Die europäische Schuldenkrise spitzt sich weiter zu. Gerade erst wurde die nächste Tranche der Hilfszahlungen an Griechenland auf November verschoben. Und jetzt stuft die Ratingagentur Moody’s auch noch Italiens Bonität herab. Und dann auch noch gleich um drei Stufen von „Aa2“ auf „A2“.

Als Begründung für die Senkung wurden wirtschaftliche und ökonomische Unsicherheiten angeführt. Die Risiken für die italienische Wirtschaft sollen gestiegen sein. Auch weitere Herabstufungen schloss Moody’s nicht aus, der Ausblick wird mit „negativ“ bewertet.

Erst Ende September hatte S&P die Bonität Italiens auf „A“ heruntergestuft. Silvio Berlusconi erklärte daraufhin, dass die Herabstufung erwartet worden sei. Aber man arbeite daran, die von der EU-Kommission abgesegneten Budgetziele zu erreichen.

Fakt ist: Griechenland ist nur ein Brandherd im Euro-Raum. Selbst wenn man die Schuldenkrise dort in den Griff bekommen würde, stehen gleich die nächsten südeuropäischen Staaten am Rande der Insolvenz. Und wie schwer es ist, mit Sparprogrammen und Steuererhöhungen schnell massiv gegenzusteuern, sieht man ja gerade an Griechenland.

Kommt jetzt als „alternativloser Ausweg“ die „Hebelung“ des Euro-Rettungsschirms?

Quellen:
Welt: Moody’s stuft Italiens Bonität um drei Stufen herab
Südtirol Online: Auch Moody’s senkt Bewertung für Italiens Staatsanleihen


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1 Kommentar zu „Ratingagentur Moody’s stuft Italien um drei Stufen herab“

  • „Der von uns aufgedeckte Konstruktionsfehler des kapitalistischen Systems bedingt aber nicht nur diese periodisch wiederkehrende Schädigung des Unternehmertums, sondern er führt auf lange Sicht zu einer ernsten Gefährdung seiner Existenz durch die immer brennender werdende soziale Frage. Solange diese nicht endgültig gelöst und bereinigt ist, werden die Angriffe aus dem sozialistischen Lager gegen das Unternehmertum mit wachsendem Erfolg fortgesetzt in der Gewerkschaftspolitik, in den Kämpfen um Lohnerhöhung und Mitbestimmung, in den Sozialisierungsbestrebungen, die sich erfolgreich des staatlichen Machtapparates bedienen. Das Ziel ist die vollständige Sozialisierung der Produktionsmittel mit Vernichtung der freien Unternehmerinitiative – im genauen Gegensatz zu der von uns vorgeschlagenen „Sozialisierung“ des Kapitals mit Erhaltung des privaten Besitzes und des vollen Verfügungsrechtes über die Produktionsmittel. Diese sozialistische Entwicklungstendenz begegnet sich mit merkwürdiger Einmütigkeit mit der vielleicht noch gefährlicheren kapitalistischen Tendenz einer staatlichen Investitionspolitik, welche die Vollbeschäftigung um den Preis einer verlustreichen Investition ermöglichen, dem Staat das Risiko aufbürden und dem Kapital den ungeschmälerten Zinsertrag auch bei abnehmender Rentabilität zu Lasten des Steuerzahlers garantieren soll. Das Ende dieser Entwicklung kann nur sein, dass jedes freie Unternehmertum in der überwuchernden staatlichen Bürokratie vollends erstickt!“

    Dr. Ernst Winkler („Theorie der Natürlichen Wirtschaftsordnung“, 1952)

    Alle wesentlichen wirtschaftlichen Zusammenhänge wurden bereits 1916 in dem makroökonomischen Grundlagenwerk „Die Natürliche Wirtschaftsordnung durch Freiland und Freigeld“ von dem Sozialphilosophen Silvio Gesell vollständig und widerspruchsfrei beschrieben. Alles, was davon prinzipiell abweicht, sind Vorurteile und Denkfehler, die sich aber bis heute besser verkaufen ließen, als die einzig denkbare Möglichkeit des zivilisierten Zusammenlebens. Denn der eigentliche Beginn der menschlichen Zivilisation (freie Marktwirtschaft ohne Kapitalismus = echte Soziale Marktwirtschaft) setzt die Überwindung der Religion (Rückbindung auf den künstlichen Archetyp Jahwe = Investor) voraus:

    http://opium-des-volkes.blogspot.com/2011/08/die-7-plagen.html

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