuldet und müsste als Unternehmen in die Insolvenz gehen. Folge: Einige Gebühren sollen jetzt für die Bürger angehoben werden, öffentliche Einrichtungen werden geschlossen usw.

Wie das Statistische Bundesamt Deutschland vermeldet, gab es im Handwerk 2009 Umsatzeinbußen von 5%. Gleichzeitig nahm die Zahl der Beschäftigten um 1,5% ab.

Immerhin zwei der sieben Handwerk-Untergruppen konnten sogar ein Umsatzplus erzielen. Eine davon, das Kraftfahrzeuggewerbe, dürfte dabei allerdings noch von der Abwrackprämie profitiert haben. Trotz Umsatzplus wurde in dem Sektor sogar mit 3,1% überdurchschnittlich viel Personal abgebaut.

Am meisten Personalabbau gab es mit 3,3% beim „Handwerke für den gewerblichen Bedarf“, wo auch der größte Umsatzeinbruch von 17,7% gegenüber dem Vorjahr ermittelt wurde.

Quelle:
Statistisches Bundesamt: 5,0% weniger Umsatz im Handwerk im Jahr 2009

Lt. einer anderen Pressemitteilung des Bundesamts lag der Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte im Februar 2010 um 2,9% niedriger als im Februar 2009. Zwei Drittel der Veränderung des Gesamtindexes sollen auf veränderte Energiepreise zurückzuführen sein, die um immerhin 8,3 % nachgegeben haben.

Quelle:
Statistisches Bundesamt: Erzeugerpreise Februar 2010: – 2,9% gegenüber Februar 2009

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