Der Ifo-Geschäftsklimaindex ist im Mai unerwartet stark um drei Punkte gefallen. Er liegt jetzt bei 106,9 Punkten.

Zuletzt war er stärker nur im Sommer 2011 gesunken. Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn bemerkte zu den neuen Zahlen:“Die deutsche Wirtschaft steht unter dem Eindruck der in letzter Zeit gestiegenen Unsicherheit im Euroraum“.

Auch die Aussichten werden für die kommenden sechs Monate schlechter eingeschätzt. Die Bewertung der Geschäftslage verschlechterte sich ebenfalls.

Dank des schwachen Euros ist man allerdings für die Entwicklung des Exports optimistischer.

Die Stimmung gedrückt habe v.a. die Unsicherheit über die Zukunft des Euros. Konzerne wie die Metro sollen sogar schon Szenarien durchspielen für den Fall, dass das Projekt der europäischen Gemeinschaftswährung ganz scheitert.

Auch die EU bereitet sich auf den Ernstfall vor, erstmal auf den Austritt Griechenlands aus dem Euro. Die EZB hat dazu offiziell eine Arbeitsgruppe eingerichtet. Aber hinter den Kulissen dürften schon länger überall „worst case“-Szenarien durchgespielt werden.

Quellen:
Reuters: Euro-Krise drückt massiv auf Stimmung in Chefetagen
Focus: EU-Notfallpläne für einen Euro-Austritt Griechenlands


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