Artikel-Schlagworte: „Währungskrise“

Deutschland:

FTD: Ackermann lehnt Reform des Währungssystems ab (Wenn das nicht mal ein Argument PRO Währungssystem-Reform ist?)

Europa:

FTD: Des Schuldendramas nächster Akt (Die Schuldenkrise hat Europa wieder fest im Griff. Diesmal im Focus: Irland und Griechenland.)

G20-Gipfel:

SPIEGEL: Verbündete prangern US-Wirtschaftspolitik an (Von allen Seiten hagelte es Kritik an der US-Wirtschaftspolitik.)

Handelsblatt: G20-Gipfel-Streit: Merkel und Obama erzielen Mini-Erfolg in Seoul (Was hier genau der Mini-Erfolg sein soll, bleibt etwas unklar. Wahrscheinlich sind die etwas sanfteren Töne, die gegenseitig angeschlagen wurden, schon ein „Erfolg“.)

FTD: Merkels dramatische Kritik an den USA (Lt. dem Autor dieses Leitartikels zeigt „Angela Merkels harsche Kritik an der US-Geldpolitik und ihr gleichzeitiges Lob für China, wie sehr sich die Gewichte in der Welt mittlerweile verschoben haben.“. Ein weiteres Zeichen für den Untergang der USA?)

Manager Magazin: Währungschaos – Die Mutter aller Krisen („Die Gefahr des Dollar-Crashs steigt. Der G20-Gipfel muss alles tun, um ein solches Horrorszenario zu verhindern.“, fordert Autor Henrik Müller.)

In einem überraschend offenen Hintergrundartikel der FTD werden zunächst die Fehler in unserem aktuellen Geldsystem vorgestellt und anschließend auf Vorschläge für Alternativen dazu eingegangen. [1]

Dass unser Währungssystem auf der Kippe steht, ist grundsätzlich wohl nichts neues mehr. Aber seitdem immer mehr Ökonomen und Politiker auf die Fehler im Währungssystem hinweisen, kommen auch solche Artikel in die „Massenmedien“ wie die Financal Times Deutschland.

U.a. werden hierzu Aussagen von Thorsten Polleit (Chefökonom bei Barclays Capital), Marc Faber („Dr. Doom“), der Republikaner Ron Paul, Bill Gross (Manager des weltgrößten Rentenfonds Pimco Total Return) und Frank Schäffler von der FDP zitiert.
Aber auch „Hobbyökonomen, Goldhändler, Verrückten und Verschwörungstheoretiker“ werden von der FTD erwähnt, namentlich Walter Eichelburg, der „immer wieder über zuverlässige Informationen zu verfügen glaubt, dass die Bundesregierung bereits heimlich eine neue D-Mark drucken lasse.“.

Lustigerweise bestätigt die FTD mit diesem Artikel, dass die „Verrückten“ gar nicht so verrückt sind und immerhin teilweise inzwischen von Ökonomen und Politikern in ihren Ansichten bestätigt werden.

Als Alternativen werden dann schließlich zwei Varianten erwähnt, die unser heutiges Währungssystem ersetzen könnten: 1) die Wiedereinführung des Goldstandards oder 2) die Einführung eines „freien Marktgeldes“. Bei 2) würde „Angebot und Nachfrage (…) die Geldmenge regulieren“.

Beides dürfte aber bis zum Kollaps des Weltwährungssystems eher geringe Chancen haben, von der Politik umgesetzt zu werden. Bevor sich etwas so tiefgreifend ändern kann, muss erst der „Tag des Jüngsten Gerichts“ kommen, an dem die Scheingeldwelt zusammenbricht.

Und was danach kommt, werden wir erst dann sehen. Natürlich kann man sich für danach eine Zukunft mit einem neuen besseren Währungssystem ausmalen. Die Frage wird nur sein, ob die Profiteure des heutigen (Währungs-/Wirtschafts-)Systems einen radikalen Systemwechsel zulassen werden?

Quelle:
FTD: Agenda – Die Geldrevolutionäre

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