Wie die Financal Times Deutschland berichtet [1], hat Harvard-Professor Kenneth Rogoff vor Staatspleiten gewarnt.

Nach Bankenkrisen „sehen wir normalerweise einen Packen Zahlungsausfälle, sagen wir, nach ein paar Jahren. Dieses Mal wieder, prognostiziere ich“, sagte der frühere Chefökonom des Internationalen Währungsfonds (IWF) am Dienstag in Tokio. Rogoff hatte 2008 den Kollaps großer US-Banken vorhergesagt. Er hat zudem die Geschichte von Finanzkrisen untersucht.

Rogoff meint, die Finanzkrise würde die Zinsen für die Staatsschulden in die Höhe treiben, was z.B. EU-Länder wie Griechenland und Portugal in große Schwierigkeiten bringen dürfte.

Reiche Länder wie Deutschland und die USA würden angesichts langsamen Wachstums gezwungen sein, ihre Ausgaben drastisch zurückzufahren.

Ein Teufelskreis. Wenn jetzt die Ausgaben als Folge davon massiv runtergefahren werden, kann das die Konjunktur zusätzlich in den Abgrund reissen, weitere Steuerausfälle produzieren etc. Unser ganzes System ist auf Wachstum aufgebaut. Verlässt man diesen Pfad, kann es schnell zu einer schwer aufhaltbaren Abwärtsspirale führen. Im Grunde sind wir wohl schon mitten drin.

Was wird dann am Ende kommen? Eine Währungsreform? Ein weg-inflationieren der Schulden? Ein Krieg? Wir werden es sehen…

Quellen:

[1]: http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/anleihen-devisen/:schuldenprobleme-rogoff-sagt-staatspleiten-voraus/50078978.html


Ähnliche Artikel:

Kommentieren

Themen
Eingetragen bei:
Kalender
November 2017
M D M D F S S
« Apr    
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
27282930  
News Feed