Die Europäische Zentralbank will ihr Grundkapital auf 10,8 Milliarden Euro aufstocken. Das wurde nach einer Sitzung des EZB-Rats in Frankfurt bekannt. [1]

Damit würde die EZB Ihr Grundkapital, das bisher bei 5,8 Milliarden Euro lag, fast verdoppeln. Reagieren will man damit auf den erhöhten Geldbedarf durch die Euro-Krise.

Für die Kapitalerhöhung müssen schrittweise die nationalen Zentralbanken bis 2012 ihre Kapitaleinlagen bei der EZB entsprechend erhöhen. Die deutsche Bundesbank erhöht dabei Ihre Einlagen um ca. eine Milliarde auf dann zwei Milliarden.

Als Reaktion auf diesen Schritt fragt Ralf Streck von Telepolis: „Ist die Europäische Zentralbank pleite?“ [2] Ganz so dramatisch ist es wohl nicht. Eher ist die jetzige Kapitalerhöhung die logische Konsequenz vorheriger Maßnahmen der EZB, wie z.B. das Aufkaufen von Staatsanleihen klammer Euro-Länder.

Quellen:
[1]: SPIEGEL: Euro-Zentralbank verdoppelt ihr Grundkapital
[2]: Telepolis: Ist die Europäische Zentralbank pleite?


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