Diese Entscheidung dürfte noch weitreichende Folgen haben. Da man die Geldpolitik schon seit längerem sehr kritisch sieht und einen Kurseinbruch befürchtet, trennt sich Pimco von allen US-Treasuries.

Damit hält Pimco zum ersten Mal in seiner Geschichte keine US-Staatsanleihen mehr. Offiziell habe man sowohl Bundesanleihen als auch alle Papiere anderer staatlicher Agenturen abgestoßen.

Gerade erst hat Pimco-Gründer Bill Gross vor einem Kurseinbruch bei den US-Treasuries im Sommer gewarnt. Die FED hatte angekündigt, ab Ende Juli mit den Stützungsaktionen für Staatsanleihen aufzuhören. Daher erwarten nun viele Investoren, dass anschließend die Staatsanleihen an Wert verlieren werden.

Bill Gross hatte früher schon die Anleihekäufe der FED stark kritisiert und vor einem Vertrauensverlust gewarnt. Das ganze wäre vergleichbar mit einem „Schneeballsystem“. Außerdem werfen die Fondsmanager von Pimco Washington direkt vor, die eigenen Schulden weginflationieren zu wollen.

Neben sinkender Anleihenkurse erwartet man aber auch wieder steigende Renditen. Diese wiederum könnten aber die aktuellen Haushaltsprobleme der USA weiter verschärfen, da dann auch die Zinslast weiter ansteigt.

Wie man es dreht und wendet, die Probleme werden nicht kleiner. Wie bei jedem Schneeballsystem oder jeder Spekulationsblase kommt ganz am Schluss das dicke Ende.

Quelle:
FTD: Pimco wirft alle US-Staatsanleihen aus dem Portfolio


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