In einem Interview mit dem Focus erläutert Bert Flossbach, warum es in der Euro-Zone kriselt, die Gefahr einer schleichenden Enteignung über Inflation und mögliche Crash-Risiken an der Börse.

Für Flossbach ist es klar, dass es zum Euro-Austritt Griechenlands kommen wird. Griechenland ist immer noch völlig bankrott, trotz Schuldenschnitt.

Die nun befürchteten neuen Krisen in Portugal, Spanien etc. können seiner Meinung nach zu erneuten Turbulenzen an den Märkten führen.

Flossbach sieht das Kernproblem der Euro-Zone woanders. Für ihn hat man eine „komplett heterogene, sehr stark differenzierende und dabei auseinander driftende Volkswirtschaften innerhalb einer Währung“.

Er spricht sich dabei gegen eine zu strickte Sparpolitik aus. Es war z.B. ein Fehler in Griechenland die MwSt. um 4 Prozent zu erhöhen. Von der relativen Anhebung ist absolut kaum etwas in der Staatskasse angekommen, weil gleichzeitig das Land in eine massive Rezession gerutscht ist.

In bis zu 10 Jahren wird dann nach seiner Prognose die Euro-Zone wesentlich anders aussehen als heute. Sie besteht dann nur noch aus sechs bis sieben Kernländer. Die Krisenstaaten von heute sind bis dahin wahrscheinlich nicht mehr dabei.

Quelle:
Focus: Anlageprofi Bert Flossbach: „Der Niedrigzins enteignet Sparer“


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