Jetzt kommt vielleicht bald zur Staatsschuldenkrise auch noch eine Konjunkturkrise hinzu. Wie das Statistische Bundesamt in einer ersten Schätzung mitteilte, ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal um nur 0,1 Prozent gewachsen. Mit dem deutschen Wirtschaftsaufschwung ist es also erstmal vorbei.

Das ist das langsamste Wachstum des BIP seit Anfang 2009. Gerechnet worden ist von Analysten im Schnitt ein Plus von 0,5 Prozent. Jetzt wird erwartet, dass die Konjunkturprognosen für 2011 wahrscheinlich nach unten korrigiert werden müssen.

Als Ursache wurde die schwache Entwicklung der privaten Konsumausgaben und der Bauinvestitionen genannt. Dafür stiegen die Investitionen der Unternehmen, wodurch überhaupt erst ein kleines Plus von 0,1 Prozent verzeichnet werden konnte.

Immer noch wesentlich besser sieht der Vergleich mit dem Vorjahresquartal aus. Gegenüber 2010 legte die Wirtschaftsleistung um immerhin noch 2,8 Prozent zu. Allerdings hatte man hier auch schon bei 5 Prozent gelegen, Anfang 2011.

Sollte sich der Abschwung des Wirtschaftswachstums weiter fortsetzen, dürften auch die Prognosen für die erwarteten Steuereinnahmen nicht gehalten werden können. Und das alles während der Diskussion um die Einführung von Euro-Bonds, die ja für die EU-Staaten – v.a. für Deutschland – auch nicht zum Nulltarif auf Dauer zu haben sein werden.

Quellen:
SPIEGEL: Deutsche Dümpelwirtschaft zieht Euro-Zone nach unten
Welt: Deutscher Aufschwung kommt fast zum Erliegen
Statistisches Bundesamt: Bruttoinlandsprodukt im 2. Quartal 2011 nur leicht im Plus


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