Das Handelsblatt hat mit Douglas Casey, Gründer von Casey Research, ein Interview geführt, in dem er zu Themen wie Inflation, Devisen, Zins- und Börsenentwicklung befragt wurde.

Dabei macht Casey ein paar Interessante ansagen:

Wie werten Sie die explodierenden Staatsdefizite?

Die meisten Regierungen sind bankrott. Die Defizite werden immer häufiger an die Zentralbanken abgegeben und monetarisiert. In den kommenden Jahren erwarte ich horrende Inflation, weltweit.

Mit einer Hyperinflation rechnen ja einige. Casey sieht aber auch das Ende des Euros und der ganzen EU kommen:

Was passiert bei den Währungen?

Die Griechenland-Debatte hat den Euro unter Druck gesetzt. Wo der Boden ist? Der Euro ist eine Esperanto-Währung. Er wird wohl in den nächsten fünf Jahren auseinander brechen, die Europäische Union vielleicht schon in den folgenden fünf Jahren. (…)

Alle großen Währungen haben ernste Probleme. Sie sind im Niedergang, nur die relativen Bewertungen schwanken. Man ist wohl am besten bedient mit dem kanadischen und neuseeländischen Dollar. Gold wird wieder als Währung genutzt werden, es ist wirklich Geld. Das ist die beste Anlageposition.

Solche Aussagen werden die Anhänger vom Gold freuen.

Im weiteren erwartet Casey stark anziehende Zinsen und Renditen an den Anleihemärkten.

Die US-Wirtschaft sieht er in einer frühen Phase einer großen Depression.

Natürlich sieht er auch noch teilweise stark fallende Aktienkurse kommen.

Für Geldanleger empfiehlt er eine „politische Streuung“, d.h. man darf sein Geld nicht komplett in einem Land haben. Dazu rät er zu einem großen Anteil an Edelmetallen. Cash kann man ruhig auch zum Teil bereithalten, um bei sich bietenden Investment-Chancen reagieren zu können.

Quelle:
Handelsblatt: Querdenker Douglas Casey: „Ich erwarte eine horrende Inflation“


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