In einem Interview mit dem Handelsblatt warnt Vermögensverwalter Bert Flossbach davor, sich von der aktuell trügerischen Ruhe an den Finanzmärkten blenden zu lassen. Griechenlands Staatsbankrott ist unvermeidbar, daher steht der „Showdown in der Schuldenkrise“ noch vor.

Für Flossbach ist es ganz klar, dass die griechischen Schulden umgeschichtet werden müssen. Nach aktuellen Zahlen zum Staatsdefizit Griechenlands sieht er einen griechischen Staatsbankrott für unvermeidbar. Das Land sei völlig überschuldet und benötigt einen Schuldenschnitt.

Dabei wäre ein Schuldenschnitt von mindestens zwei Dritteln nach Flossbachs Meinung schon notwendig und selbst das könnte noch nicht reichen. Und je länger man wartet, desto mehr Schulden müssten die Gläubiger wohl abschreiben.

Daher gilt für Flossbach, dass ein „Ende mit Schrecken“ besser ist als „Schrecken ohne Ende“. Wenn man heute schon reagiert, kann man wenigstens das „dicke Ende“ vermeiden, was uns sonst in der Schuldenkrise in Zukunft erwarten würde.

Bei anderen Ländern wie Irland, Portugal und Spanien ist Flossbach nicht ganz so pessimistisch. Allerdings ist auch dort die Lage ernst. Aber hier könnte man vielleicht den Staatsbankrott noch vermeiden.

Aber wenn man nicht entsprechend reagiert und sich von steigenden Aktienkursen blenden lässt, droht uns am Ende doch noch der „große Knall“.

Nach Flossbachs Einschätzung spricht sehr viel dafür, dass es zu einer realen Entschuldung über Inflation kommen wird.

Aus diesem Grund rät Flossbach den Anlegern ihr Geld in Sachwerte wie Edelmetalle (Gold und Silber), Immobilien und Aktien zu stecken. Aber auch dabei muss natürlich auf Diversifikation und Qualität geachtet werden.

Bert Flossbach betreibt seit 1998 mit Kurt von Storch zusammen die Vermögensverwaltung Flossbach & von Storch, welche zu den führenden unabhängigen Vermögensverwaltungen in Deutschland zählt.

Quelle:
Handelsblatt: Interview Bert Flossbach:“Der große Knall kommt erst noch“


Ähnliche Artikel:

1 Kommentar zu „Vermögensverwalter warnt vor Showdown in der Schuldenkrise“

  • Ralf Ullrich sagt:

    Sehr guter Artikel trifft es genau auf den Punkt.
    Ich habe für sie und Ihre Leser eine Super Ergänzung dazu ein
    Inflationsrechner Software normal 198 Euro , Wir stellen für Sie jedoch dies kostenlos zum runterladen zür Verfügung http://bit.ly/hf8exA
    Gerne können sie diese Tool ihren Lesern zur Verfügung stellen.

Kommentieren

Themen
Eingetragen bei:
Kalender
September 2017
M D M D F S S
« Apr    
 123
45678910
11121314151617
18192021222324
252627282930  
News Feed