Aktuell liest man in allen Medien eine Horror-Meldung nach der anderen. Vor der Börseneröffnung heute konnte man den Eindruck bekommen, die Welt steht am Abgrund und wenige Stunden später ist man schon einen Schritt weiter. Dabei ist diese Panik genauso irrational wie der grenzenlose Optimismus an den Märkten zuvor, dass alles schon irgendwie gut werden wird. Eine nüchterne Analyse ist mehr als notwendig.

Im Grunde hat sich in den letzten Tagen nicht viel geändert. Die USA wie auch viele EU-Staaten sind immer noch massiv verschuldet – praktisch ohne eine Chance, in Zukunft jemals die Schulden wieder abzahlen zu können. Die Bonität der einzelnen Staaten war lt. Ratingagenturen noch lange Zeit erstaunlich gut. Bis Ende letzter Woche wies die USA bei den größten Ratingagenturen ein AAA aus, als ob die ganze Diskussion um die Anhebung der Schuldengrenze, die heute schon enorme Staatsverschuldung und die schwächelnde Konjunktur nicht existiert hätten.

Die Herabstufung der USA war also mehr als überfällig und dürfte an für sich keinen wirklich überrascht haben. Dennoch scheinen die Märkte davon zusätzlich verunsichert worden zu sein. Man kann den Eindruck bekommen, dass hier viele sich mehr von ihren Emotionen leiten lassen als von nüchternen Zahlen.

Und gerade diese psychologischen Effekte an den Märkten sind natürlich gefährlich. Wenn einmal Panik das Handeln bestimmt, kann es auch ganz schnell ganz weit nach unten gehen mit den Kursen. Daher ist es auch gerade keine gute Zeit, sein Geld an der Börse anzulegen, wenn man nicht gerade sehr spekulativ eingestellt ist.

Man sollte sich also nicht verrückt machen lassen sondern in Ruhe überlegen, was für einen selbst zu tun ist, um jeder möglichen kommenden Krise vorzubeugen. Dazu gehört u.a. das Anlegen von Vorräten (Lebensmittel, Dinge des täglichen Bedarfs, etc.), das Umschichten des Vermögens von Papier- in Sachwerte (z.B. in Edelmetalle, Immobilien, Ackerland, auch Aktien) sowie das Pflegen von sozialen Kontakten (Freundschaften, Verwandte, Nachbarn), die im „worst case“ nochmal sehr hilfreich sein könnten.

Gleichzeitig hilft es überhaupt nicht, sich unnötig viel Sorgen über die Zukunft zu machen. Grundsätzlich kann man sowieso nicht wissen, wann und wo jetzt der Crash genau beginnt. So oder so ist die Lebenszeit begrenzt und man sollte die Zeit bis dahin nutzen. Mehr als sich so gut es geht auf schlechtere Zeiten vorbereiten kann man sowieso nicht.


Ähnliche Artikel:

Kommentieren

Themen
Eingetragen bei:
Kalender
Dezember 2017
M D M D F S S
« Apr    
 123
45678910
11121314151617
18192021222324
25262728293031
News Feed