Ist das nur eine lange überfällige Kurskorrektur oder erleben wir gerade den Anfang von einem längeren Absturz an den weltweiten Aktienbörsen? Im Moment berichten die Medien jedenfalls von „panikartigen Verkäufen“, der SPIEGEL sogar von einem „Tiefenrausch an der Börse“. Der DAX ist heute erneut tief im Minus und fiel zwischenzeitlich unter 6200 Punkte.

So langsam scheint sich an den Börsen wirklich Panik breit zu machen. Der übliche „Herdentrieb“ der Investoren, Chart-Indikatoren, durchbrochene „Unterstützungslinien“ in den Kursverläufen, all das könnte die Aktienkurse noch weiter tief abrutschen lassen.

Nichts ist schlimmer an der Börse als eine Verunsicherung der Anleger, eine Angst vor der einbrechenden Konjunktur und die Panik vor immer größer werdenden Kursverlusten.

Und Unsicherheit an den Märkten gibt es mehr als genug. Trotz des gerade beschlossenen Schuldenkompromisses droht die USA lt den jüngsten Konjunkturdaten wieder in eine Rezession abzurutschen. Auch scheint langsam endgültig das Vertrauen in das Krisenmanagement der Politik und der Notenbanken zu schwinden.

Die Frage ist nur: warum erst jetzt? Gab es in den letzten Tagen wirklich soviel fundamental Neues an Daten und Berichten, dass bis dahin der Optimismus und jetzt die Panik gerechtfertigt sind? Das ganze wirkt von außen eher wie eine aufgeschreckte Schafsherde als wie nüchtern und objektiv analysierende Investoren.

Entspannt zuschauen können nur die Investoren, die rechtzeitig und nüchtern die Risiken im Markt analysiert haben und sich schon längst in sicherere Häfen wie z.B. Gold zurückgezogen haben.

Allerdings können gerade durch den aktuellen Abschwung an den Märkten die Aktien wieder interessant werden. Hält die Entwicklung noch länger an, können kurzfristig orientierte Spekulanten die günstigen Einstiegskurse nutzen und auf die nächste Zwischen-Hausse hoffen.

Dennoch ist wohl bald der Zeitpunkt gekommen, wo man spätestens einen Teil seines Vermögens in Edelmetall umschichten sollte (soweit noch nicht getan), denn immer noch sind die Preise von Gold und Silber relativ bezahlbar. Regiert erst einmal die Panik den Markt, können die Preise für Gold und Silber schnell steil in die Höhe schießen. Und dann wird die Flucht in Edelmetalle richtig teuer.

Quellen:
SPIEGEL: Tiefenrausch an der Börse
N-TV: Dax fällt ins Bodenlose
TAZ: Die Finanzmärkte spielen verrückt


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2 Kommentare zu „Aktienmärkte brechen weiter ein“

  • „Die Wirtschaftsordnung, die Gesellschaftsordnung, der Staat sind, das sieht man jetzt endlich ein, auf dem Geldwesen, auf der Währung aufgebaut. Mit der Währung steht und fällt der Staat, und zwar nicht nur der Staat, wie ihn die herrschende Schicht zu Herrschaftszwecken errichtet hat, sondern der Staat schlechthin, der Staat der Bürokraten, der Sozialisten, sogar der „Staat“ der Anarchisten. Denn mit dem Sturz der Währung hört jedes höhere Gesellschaftsleben einfach auf, und wir fallen in die Barbarei zurück, wo es keinen Streit um Staatsformen gibt.“

    Silvio Gesell (Vorwort zur 7. Auflage der NWO, 1930)

    Wer weder den elementaren Fehler im „Geld, wie es ist“ versteht (das heutige Papiergeld wurde gänzlich unreflektiert dem Edelmetallgeld der Antike nachgeäfft), noch das fehlerfreie „Geld, wie es sein soll“ überhaupt andenken kann, versteht von Makroökonomie ungefähr soviel, wie eine Kuh vom Fliegen. Die totale Flugunfähigkeit gewählter „Spitzenpolitiker“ und vorgeblicher „Wirtschaftsexperten“ des 21. Jahrhunderts wird vom „Normalbürger“ deshalb nicht erkannt, weil eine uralte Programmierung des kollektiv Unbewussten es der halbwegs zivilisierten Menschheit so gut wie unmöglich macht, zwischen Marktwirtschaft und Kapitalismus zu unterscheiden – die Grundvoraussetzung des Denkens, sofern es das zivilisierte Zusammenleben im weitesten Sinne betrifft. Nur ein außergewöhnliches Genie wie Silvio Gesell konnte die grundlegendste zwischenmenschliche Beziehung, das Geld, komplett verstehen, ohne die Religion verstanden zu haben:

    http://opium-des-volkes.blogspot.com/2011/07/die-ruckkehr-ins-paradies.html

    Wer diese „Achterbahnfahrt fürs Gehirn“ hinter sich hat, wird einsehen, dass der kurz bevorstehende, endgültige Zusammenbruch der Weltwirtschaft durch die „Finanzkrise“ (korrekt: globale Liquiditätsfalle nach J. M. Keynes, klassisch: Armageddon) die Voraussetzung dafür ist, dass der Glaube an das (noch) bestehende, kapitalistische System verloren geht, die Religion (selektive geistige Blindheit) überwunden und der eigentliche Beginn der menschlichen Zivilisation, die Natürliche Wirtschaftsordnung (Marktwirtschaft ohne Kapitalismus = echte Soziale Marktwirtschaft), verwirklicht werden kann:

    http://opium-des-volkes.blogspot.com/2011/07/der-bevorstehende-crash.html

  • Ewiak Ryszard sagt:

    Diese Krise ist nicht zufällig entstanden. Die Bibel sagt: „Zur bestimmten Zeit [der König des Nordens = Russland] wird zurückkehren“ (Daniel 11:29a). Es bedeutet auch, den Zerfall der Europäischen Union und der NATO.

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