Es mehren sich in letzter Zeit die kritischen Stimmen zur Kreditwürdigkeit der USA. Noch immer wird man mit AAA bewertet, nun hat immerhin die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) die künftige Kreditwürdigkeit der USA infrage gestellt.

Den Ausblick für die langfristige Beurteilung senkte die Ratingagentur von „stabil“ auf „negativ“. Bis 2013 müssen der US-Regierung überzeugende Schritte zur Haushaltssanierung, sonst könnte die Topbewertung entzogen werden. Die Wahrscheinlichkeit dafür bezifferte Standard & Poor’s mit 33 Prozent.

Die heftige Kritik an der Fiskalpolitik der USA konterte der Sprecher des Weißen Hauses, indem er die Entscheidung von Standard & Poor’s als einen „willkommenen Aufruf zu einer überparteilichen Einigung zur Senkung des Defizits“ umdeutete.

Die Börsen reagierten dagegen sehr negativ. Die Kurse an der Wall Street und europäischen Börsen gaben deutlich nach, Euro und Gold zogen an. Dabei ist das schon eher erstaunlich, da es doch sonst immer heisst, die Börse nehme in den Kursen die zukünftige Entwicklung vorweg. Und so überraschend sollte die Anlayse von S&P für die meisten wirklich nicht sein – oder verschließt man immer noch vor den Risiken der horrenden Staatsverschuldung die Augen?

Quellen:
Tagesschau: Warnschuss für die USA
FTD: S&P schockiert Amerika


Ähnliche Artikel:

Kommentieren

Themen
Eingetragen bei:
Kalender
Juni 2017
M D M D F S S
« Apr    
 1234
567891011
12131415161718
19202122232425
2627282930  
News Feed